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Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

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Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

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Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte 🙂

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

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veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen 🙂

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in Brooklyn | V-Spot

vegan in brooklyn v-spot dessert

Wie schon berichtet, hat New York für Veganer einiges zu bieten – und man wird nicht nur in Manhattan fündig. Vegan in Brooklyn bedeutet neben Smorgasburg natürlich auch viele vegane oder veganfreundliche Restaurants. Wir entschieden uns an einem Abend für einem Besuch im V-Spot. Davon gibt es übrigens mittlerweile drei Lokale (zwei neue in Manhattan).

vegan in brooklyn v-spotV-Spot

Das Original in Brooklyn ist urban eingerichtet – es passt halt auch eindeutig zur Umgebung: Brickhouse-Wände, alte amerikanische Diner-Sitze und viele selbst-beschriftete Tafeln. Wir fühlten uns gleich wohl und bestellten natürlich Local Craft Beer.

Die Karte ist Latinamerikanisch-angehaucht mit vielen Nachos, Empanadas, Tostadas und Burritos. Aber es gibt natürlich auch den obligatorischen Kale-Salad und auch Quinoa-Gerichte. Das Ziel des V-Spot-Teams ist es, gesundes, biologisches, veganes Essen zuzubereiten, das nicht langweilig ist.

vegan in brooklyn tacos kale

V-Spot: Vorn Quinoa-Kale-Salad, hinten: Tacos Carne Molida

Der Herzmann folgte natürlich voll dem aktuellen Food-Trend der Amis und bestellte sich einen Quinoa-Kale-Salat und dazu zwei Tacos mit einer „Carne Molida“ Füllung (Seitan, Avocado, Kidneybohnen und Salsa in Soft-Tacos). Die Protionsgröße war zwar beschaulich, aber dafür hatte er im Anschluss mehr Platz für den Nachtisch…

Da ich seit Teenagerzeiten mexikanisches Essen liebe, entschied ich für mich selbst für einen Burrioto. Bei den leckeren Kombinationen fiel mir die Wahl zwar schwer, aber ich entschied mich für den V-Spot-Burrito. Der war – wie auch die Tacos – mit Seitan Carne Molida gefüllt sowie Guacamole, braunem Reis, veganem Käse, Paprika, Pico de Gallo und natürlich hausgemachtem veganem Sour Cream. Nach dem Burrito war ich pappsatt und glücklich.

vegan in brooklyn v-spot burrito

V-Spot-Burrito

Zwar sehr gut gesättigt, konnten wir unseren süßen Zahn natürlich nicht so ohne alles leer lassen und ließen uns zu einem Dessert überreden (okay, mehr der Herzmann, aber er ließ mich natürlich probieren). Wir bekamen ein Stück Vegan Cheesecake mit Brownies on top – ein Traum! Wir erfuhren, dass der Kuchen von Vegan Treats stammt – eine vegane Bäckerei, bei der man megaleckere Kuchen bestellen kann.

Wir waren nach dem Essen so begeistert, dass wir noch einmal hin wollten (beispielsweise zum Brunch), aber es gibt einfach zu viele vegane Spots in New York… Um möglichst viele kennenzulernen haben wir uns schweren Herzens daran gehalten, überall jeweils nur ein Mal hinzugehen. Aber wer weiß, irgendwann geht es bestimmt wieder in den Big Apple… 🙂

vegan in brooklyn v-spot

Vegan in Brooklyn: V-Spot

vegan in brookylyn v-spot brooklyn brewery

Brooklyn Brewery

brooklyn street art

Brooklyn

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

vegan in München fei scho vegan deklariert

Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? 🙁

vegan in München fei scho glücksrolle

Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

vegan in München fei scho veganes curry

Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

vegan in München fei scho karte

Fei Scho: Vegane Kennzeichnung

Vegan in Thailand | เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

Vegan in Thailand – geht das überhaupt? Mein Herzmann und ich waren bereits zwei Mal in Thailand zusammen – beim ersten Besuch auf Ko Pangan (wo wir einen tollen Kochkurs mit Chef Tommy besucht haben), lebte ich noch als Vegetarier. Ich aß trotzdem mit ziemlichen Gewissensbissen, weil auch die als „vegetarisch“ deklarierten Gerichte in Thailand zu 99 %  Fisch- oder Austernsauce enthalten.  Anders ginge das nicht, hat mir damals auch Chef Tommy erzählt. Bei unserem zweiten Besuch, als ich bereits vegan lebte, wollte ich mich nicht so einfach geschlagen geben und so habe ich mich vor Abflug informiert. Bei Happy Cow fand ich eine Liste mit veganen Restaurants auf Phuket und bei Rika von vegan miam fand ich sehr interessante Berichte über ihren Aufenthalt auf Phuket während des Vegetarian Festivals. Bei Rika las ich auch das erste Mal von เจ (Jay / Jeh).

Vegan in Thailand: เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

„Jeh“ sponsored by Maggi

Wenn man als Vegetarier oder Veganer Urlaub in Thailand macht, sollte man sich an dieses gelb-rote Zeichen halten. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet. Das Essen, das hinter diesem „Jay“ steht, kommt der veganen Ernährung am nächsten, denn es bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch, keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Da das Essen zudem auch noch Körper und Kharma reinigen soll, enthält es auch keinen Knoblauch und keine Zwiebeln.

Diese Ernährungsform stammt von einer östlichen Religion, die wohl schon uralt ist, ab: „Jainismus“. Die Jain-Nonnen und -Mönche folgen fünf großen Gelübden – unter anderen dem Ablassen von Töten und Verletzten von Lebewesen und Pflanzen. Wegen dieses Ideals der Nichtverletzung ernähren sich die Jains ausschließlich pflanzlich. Und auch nur von solchen Pflanzen, die beim Verzehr nicht zerstört werden (wie Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln) – quasi wie Fruktarier. Früher wurde im Jay-Essen wohl viel Öl und Fett verwendet, aber an den Ständen auf Phuket hatte ich nicht den Eindruck. Dafür wird viel „Fake“ („Mockmeat“, also Tofu und Soja) und natürlich auch Obst und Gemüse genutzt – was aber sehr interessant ist.

Jay-Packung

Auch Seegras-Chips werden mit „Jeh“ gekennzeichnet

Nachdem wir ein paar Mal das Zeichen auf unseren Erkundungstouren mit dem Scooter gesehen hatte, sprang es uns anschließend immer wieder ins Auge – und ich war letztendlich überrascht, wie viele solche Jay-Stände existieren. Sie sind aber meist auch plakativ mit dem Jay-Zeichen und eben gelb-roten Plakaten, Wimpeln und Flaggen ausgestattet, so dass sie leicht zu erkennen sind. An solch gekennzeichneten Ständen gibt es dann auch nur Jay- also veganes Essen. Und auch auf Produktpackungen lässt sich das Zeichen finden.

FFür die zauberhafte „V“eltenbummlerin Linda habe ich übrigens einen Gastbeitrag über veganes Essen in Thailand geschrieben. Falls euch jetzt das Fernweh packt, auf Ihrem Blog kann man sich ganz wunderbar inspirieren lassen!

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Eine vegane Garküche – irgendwo auf Phuket

vegan in thailand

Die Küche einer veganen Garküche in Patong

vegan in thailand

„Kleine“ Lunchpause vegan-thai-style

vegan in thailand

Veganer „Fisch“ mit ganz viel Chili…

vegan in thailand

Zur Erfrischung zwischendurch – in einer Garküche an der Ostküste Paukest

vegan in Thailand

Veganes Pad Thai und anschließend der beste Rohkostkuchen im Supernatural auf Phuket

vegan in thailand

Vegane Garküche

vegan in thailand

Auch so kann eine vegane Garküche aussehen…

Einfacher Zucchinihummus *histaminarm*

Zucchinihummus histaminarm

Als ich die Liste an „verbotenen“ Lebensmitteln bei Histaminintoleranz das erste Mal durchgelesen habe, wurde ich echt traurig. Meine Lieblingslebensmittel standen alle auf der roten, also auf der „bösen“ Seite. 🙁 Darunter: Kichererbsen, Tomaten, Avocado… Dazu muss ich gestehen, dass ich fast täglich Hummus verspeist habe. Da hieß es erst einmal ersatzlos gestrichen…

Als ich dann den Zucchinihummus im Dancing Shiva Superfoods in Wien auf der Karte entdeckte und bei Nachfragen herausfand, dass da tatsächlich keine Kichererbsen drin enthalten sind, war ich überglücklich. Und als der Hummus auch noch so sagenhaft lecker schmeckte, war der Gedanke geboren, dass ich den Zucchinihummus Zuhause selbst auch zubereiten müsse.

Gesagt getan und bereits nach zwei Versuchen habe ich ein histaminarmes Rezept für Zucchinihummus für euch – ohne Kichererbsen, ohne Zitrone, ohne Histamin! Aber das Beste an dem Rezept: Es ist so unsagbar einfach und vielseitig einsetzbar – wir haben den Hummus bereits ganz normal auf Brot genossen oder aber auch als histaminarmen Tomatensaucen-Ersatz für die Pizza.

Zucchinihummus histaminarm

Zucchinihummus

Zutaten (für etwa 500g):

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL weißes Tahin
  • 3-4 EL Wasser
  • 3 TL Kumin
  • frischer Koriander (oder 2 TL getrockneter)

Zubereitung: 

Die Zucchini nach dem Waschen in grobe Stücke schneiden, die Knoblauchzehen geschält und gepresst zusammen mit den restlichen Zutaten in einen guten Mixer geben und zu einer homogenen Masse pürieren. Mit frischem Paprika bestreut servieren oder einfach auf Brot oder Pizza genießen…

Dazu passt: Histaminarme Pizza, Histaminarmes schnelles Brot

Histaminarme Pizza mit Kürbis

histaminarme pizza

Eine fantasielose vegetarische Pizza bei einem Italiener war ursprünglich der Auslöser für meinen Blog. Ich liebe Pizza, aber eine histaminarme Pizza? Wer denkt, wenn man sich vegan und histaminarm ernährt, isst nur noch Spaßbefreit, der irrt (das durfte ich zum Glück lernen). Denn wie auch bei der Umstellung von vegetarisch auf vegan bedarf es nur ein bisschen Neuorientierung und Recherche und schon kann das neue kulinarische Gebiet getestet werden. Bei einer Pizza (zumindest so wie ich sie kenne und wahrscheinlich du auch), sind es vor allem zwei Faktoren, die bei einer Histaminintoleranz nicht gehen: Der Hefe-Weizen-Teig und die Tomatensauce. So war es auch bei unserer Pizza – bisher haben wir zwar schon häufiger Dinkelmehl für unseren Pizzateig verwendet, aber durch die Hefe im Teig, ist er bei Histaminintoleranz schon nicht mehr so gut verträglich.

Also wurde schwupsdiewups die Hefe erst durch Backpulver ersetzt und schließlich haben wir das Backtriebmittel gänzlich weggelassen. So besinnt man sich eigentlich auch wieder auf den Pizzaursprung: Mehl, Wasser, Öl, fertig. Und das Resultat: Histaminarmer Pizzateig.

Die Teigfrage ist also einfach gelöst, bei der Tomatensaucenfrage tat ich mich da etwas schwerer. Einfach weglassen? Dann wird die Pizza zu trocken. Aber womit ersetzen? Kürbispüree? Wäre eine Option, aber klingt recht aufwendig für eine schnelle Pizza am Abend (ich werde das trotzdem irgendwann einmal testen!) Letzten Endes haben wir bisher zwei Varianten für uns entdeckt: Den Zucchinihummus und eine Lupinencreme. Die Lupine zählt zwar auch zu den Hülsenfrüchten, aber den Lupinen Aufstrich von Made with Luve vertrage ich in Maßen recht gut – vor allem sind in dem Aufstrich nur 6,6 – 6,8 % Lupineneiweiß enthalten).

Beim weiteren Belag sind (kaum) Grenzen gesetzt: Alles, was histaminarm ist (und uns schmeckt), ist auf der Pizza willkommen: Kürbis, Grünkohl, Karotten, (Frühlings-) Zwiebeln, Paprika, Rosenkohl…

Histaminarme Pizza mit Dinkelteig

  • 375g Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 180ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Öl

Zubereitung

Die Zutaten rasch zu einem Teig verkneten und auf Backpapier ausrollen (die Menge sollte zwei dünne Pizzen ergeben). Anschließend mit Sauce bestreichen, dem gewünschten Belag belegen und im Ofen bei 180°C (Ober- Unterhitze) ca. 15-20 Minuten backen.

Histaminarme Pizzasauce: Lupinencreme

Für die Lupinencreme haben wir einfach den Lupinen Aufstrich Kräuter genommen, eine Knoblauchzehe hinein gepresst und mit etwas warmem Wasser zu einer Creme gerührt – finito!

histaminarme pizza mit lupinencreme

Histaminarme Pizzasauce: Zucchinihummus

Als zweite, sehr Knofilastige Variante haben wir einfach den histaminarmen Zucchinihummus auf die Pizza geschmiert und anschließend belegt. Yummy 🙂

histaminarme pizza mit zucchinihummus

Vegan Fashion in New York | Vaute Couture

vegan fashion vaute couture

Während unseres Besuchs in New York City hatten wir das Glück, direkt zum Eröffnungswochenende des neuen Pop-up-Shops von dem veganen Fashionlabel VAUTE Couture dort zu sein – eine ideale Gelegenheit, sich vegane Mode anzuschauen, bei der Eröffnung dabei zu sein und anschließend nur ein paar Blocks weiter einen weiteren veganen hot spot von Manhattan zu testen: „by CHLOE.“ (ebenfalls nur ein paar Wochen zuvor eröffnet).

Vegan Fashion: VAUTE Couture

vaute couture mäntelVAUTE ist laut eigenen Angaben das erste komplett vegane Modelabel – die erste Linie kam 2009 mit ganz viel Tamtam auf den Markt (ich glaube bleed war etwas früher am Start). VAUTE war jedenfalls das erste vegane Label, das auf der New York Fashion Week auftrat und prompt war der Hype (zum Glück) geboren.

Gegründet wurde das Label von Leanne Mai-ly Hilgart (ursprünglich aus Chicago) – ihr erstes Ziel war es, vegane, warme Mäntel für den kalten Winter in Chicago zu entwerfen, die komplett Tierleidfrei sind (eben auch nicht „nur“ mit fairen Daunen sondern komplett ohne).

Ursprünglich in Brooklyn angesiedelt, eröffnete das vegan fashion-Label im Herbst 2015 einen Pop-Up-Store in Manhattan (250 Mott Street) – und wir hatten das Glück dabei zu sein und die Euphorie mitzuerleben (und es gab leckere vegane cookies). Da wir noch draussen saßen, wurden wir von Hilgart und Partnern gebeten, ein groupy zu machen 🙂 Und schon ein mal vor Ort musste ich natürlich auch etwas kaufen. Die Mäntel sehen zwar echt chic aus, aber waren wir mit 450$ und aufwärts dann doch etwas zu teuer… und so kalt wie in Chicago wird es in Deutschland schon nicht werden, dachte ich mir … (übrigens gibt es aktuell 50% auf alle Mäntel im Onlineshop!) Also wurde es „nur“ ein Statement-Shirt.

Vaute Couture
35 Meadow Street, Suite 101, Brooklyn. Off the Montrose L Stop
WALK-INS: Mondays + Tuesdays + Thursdays from 3pm-6pm. Fridays & Saturdays by appointment only.
www.vautecouture.com

vaute couture opening manhattan street sign

vaute couture opening hilgart

vaute-label-1601

vaute couture eats her veggies shirt

Vegan in Wien | Habe die Ehre!

wiener prater

Ich war noch niemals in Wien und damit lag ich dem Herzmann ziemlich oft in den Ohren. In der Adventszeit überraschte er mich dann mit einem Kurztrip – anstelle des obligatorischen Adventskalenders. Dazu muss ich sagen, dass ich ihm IMMER einen Adventskalender gebastelt habe und von ihm aber nie einen bekam. Um sich für dieses Ungleichgewicht zu revanchieren, hatte er sich den Kurztrip überlegt. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit und wir entflohen dem deutschen Weihnachtsstress, um uns dem wienerischen Weihnachtsmärkten zu widmen und ein entspanntes langes Wochenende dort zu verbringen. Und natürlich haben wir köstlich geschlemmt, denn vegan in Wien ist supereasy. Und das, obwohl ich durch die derzeitige Histaminintoleranz ja doch etwas eingeschränkt bin, was auswärts essen betrifft. Leider hat die Zeit auch nicht gereicht, einige Bloggerfreunde zu treffen, aber da Wien so wundervoll ist, werden wir auf jeden Fall wieder kommen, denn es gibt noch so viele vegane Spots zu entdecken (hoffentlich dann nicht ganz so eingeschränkt)!

Vegan in Wien: yamm!

Gefrühstückt haben wir zwei Mal im Yamm an der Universität. Die haben nämlich ein großes Büffet bei dem man zwischen vegetarischen und veganen Speisen wählen kann. Dazu gibt es auch noch eine Karte mit einer kleinen aber feinen Auswahl. Und auch für den Reiseproviant der Rückfahrt, war das yamm super geeignet. Da alle Zutaten ausgezeichnet werden, konnte ich sogar recht histaminarme Gerichte auswählen.

www.yamm.at

Dancing Shiva Superfoods

In das Dancing Shiva Superfoods sind wir eigentlich zufällig geraten. Wir wollten eigentlich am ersten Abend in die vegane Sushi-Bar gehen, aber die war leider geschlossen. Und auf dem Weg dorthin sind wir an dem rohköstlichen Laden mit Restaurant-Bistro vorbei gegangen. Also ging es dort hinein. Im Dancing Shiva Superfoods kann man sich mit allen möglichen Superfoods eindecken, aber auch sehr lecker vegan (und wer mag auch rohköstlich) speisen.

Als Vorspeise entschieden wir uns für Zucchini-Hummus. Und der war mega. Ich hätte am liebsten noch einen Teller davon gegessen. Dazu gab es rohes Brot, welches auch sehr lecker und schön aromatisch war. Da man in Wien ja Gulasch isst (und Kürbis histaminarm ist), entschied ich mich als Hauptgang für den rohveganen Kürbisgulasch und der Herzmann für Nussbraten an Rotkohl. Mein Gulasch war … mal etwas neues. Den Geschmack (etwas bitter irgendwie) konnte ich irgendwie die ganze Zeit über nicht wirklich in lecker oder nichtsolecker einordnen. Und auch die getrockneten Zwiebeln waren recht viel. Es war auf jeden Fall extrem würzig und aromatisch, aber für mich etwas too much. Der Nussbraten hingegen war wohl überaus lecker und auch die ganze Atmosphäre im Dancing Shiva war überaus angenehm – so macht vegan in Wien Freude!

www.dancingshiva.at

wien dancing shiva superfoods

wien dancing shiva

wien dancing shiva

Hollerei

Da Weihnachten kurz bevor stand, wollten wir natürlich auch ein mal „fein“ essen gehen. Nachdem wir das Schloss Schönbrunn besichtigt hatten, spazierten wir von dort zur Hohlere. Die Hollerei ist kein rein veganes Restaurant, sondern vereint vegan und vegetarisch auf der Karte.

Da wir ziemlich ausgehungert waren von dem langen Spaziergang (und uns stärken wollten für unseren Weg zurück zu unserem wimdu-Apartment), entschieden wir uns für einen gemischten Vorspeisenteller. Wir haben ihn extra als „vegan“ bestellt und ich war zugegebenermaßen dann ganz schön irritiert, als unser Teller kam und ich mich fragte, ob das (vor allem die Quiche) wirklich alles vegan ist… Also beim Kellner nachgefragt. Der versicherte uns erst, dass alles vegan sei, sich aber noch einmal in der Küche erkundigen wollte. Dann kam er ganz aufgeregt zurück und rief fast „nicht die Quiche essen!“. Nun, diese und noch einiges anderes war leider nicht vegan. fail. Da war ich schon etwas enttäuscht und meine Erwartungen an den Hauptgang sanken ziemlich.

Aber ich muss sagen, der Hauptgang – ich hatte veganes Kürbisgulasch mit Knödel bestellt – holte alles wieder raus. Das Gulasch war echt megalecker. Auch der Herzmann war von seinem Gericht (Rotkohl mit Rouladen) ganz angetan, wobei ihm am Schluss dann doch zu viel Rotkohl auf dem Teller war. Alles in allem ist die Hollerei aber ein sehr feines Lokal.

www.hollerei.at

wien hollerei

wien hollerei

wien hollerei

Vegan in Brooklyn | Smorgasburg

smorgasburg prospect park

Natürlich darf bei einem Besuch im Big Apple Brooklyn nicht fehlen – und auch aus veganer Sicht hat das Viertel einiges zu bieten. Ein weiterer Pluspunkt von Brooklyn: Von dort ist es gar nicht mehr weit zum Strand von Coney Island, wo wir uns zwischen russischen Rentnern die Sonne auf’s Haupt haben scheinen lassen. Wir hatten dieses Mal ein Zimmer in Brooklyn gemietet und deswegen verbrachten wir sowieso recht viel Zeit dort. Unser Apartment lag direkt am Prospect Park. Eigentlich hatte ich ja vor, dort laufen zu gehen, aber mein Wadenbeinköpfchen hatte mir ja einen Strich durch die Rechnung gemacht… Nichtsdestotrotz hat der Park ein Wochenendliches Highlight zu bieten: Smorgasburg.

smorgasburg prospect park

Smorgasburg

Ganz viel Rauch, es duftet nach gebratenem, überall schlemmen Menschen auf Decken und an Picknick-Tischen: Das ist Smorgasburg, ein „Flea Food Market“ (Essens-Flohmarkt), der jedes Wochenende stattfindet. Im Sommer 2015 fand man diesen Fressmarkt Samstags in Williamsburg und Sonntags im Prospect Park. Ich hatte vorher recherchiert, dass die beste vegane Eisdiele New Yorks – Alchemy Creamery – dort einen Stand hat. Also stand der Fressmarkt natürlich auf unserer to-visit-Liste.

Als wir vor Ort ankamen war ich von der Menschenmasse überrascht. Es war Sonntag Nachmittag und die Rasenfläche im Schatten in der Mitte der Fressstände war total besetzt. Von jedem zweiten Essensstand zog Rauch auf – hier wurde Gemüse gebraten, an mehreren Ständen gab es natürlich die besten Burger der Stadt und überall gab es natürlich auch was zu Trinken. Alles Local und Organic. Inmitten der Stände fanden wir dann auch den Eisstand von Alchemy Creamery und mussten das natürlich auch verkosten.

 

smorgasburg prospect park

alchemy creamery

smorgasburg prospect park

Pasta mit „Käsesauce“ aka. vegan mac and cheese

Vegan Mac and Cheese mit Blumenkohl

Wer kennt es nicht, das amerikanische Mac’n’Cheese? Ein Kindertraum in Pastaform. Eine schnelle Fastfood-Variante, mit der Kinder leicht und schnell satt und glücklich gemacht werden. Allerdings ist die Käsevariante natürlich auch ganz schön mächtig und leider auch komplett unvegan. Weil ich aber Appetit auf dieses Soulfood hatte, musste eine vegane Variante her – am besten auch noch Histaminarm, also ohne Nüsse und ohne Hefe.

Als Grundlage dieser veganen „Käse‘-Sauce bildet deswegen Blumenkohl – zusammen mit einer Karotte püriert ergibt die Masse schon einmal eine käsige Farbe. Juchu! Das ganze dann noch richtig würzen (wer mag, kann dies gern mit Hefeflocken, Misopaste oder Rauchsalz tun) und schon ist die vegane Käsesauce völlig nussfrei fertig. Die passenden Nudeln waren mit den neuen Hanf-Nudeln schnell gefunden. Damit es für die Geschmacksknospen aber nicht zu langweilig wird (schließlich wollen wir nicht nur Babybreimässig essen), werden unsere Mac and Cheese mit knusprigen Grünkohlchips kombiniert.

Die Zubereitung ist auch insgesamt recht simpel: Erst den Blumenkohl garen und parallel den Grünkohl im Ofen zu Chips backen lassen. Dann den Blumenkohl pürieren und würzen und gleichzeitig die Pasta kochen. Voilá – genau das richtige Mahl, wenn denn dann endlich der Winter kommt…

Blumenkohl und Grünkohl

Pasta mit Käsesauce und Grünkohlchips aka. vegan Mac and Cheese
Zutaten (für 2 Hungrige)

  • 1 Blumenkohl-Kopf (gewürfelt)
  • 1 Karotte (geschält und in Scheiben geschnitten)
  • 4-5 Grünkohl-Blätter, gewaschen und vom Stiel befreit
  • 3 EL Olivenöl (für den Grünkohl)
  • 1 TL Rauchsalz
  • 1/2 TL Paprika
  • Öl für die Sauce (ca. 5-6 EL)
  • 1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und Pfeffer
  • 200g Pasta (Histaminarm z.B. Hanfpasta oder Dinkelvollkornpasta)

Zubereitung

  1. Blumenkohl und Karotte in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Anschließend abgießen (das Kochwasser vom Gemüse auffangen) und beiseite stellen.
  2. Den Ofen auf 130°C (Umluft) vorheizen. In der Zwischenzeit 3 EL Öl, Rauchsalz und Paprikapulver in einer Schüssel verrühren und den geputzten Grünkohl damit vermengen. Den marinierten Grünkohl auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen und im Ofen für 30-40 Minuten backen. Ab und an die Ofentür öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
  3. In einem großen Topf etwas Öl erhitzen und darin die gehackte Zwiebel und Knoblauch kurz andünsten, dann das gekochte Gemüse dazu tun und ebenfalls etwas anrösten. Dann etwas Gemüsehochwasser dazugeben und die Menge pürieren. Olivenöl hinzugeben – ca. 5-6 EL bzw. nach Belieben. Die Masse mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat kräftig würzen. Wer keine Histaminintoleranz hat, kann hier auch gern 1-2 EL helle Misopaste hinzugeben.
  4. Parallel dazu die gewünschte Pasta nach Packungsleitung kochen.
  5. Die frisch abgegossene Pasta in den Topf mit der Käsesauce geben und alles verrühren. Nach Belieben ggf. noch etwas Öl oder Kochwasser hinzugeben. Die „Käse“-Pasta in tiefen Tellern, mit etwas Paprika bestreuet und den Grünkohl-Chips darauf angerichtet servieren.