Schlagwort: vegan

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Veganer Christstollen

Die Weihnachtszeit steht kurz bevor und in den Supermärkten stapeln sich bereits Lebkuchen, Spekulatius & Co. Weihnachten, da werden Kindheitserinnerungen wach. Eine davon ist der Christstollen von meiner Oma – selbst gebacken nach altem, geheimen Familienrezept. Ich darf mich ganz geehrt seit einigen Jahren stolzer Besitzer dieses alten Familienrezeptes nennen, allerdings bringt es mir nicht viel, da es nicht wirklich vegan ist und sehr schwer zu veganisieren (ich sage nur Schweineschmalz in Massen…). Aber irgendwann werde ich das Rezept in Angriff nehmen und in einen veganen Christstollen umwandeln.

Für diese Weihnachtssaison habe ich mir aber erst einmal wieder ein bewährtes Rezept für einen veganen Christstollen (ohne Rosinen und ohne Orangeat – wer mag das überhaupt?!) vorgenommen, denn dieser hat den Großeltern-Test bereits bestanden 🙂

Wenn du jetzt denkst „oh je, ein Stollen ist bestimmt aufwendig“ – da gebe ich dir teilweise recht.

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Zutaten für 2 kleine Stollen:

  • 750g Dinkelmehl
  • 600g vegane Magarine (z.B. Alsan) (300g davon zerlassen)
  • 220ml Reisdrink (oder eine andere Milchalternative)
  • 120g Puderzucker
  • 60g Hefe
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1/2 TL Kardamon
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 150g getrocknete Sauerkirschen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 100g getrocknete Aprikosen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 80g Datteln, gehackt
  • 100g ganze Nüsse, z.B. Mandeln, Haselnüsse, Cashews…
  • Bei Bedarf: Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Reisdrink etwas anwärmen und dann die Hefe darin auflösen und an einem warmen Ort ca. 10-15 Minuten gehen lassen (Achtung: kein zu kleines Gefäß nehmen – die Hefe kann ganz schön aufsteigen!). Anschließend Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben. 300g zimmerwarme Magarine (nicht die zerlassene), Sirup, Kardamon, Zitronenabrieb, Salz und die Hefe dazu geben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Danach etwa 10 Minuten weiter kneten (wer eine Küchenmaschine hat, kann die hier sehr gut nutzen, ansonsten ist es ein gutes Armmuskel-Training).

Wenn der Teig schön geschmeidig ist, die Nüsse und das klein gehackte Trockenobst unterheben. Den Teig dann halbieren und jeweils rechteckig ausrollen (am besten bereits auf dem Backpapier, da der Teig sehr klebrig ist. Der Teig sollte ausgerollt etwa 2-3 cm hoch sein). Mit etwas zerlassener Magarine bestreichen und ein Drittel des Teiges längs über den Rest einklappen und mit den Händen formen, bis er die gewünschte Form hat. Den Teig dann mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 170°C (Ober- Unterhitze) vorheizen. Die Teige wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und anschließend im Ofen etwa 45 Minuten backen. Anschließend kurz abkühlen lassen. Bei Bedarf dann wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und mit reichlich Puderzucker bestäuben. Fertig ist der vegane Christstollen – ganz ohne Rosinen 🙂

Best Cake ever: Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb *Rezept*

schoko-avocado-torteAm Wochenende waren wir (unter anderem) auf einer Sommergeburtstagsfeier auf dem bayerischen Lande zu Gast. Da jeder etwas mitbringen durfte, haben wir für veganen Kuchen gesorgt und (mittlerweile unser Steckenpferd), die vegane, ultramegageile Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb fix am Samstag gebacken. Da die Torte so bombastisch ankam und ich mehrfach um das Rezept gebeten wurde, ist mir aufgefallen, dass ich es hier auch noch nie veröffentlicht habe.

Also hier kommt es: Mein / unser aktueller Lieblingskuchen, supersaftigschokoladiggeil. Aber Achtung: Davon schafft man kein großes Stück und es hat totalen Suchtfaktor 😉 Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus – ist es aber nicht – versprochen!

Ach so, wer lieber erst einmal nur ein Stück davon probieren möchte – es gibt den Kuchen immer mal wieder im Tushita Teehaus.

Ach sooo die Zweite: Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt (Meine vegane Küche) lohnt sich nicht nur wegen diesem genialen Kuchenrezept zu kaufen! 😉

Schoko-Avocado-Torte

Mürbeteig
Zutaten:
– 250 g Dinkelmehl Type 630
– 30 g Kakaopulver
– 125 g pflanzliche Margarine
– 100 g Rohrohrzucker
– Margarine zum Einfetten der Form
– 1 kg getrocknete Bohnen zum Blindbacken (bei Bedarf – wir stellen immer einfach eine umgedrehte Keramikschüssel auf den Kuchenboden)

Zubereitung: Alle Teigzutaten mit einem Knethaken zu einem festen, krümeligen Teig vermengen. Eine Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Zuerst den Rand, dann den Boden andrücken, aber nicht zu fest, damit sich der Tortenboden nach dem Backen gut aus der Form löst. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen zum Blindbacken beschweren, damit die Teigränder beim Backen nicht herunterrutschen. Im Backofen bei 160 Grad 30 Minuten backen. Herausnehmen und dem Rand entlang von der Form lösen, den Springform-Rand lösen und leicht anheben, den Formboden entfernen und den Ring wieder schließen. Den Ring bis nach dem Auftragen der Cremes nicht entfernen. Den Tortenboden auskühlen lassen.

Avocadocreme:
Zutaten:
– 3 reife Avocados
– Saft von 1 Zitrone
– 4 EL Rohrohrzucker
– 6 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl
– 3 gestrichene TL Johannisbrotkernmehrl

Zubereitung: Die Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Avocadofleisch mit Zitronensaft, Zucker, Öl und Johannisbrotkernmehl mischen und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Creme pürieren.

Schokocreme:
Zutaten:
– 200 g Zartbitterkuvertüre
– 100 ml Sojamilch Vanille (wir nutzen meist 150-200 ml damit die Schokocreme schön cremig bleibt)
– 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung: Die Kuvertüre im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu heiß wird! Denn sonst trennt sich das Fett von der Schoki und das Ganze wird gar nicht mehr schön… Mit Sojamilch und Johannisbrotkernmehl zu einer feinen Creme pürieren mit einem Schneebesen verrühren.
Fertigstellung: Die Avocadocreme gleichmäßig auf dem Tortenboden verteilen und mit der Schoko-Creme übergießen, sodass keine Avocadocreme mehr zu sehen ist (sie wird sonst sehr schnell braun). Den Kuchen vor dem Servieren eine gute Stunde kalt stellen.

Das Rezept stammt aus dem geilen Kochbuch »Meine vegane Küche«, Surdham Göb, AT Verlag, 192 Seiten, € 19,90 (D).

Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo

sandwich vegan

Bei diesem Schietwetter draussen, hab ich wieder Lust auf winterliche Gerichte – geht es dir genauso? Vor kurzem habe ich erst das vegane Wintersandwich mit Süßkartoffelpommes und Zimt-Chili-Mayo von Sebastian Copien ausprobiert. Und das, obwohl eine sehr liebe Freundin von mir schon seit langem von diesem Sandwich schwärmte. Irgendwie erschien es mir zunächst einfach zu aufwendig: Erst Süßkartoffelpommes machen, dann eine Mayo und dazu noch Brot? Dazu war ich irgendwie zu faul. Aber dabei ist es gar nicht so aufwendig, wie ich jetzt feststellen durfte! Die Süßkartoffelpommes braten sich im Ofen von allein. Die Mayo ist ratzefix mit einem Mixer gemixt und Brot haben wir gekauftes genommen. Die Mayo ist so unglaublich lecker, so dass wir sie auch als Grundlagensauce auf einer Pizza verwendet haben. Und das beste an dem Sandwich: Ich darf dir das Rezept verraten!

wintersandwich-2Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo aus „Die vegane Kochschule“

Für die Zimt-Chili-Mayo

  • 120 g Cashewkerne
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 TL weißer Balsamicoessig
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 gute Prise Kala Namak
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 100 ml Sonnenblumenöl, gekühlt
  • 100 ml Mandelmilch, gekühlt
  • 1 gute Prise weißer Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL Chilipulver

Für den Belag (für 4-5 Portionen)

  • 450 g Weißkraut, fein gehobelt
  • 150 ml Cashewsahne (wir haben Reiscuisine verwendet)
  • 1 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 TL Condimento bianco
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 kg Süßkartoffeln geschält
  • 7 EL Bratöl
  • geräuchertes Paprikapulver
  • 400 g Austernpilze
  • Ketchup
  • 50 g Feldsalat, gut gewaschen
  • 1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • pro Sandwich 2 Scheiben (Toast-)Brot (wir haben Dinkelbrot verwendet)

Zubereitung

Für die Mayonnaise alle Zutaten im Mixer zu einer glatten Creme verarbeiten und diese im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. (Wer keinen Mixer hat kann die Cashewkerne über Nacht in Wasser einweichen lassen und dann mit dem Pürierstab zu Mayo verarbeiten.)

Für den Belag das gehobelte Weißkraut, die Cashewsahne, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Condimento Bianco und den Koriander gründlich vermengen und die Mischung ziehen lassen.

Die Süßkartoffeln in Pommesartige Stifte schneiden. 4 EL Bratöl mit Paprikapulver verdrehen und die Süßkartoffelstocks mit der Mischung vermengen. Im Ofen bei 220°C (Umluft) 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne das restliche Bratöl erhitzen und die Pilze darin knusprig braten. Pilze und Süßkartoffelpommes leicht salzen.

Die Brotscheiben toasten. Jede Scheibe mit Ketchup, Mayo bestreichen. Je eine Scheibe mit Feldsalat, Pommes, Krautsalat, Pilzen und Zwiebeln belegen, dann die obere Scheibe auflegen und versuchen beim Essen nicht zu kleckern 😉

die vegane Kochschule Sebastian copienDas Rezept stammt aus dem Buch
Die vegane Kochschule
Küchenpraxis | Warenkunde | 200 Rezepte
Von Sebastian Copien
Hier zu bestellen (29,99 Euro)

Vegan in Vancouver | Heirloom

vegan in vancoucer heirloom

Da wir heute #throwbacktuesday haben und ich gerade in Erinnerungen an Kanada schwelge, möchte ich dir den weltallerbesten Caesar Salad – natürlich vegan – vorstellen. Den aß ich zufälliger weise im Heirloom Restaurant in Vancouver. Da sind wir mehr oder weniger „notgedrungen“ eingekehrt, weil wir nach einer Wanderung bei Nieselregen ziellos durch die Gegend fuhren und dann von einer Sekunde auf die nächste sooo einen Hunger hatten, dass wir sofort etwas essen mussten. Das Heirloom war das am nächsten gelegene vegane Restaurant und so kamen wir in den Genuss des Caesar Salads und auch unseren allerersten frittierten Avocados…

Das Heirloom Restaurant liegt im Stadtteil Kitsilano. Es ist ein stylisches, vegetarisch-veganes Restaurant mit hoher Decke und angenehmer Atmosphäre. Bei unserem ersten Besuch waren wir in nasser Regenkleidung dort – das hat uns aber trotz dem zunächst noblen Ambiente, niemand übel genommen 😉 Wir entschieden uns, die Avocado Frites (frittierte Avocadospalten mit cremiger Koriander-Sauce) als Vorspeise zu teilen. Das war der H-A-M-M-E-R. Während der Herzmann im Anschluss einen Burger mit Süßkartoffelpommes genoss, verlor ich mein Herz an einen Klassiker -– den Heirloom Kale Caesar. Ein MEGA leckerer, knackiger Salat aus Grünkohl (da ist das Trendgemüse wieder), Romana-salat, hausgemachten Maisbrotcroutons, Cashew Parmesan, Caesar Dressing und Rote Bete Chips sowie knusprigen Kapern. Kapern? Ja wohl. Ich hasse ja eigentlich Kapern – aber diese frittierten Kapern haben mir tatsächlich geschmeckt! In diesen Salat hätte ich mich reinlegen können…  Genau deswegen besuchten wir das Heirloom auch ein zweites Mal – natürlich wieder mit den Avocado Frites, dem Kale Caesar für mich und der Herzmann bestellte sich ein Beet Avo Sandwich mit Rote Bete Chips, Avocado, Sprossen, Tomate, Knoblauch auf Vollkornbrot.

Hach, wer fährt jetzt mit mir dorthin oder kann mir hier einen solchen Caesar Salad machen?

vegan in vancouver heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Kale Caesar

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Avocado Frites

Veganer Käse darf kein Käse sein

veganer käse

„So ein Käse“ dachte ich mir, als ich erstmals überhaupt von der Klage zu veganem Käse las. Da fühlt sich wohl jemand ziemlich bedrängt durch die vielen neuen (leckeren) veganen Produkte… Ist es wirklich notwendig, dass für solche Streitigkeiten Geld investiert wird? Jetzt mal ehrlich…

Jetzt darf veganer Käse also nicht mehr Käse heißen. Warum eigentlich? „Wo Käse drauf steht muss Milch tierischen Ursprungs drin sein“ – was ist mit dem ganzen analog Käse der auf Billigpizza drauf ist? Heißt der jetzt auch nicht mehr Käse? Und heißen die Schweineohren beim Bäcker künftig auch anders? Und warum soll Käse überhaupt Käse heißen, aber andere Sachen dürfen so heißen wie man möchte? Wenn alles so hieße, wie, was drin ist, dann sollten Gummibärchen auch Schweinehautknochenbärchen heißen müssen, finde ich. So.

Und warum klagte der Käseverband? Weil er der Verbraucher schützen möchte, damit der nicht aus versehen ein veganes Produkt kauft… oh oh … das ist ja auch so gefährlich… Also wenn ihr mich fragt – ich finde, dass ist alles Käse… pardon alles Quark… ach mist… na mir ist es eigentlich Wurst, wie ein veganes Produkt genannt wird, so lange es gut schmeckt und gut (sprich: ökologisch) hergestellt wird. Ich sage jetzt einfach immer Chäse 😉 Diese ganze Klage ist einfach nur lächerlich. Da gibt es echt wichtigeres… oder wie siehst du das?

Vegan in Vancouver | Meet on Main

vegan in vancouver meet on main

Unsere Reise brachte uns letzten Herbst zum Abschluss auch nach Vancouver. Vegan in Vancouver geht total easypeasy. Dank Instagram und Google war meine Liste an „to-visit“-Lokalen ziemlich lang und die Entscheidung für oder gegen ein Lokal fiel entsprechend schwer. Aber das Meet on Main wurde uns wärmstens von einem anderen Restaurant empfohlen und das imponierte mir ganz schön, ehrlich gesagt. Immer noch auf der Suche nach den perfekten Mac’n’Cheese fand ich sie dort. Dummer weise hatte nicht ich sie bestellt, sondern mein Herzmann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich auf Grünkohl fokussiert und bestellte entsprechend Grünkohlsalat mit „Kokos-Schinken“, so dass ich endneidisch war auf seine Speise…

vegan in vancouver meet on main

Links: Die leckersten veganen Mac’n’Cheese (meiner Meinung nach) in Nordamerika; Rechts: Organic Kale & Romaine Cesear

vegan in vancouver meet on main

Meet on Main: Hocus Pocus im Hintergrund und Caesar Salat vorn

Wiederholungstäter

Das Lokal ist entspannt eingerichtet und lädt zum Leute-begucken ein 🙂 Entsprechend besuchten wir das Lokal ein zweites Mal vor unserer Heimreise. Beim zweiten Besuch bestellten wir „Hocus Pocus“ (megaleckere frittierte Zwiebelringe) als Vorspeise zum Teilen. Leider hatten wir es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht kapiert, dass man etwas expliziert als Vorspeise bestellen und dazu sagen muss, dann man den Hauptgang DANACH serviert bekommen möchte. Und so hatten wir dann wieder ein Foodfest auf unserem kleinen Tisch…Die Zwiebelringe waren nichtsdestotrotz köstlich und wir leckten uns die Finger danach…
Ich selbst hatte mich für das Tagesgericht – Caesar Salad, da ich zwischenzeitlich „dank“ eines Besuchs im Heirloom süchtig nach dem Caesar Salat war… – entschieden und der Herzmann genoss einen Sunshine Salad (Mögt ihr es eigentlich auch nicht, wenn euer männlicher Begleiter „nur“ einen Salat bestellt???).

Meet on Main
4288 Main Street between 27th & 28th
www.meetonmain.com

Vegan in Vancouver Meet on Main

Meet on Main: auch stylisch von aussen

vegan in vancouver meet on main menu

Meet on Main: (fast) Alles auf der Karte ist vegan – jippie

Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

veganer kochkurs in münchen hochbeet

Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

vegan in München Kochkurs

Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte 🙂

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

veganer kochkurs in münchen sebastian copien glücksrolle

veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen 🙂

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in Brooklyn | V-Spot

vegan in brooklyn v-spot dessert

Wie schon berichtet, hat New York für Veganer einiges zu bieten – und man wird nicht nur in Manhattan fündig. Vegan in Brooklyn bedeutet neben Smorgasburg natürlich auch viele vegane oder veganfreundliche Restaurants. Wir entschieden uns an einem Abend für einem Besuch im V-Spot. Davon gibt es übrigens mittlerweile drei Lokale (zwei neue in Manhattan).

vegan in brooklyn v-spotV-Spot

Das Original in Brooklyn ist urban eingerichtet – es passt halt auch eindeutig zur Umgebung: Brickhouse-Wände, alte amerikanische Diner-Sitze und viele selbst-beschriftete Tafeln. Wir fühlten uns gleich wohl und bestellten natürlich Local Craft Beer.

Die Karte ist Latinamerikanisch-angehaucht mit vielen Nachos, Empanadas, Tostadas und Burritos. Aber es gibt natürlich auch den obligatorischen Kale-Salad und auch Quinoa-Gerichte. Das Ziel des V-Spot-Teams ist es, gesundes, biologisches, veganes Essen zuzubereiten, das nicht langweilig ist.

vegan in brooklyn tacos kale

V-Spot: Vorn Quinoa-Kale-Salad, hinten: Tacos Carne Molida

Der Herzmann folgte natürlich voll dem aktuellen Food-Trend der Amis und bestellte sich einen Quinoa-Kale-Salat und dazu zwei Tacos mit einer „Carne Molida“ Füllung (Seitan, Avocado, Kidneybohnen und Salsa in Soft-Tacos). Die Protionsgröße war zwar beschaulich, aber dafür hatte er im Anschluss mehr Platz für den Nachtisch…

Da ich seit Teenagerzeiten mexikanisches Essen liebe, entschied ich für mich selbst für einen Burrioto. Bei den leckeren Kombinationen fiel mir die Wahl zwar schwer, aber ich entschied mich für den V-Spot-Burrito. Der war – wie auch die Tacos – mit Seitan Carne Molida gefüllt sowie Guacamole, braunem Reis, veganem Käse, Paprika, Pico de Gallo und natürlich hausgemachtem veganem Sour Cream. Nach dem Burrito war ich pappsatt und glücklich.

vegan in brooklyn v-spot burrito

V-Spot-Burrito

Zwar sehr gut gesättigt, konnten wir unseren süßen Zahn natürlich nicht so ohne alles leer lassen und ließen uns zu einem Dessert überreden (okay, mehr der Herzmann, aber er ließ mich natürlich probieren). Wir bekamen ein Stück Vegan Cheesecake mit Brownies on top – ein Traum! Wir erfuhren, dass der Kuchen von Vegan Treats stammt – eine vegane Bäckerei, bei der man megaleckere Kuchen bestellen kann.

Wir waren nach dem Essen so begeistert, dass wir noch einmal hin wollten (beispielsweise zum Brunch), aber es gibt einfach zu viele vegane Spots in New York… Um möglichst viele kennenzulernen haben wir uns schweren Herzens daran gehalten, überall jeweils nur ein Mal hinzugehen. Aber wer weiß, irgendwann geht es bestimmt wieder in den Big Apple… 🙂

vegan in brooklyn v-spot

Vegan in Brooklyn: V-Spot

vegan in brookylyn v-spot brooklyn brewery

Brooklyn Brewery

brooklyn street art

Brooklyn

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

vegan in München fei scho vegan deklariert

Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? 🙁

vegan in München fei scho glücksrolle

Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

vegan in München fei scho veganes curry

Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

vegan in München fei scho karte

Fei Scho: Vegane Kennzeichnung

Vegan in Thailand | เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

Vegan in Thailand – geht das überhaupt? Mein Herzmann und ich waren bereits zwei Mal in Thailand zusammen – beim ersten Besuch auf Ko Pangan (wo wir einen tollen Kochkurs mit Chef Tommy besucht haben), lebte ich noch als Vegetarier. Ich aß trotzdem mit ziemlichen Gewissensbissen, weil auch die als „vegetarisch“ deklarierten Gerichte in Thailand zu 99 %  Fisch- oder Austernsauce enthalten.  Anders ginge das nicht, hat mir damals auch Chef Tommy erzählt. Bei unserem zweiten Besuch, als ich bereits vegan lebte, wollte ich mich nicht so einfach geschlagen geben und so habe ich mich vor Abflug informiert. Bei Happy Cow fand ich eine Liste mit veganen Restaurants auf Phuket und bei Rika von vegan miam fand ich sehr interessante Berichte über ihren Aufenthalt auf Phuket während des Vegetarian Festivals. Bei Rika las ich auch das erste Mal von เจ (Jay / Jeh).

Vegan in Thailand: เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

„Jeh“ sponsored by Maggi

Wenn man als Vegetarier oder Veganer Urlaub in Thailand macht, sollte man sich an dieses gelb-rote Zeichen halten. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet. Das Essen, das hinter diesem „Jay“ steht, kommt der veganen Ernährung am nächsten, denn es bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch, keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Da das Essen zudem auch noch Körper und Kharma reinigen soll, enthält es auch keinen Knoblauch und keine Zwiebeln.

Diese Ernährungsform stammt von einer östlichen Religion, die wohl schon uralt ist, ab: „Jainismus“. Die Jain-Nonnen und -Mönche folgen fünf großen Gelübden – unter anderen dem Ablassen von Töten und Verletzten von Lebewesen und Pflanzen. Wegen dieses Ideals der Nichtverletzung ernähren sich die Jains ausschließlich pflanzlich. Und auch nur von solchen Pflanzen, die beim Verzehr nicht zerstört werden (wie Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln) – quasi wie Fruktarier. Früher wurde im Jay-Essen wohl viel Öl und Fett verwendet, aber an den Ständen auf Phuket hatte ich nicht den Eindruck. Dafür wird viel „Fake“ („Mockmeat“, also Tofu und Soja) und natürlich auch Obst und Gemüse genutzt – was aber sehr interessant ist.

Jay-Packung

Auch Seegras-Chips werden mit „Jeh“ gekennzeichnet

Nachdem wir ein paar Mal das Zeichen auf unseren Erkundungstouren mit dem Scooter gesehen hatte, sprang es uns anschließend immer wieder ins Auge – und ich war letztendlich überrascht, wie viele solche Jay-Stände existieren. Sie sind aber meist auch plakativ mit dem Jay-Zeichen und eben gelb-roten Plakaten, Wimpeln und Flaggen ausgestattet, so dass sie leicht zu erkennen sind. An solch gekennzeichneten Ständen gibt es dann auch nur Jay- also veganes Essen. Und auch auf Produktpackungen lässt sich das Zeichen finden.

FFür die zauberhafte „V“eltenbummlerin Linda habe ich übrigens einen Gastbeitrag über veganes Essen in Thailand geschrieben. Falls euch jetzt das Fernweh packt, auf Ihrem Blog kann man sich ganz wunderbar inspirieren lassen!

ChoengThale-1

Eine vegane Garküche – irgendwo auf Phuket

vegan in thailand

Die Küche einer veganen Garküche in Patong

vegan in thailand

„Kleine“ Lunchpause vegan-thai-style

vegan in thailand

Veganer „Fisch“ mit ganz viel Chili…

vegan in thailand

Zur Erfrischung zwischendurch – in einer Garküche an der Ostküste Paukest

vegan in Thailand

Veganes Pad Thai und anschließend der beste Rohkostkuchen im Supernatural auf Phuket

vegan in thailand

Vegane Garküche

vegan in thailand

Auch so kann eine vegane Garküche aussehen…