Vegan in Thailand | เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

Vegan in Thailand – geht das überhaupt? Mein Herzmann und ich waren bereits zwei Mal in Thailand zusammen – beim ersten Besuch auf Ko Pangan (wo wir einen tollen Kochkurs mit Chef Tommy besucht haben), lebte ich noch als Vegetarier. Ich aß trotzdem mit ziemlichen Gewissensbissen, weil auch die als „vegetarisch“ deklarierten Gerichte in Thailand zu 99 %  Fisch- oder Austernsauce enthalten.  Anders ginge das nicht, hat mir damals auch Chef Tommy erzählt. Bei unserem zweiten Besuch, als ich bereits vegan lebte, wollte ich mich nicht so einfach geschlagen geben und so habe ich mich vor Abflug informiert. Bei Happy Cow fand ich eine Liste mit veganen Restaurants auf Phuket und bei Rika von vegan miam fand ich sehr interessante Berichte über ihren Aufenthalt auf Phuket während des Vegetarian Festivals. Bei Rika las ich auch das erste Mal von เจ (Jay / Jeh).

Vegan in Thailand: เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

„Jeh“ sponsored by Maggi

Wenn man als Vegetarier oder Veganer Urlaub in Thailand macht, sollte man sich an dieses gelb-rote Zeichen halten. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet. Das Essen, das hinter diesem „Jay“ steht, kommt der veganen Ernährung am nächsten, denn es bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch, keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Da das Essen zudem auch noch Körper und Kharma reinigen soll, enthält es auch keinen Knoblauch und keine Zwiebeln.

Diese Ernährungsform stammt von einer östlichen Religion, die wohl schon uralt ist, ab: „Jainismus“. Die Jain-Nonnen und -Mönche folgen fünf großen Gelübden – unter anderen dem Ablassen von Töten und Verletzten von Lebewesen und Pflanzen. Wegen dieses Ideals der Nichtverletzung ernähren sich die Jains ausschließlich pflanzlich. Und auch nur von solchen Pflanzen, die beim Verzehr nicht zerstört werden (wie Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln) – quasi wie Fruktarier. Früher wurde im Jay-Essen wohl viel Öl und Fett verwendet, aber an den Ständen auf Phuket hatte ich nicht den Eindruck. Dafür wird viel „Fake“ („Mockmeat“, also Tofu und Soja) und natürlich auch Obst und Gemüse genutzt – was aber sehr interessant ist.

Jay-Packung

Auch Seegras-Chips werden mit „Jeh“ gekennzeichnet

Nachdem wir ein paar Mal das Zeichen auf unseren Erkundungstouren mit dem Scooter gesehen hatte, sprang es uns anschließend immer wieder ins Auge – und ich war letztendlich überrascht, wie viele solche Jay-Stände existieren. Sie sind aber meist auch plakativ mit dem Jay-Zeichen und eben gelb-roten Plakaten, Wimpeln und Flaggen ausgestattet, so dass sie leicht zu erkennen sind. An solch gekennzeichneten Ständen gibt es dann auch nur Jay- also veganes Essen. Und auch auf Produktpackungen lässt sich das Zeichen finden.

FFür die zauberhafte „V“eltenbummlerin Linda habe ich übrigens einen Gastbeitrag über veganes Essen in Thailand geschrieben. Falls euch jetzt das Fernweh packt, auf Ihrem Blog kann man sich ganz wunderbar inspirieren lassen!

ChoengThale-1

Eine vegane Garküche – irgendwo auf Phuket

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Die Küche einer veganen Garküche in Patong

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„Kleine“ Lunchpause vegan-thai-style

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Veganer „Fisch“ mit ganz viel Chili…

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Zur Erfrischung zwischendurch – in einer Garküche an der Ostküste Paukest

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Veganes Pad Thai und anschließend der beste Rohkostkuchen im Supernatural auf Phuket

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Vegane Garküche

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Auch so kann eine vegane Garküche aussehen…

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