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Vegan in Paris – mit Baby

Vegan in Paris - Louvre

Nun sind wir also unterwegs. Acht Wochen haben wir (vielmehr der Herzmann, weil ich ja Elternzeit habe) uns Zeit genommen. Zeit, um als Familie zusammen zu wachsen. Zeit, unseren Nachwuchs ganz intensiv kennenzulernen (vor allem der Papa) und Zeit, gemeinsam den Weg in ihre Beikost zu starten (das wird aber ein anderer Beitrag). Anderthalb Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon einiges gesehen und gemeinsam erlebt.
Den Startschuss machte eine wunderschöne, entspannte Hochzeit in einem kleinen Dorf südlich von Berlin (das Haus am Bauernsee ist eine absolute Empfehlung für feiern!). Von dort ging es für zwei Tage ins Ruhrgebiet, wo wir Essen vegan kulinarisch näher kennenlernten (auch dazu folgt ein anderer Beitrag irgendwann…).
Und dann ging es für drei Tage nach Paris. Vegan in Paris? Mit sechs Monate altem Baby? Ja, das geht. Und zwar ganz wunderbar, wie ich erleichtert feststellte 🙂
Vorher war ich wirklich nervös. Wie würde es in Paris sein? Wie voll wird es dort? Und dann hat Paris ja leider schon einige Anschläge erleben müssen. Aber es leben ja dort auch Menschen. Menschen mit Familie und Babys, dachte ich mir. Unsere kleine Airbnb-Wohnung war etwas außerhalb, aber mit der nahe gelegenen Ubahn waren wir ruckzuck in der Innenstadt. Ich habe vorher viel recherchiert, wie das mit Baby funktionieren kann. Und natürlich Reiseführer gekauft (zB: MARCO POLO Reiseführer Paris). Überall steht ja, dass die Ubahn keine Rolltreppen haben und alles sehr eng ist, also dass man am besten nen kleinen, leichten Buggy nutzen sollt. Da wir Little M sowieso nur tragen, war das für uns kein Problem. So erkundschafteten wir die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und der Herzmann trug den Nachwuchs die gesamte Zeit, so dass sie sich immer zurück ziehen oder auch schlafen konnte, aber auch aus der Trage heraus gucken und alles beobachten wenn sie wollte. Mit der Trage waren wir irgendwie echt Exoten unterwegs. Wir hatten die manduca Babytrage und die Ruckeli Babytrage dabei. Während man in Deutschland mittlerweile immer wieder Babys im Tuch oder einer Trage sieht, habe ich in Paris nur ein einziges anderes Baby gesehen. An unserem ersten Abend in Paris stieß ich auf diesen Artikel über die (für mich) erschütternden Erziehungsmassnahmen der Französinnen: Mütterlichkeit auf Französisch. Der erklärt vielleicht die wenigen getragenen Babys…
Drei Tage sind viel Zeit für Paris, finde ich. Wir konnten shoppen, sightseeing machen, aber auch gemütliche Runden in Parks drehen, picknicken und lecker vegan essen gehen. Und mit Little M in der Trage war auch alles gangbar. Ich habe sie in schattigen Parkplätzen gestillt, sie wurde in einer Ecke des Innenhofs im Louvre gewickelt und schlief recht viel. Riesige Menschenmassen, laute Straßen und lange Schlangen haben wir aber auch gemieden. Und bei der Essenswahl haben wir einerseits auf unseren Appetit gehört und andererseits geschaut, ein wir unseren Nachwuchs gut mitnehmen und idealer weise auch hinlegen können.

Vegan in Paris

Comptoir Veggie
Den Anfang machten wir mit einem Frühstück im neuen veganen Café Comptoir Veggie. Der Herzmann genoss Müsli und Kaffee und ich eine Açai-Bowl mit frischem Saft. Beides sehr sättigend und nicht zu schwer – genau das richtige für einen langen Tag Sightseeing.

Açai-Bowl

Açai-Bowl

Super Vegan
Nach etwa 16km Sightseeing quer durch die Straßen von Paris waren wir echt hungrig und brauchten ganz viele Kohlenhydrate. Uns zog er zum Super Vegan und verschlangen dort Döner mit Seitan (er) und Burrito mit Soja (ich) nebst herrlich fettigen, heißen Pommes. Für den Moment war es genau das richtige, aber anschließend sagten wir uns, dass wir uns ab jetzt eher gesund ernähren wollen 😉

Burrito mit Frites

Café Ginger
Und so ging es am nächsten Tag zum lunch ins Café Ginger. Herrlich süß und mit einer gemütlichen Bank auf die wir Little M ablegen konnten bis sie mitessen wollte. Der Herzmann genoss die Plate du joir mit Lasagne und ich mit Sommerrollen. Diese waren frisch und lecker gefüllt mit Nudeln, Mango, Koriander und Minze. Als Nachtisch gönnte ich mir das Trio aus Keks, Mousse au Chocolat und Cashewcreme und der Herzmann genoss ein Stück saftigen Schokokuchen mit Ingwer.

Primeur Cantine
An unserem letzten Tag machten wir uns auf ins Viertel Belleville, um dort im Primeur Cantine Mittag zu essen. Vorweg teilten wir uns göttlichen Hummus und als Hauptgang hatte ich eine sehr leckere Lasagne (die fast so gut wie die eigene war) mit Salat, während der Herzmann die Plate du Jour bestellte. Als wir beide noch Rhabarber Crumble als Dessert bestellten war der Kellner etwas überrascht – die Franzosen scheinen weniger zu essen als wir 😀

  • Vegan in Paris

Alles in allem war Paris toll – die Stadt fühlt sich an wie New York. Nur eben auf französisch. Vegan in Paris wird viel geboten. Viele Locations die ich gern besucht hätte, waren laut Happy Cow aber „temporarily closed“ – wahrscheinlich wegen der Sommerferien.

Veganer Käse im Test: Happy Cheeze

veganer käse im test happy cheeze

Zum Ende meiner Schwangerschaft erhielt ich das Angebot, die neuen Cashew-Zubereitungen von Happy Cheeze zu testen. Veganen Käse testen? Da bin ich doch immer sehr gern dabei! Da ich vor meiner veganen Zeit sehr gerne Camembert aß, war dies natürlich sehr verlockend und so erhielt ich ein tolles Produktpaket, bestehend aus der Camembert-Alternative Happy White, dem gereiften „Käse“ Chorizo, den Frischkäsen Bärlauch und Spirulina-Chili, gegangen Parmesan sowie zwei Kuchen im Glas und Buddamilch. Hier meine Favoriten:

Veganer Käse im Test – Happy Cheeze

Als erstes habe ich die veganen Frischkäse-Alternativen getestet. Hier hab ich die Sorten Bärlauch und Spirulina-Chili erhalten. Zuerst habe ich Bärlauch getestet und ich muss sagen, dass ich begeistert war! Es war samtig-frisch-cremig, fast wie Kräuterquark und geschmacklich auch sehr fein. Ich muss zugeben, dass ich mich an Spirulina-Chili danach erst sehr spät wagte. Das liegt allerdings nur daran, dass die Creme blau und damit doch recht gewöhnungsbedürftig aussieht und ich irgendwie mit blauem Essen scheinbar nichts gutes verbinde (vielleicht mag ich keine Schlümpfe essen?!). Ich würde im Laden auch immer wieder zu Bärlauch greifen und eher nicht zu Spirulina-Chili. Aber: Nur aufgrund der Farbe. Auch hier überzeugte die Frischkäse-Alternative mit einer feinen, würzigen und leicht scharfen Note.

Auf den Test des „Happy White“ – die vegane Camembert-Alternative, musste ich dann doch recht lange warten, da man als Schwangere keine Schimmelkulturen essen sollte. Als es dann nach der Geburt endlich soweit war, war ich natürlich ganz gespannt. Denn die lediglich vier Zutaten des „Happy White“ lassen auf ein hochwertiges Produkt, ohne viele Zusatzstoffe schließen: Cashews, Wasser, Salz und Fermentations- bzw. Edelschimmelkulturen. That’s it. Und geschmacklich reicht das vollkommen aus. Der Happy White sieht zwar etwas dunkler aus, als das Original und ist ein kleines bisschen weniger cremig, aber dennoch schön würzig und er hat eben diesen typischen Camembert-Geschmack. Für mich definitiv beide Daumen hoch!

veganer käse im test happy white

Die würzige, vegane Parmesan-Alternative im Glas war ebenfalls ein absolutes Highlight. Wir haben den Parmesan auf fast alles gemacht, Salate, Aufläufe und natürlich Pasta. Erst mit diesem Parmesan habe ich bemerkt, wie sehr man manche Sachen dann doch vermissen kann…

veganer käse im test pasta

Beim gereiften Chorizo muss ich sagen, dass ich zunächst von etwas ganz anderem ausgegangen bin – ich dachte, dabei handelt es sich auch um eine Camembert-Alternative. Aber das soll es gar nicht sein. Entsprechend war ich von der Konsistenz (streichfähig) und der Verpackung etwas überrascht. Nichtsdestotrotz überraschte mich dann dafür wieder der Geschmack sehr positiv – schön rauchig-würzig und minimal scharf.

veganer käse im test chorizo

Auch die beiden Kuchen im Glas waren extrem lecker und haben mir an einigen Tagen das Leben gerettet (ich sag nur Schwangerschaftsgelüste…). Die Kuchen sind dabei so reichhaltig, dass ich teilweise vier Tage an so einem Glas aß… 🙂

Die Produkte von Happy Cheeze kann man derzeit vor allem in ihrem Onlineshop kaufen. Einige Produkte gibt es aber auch bei alles-vegetarisch.de. Sie sind zwar nicht ganz günstig, aber es ist alles Bio und vor allem sind die Produkte aus guten Zutaten ohne viel Schnickschnack oder gar Zusatzstoffe.

*Die Produkte von Happy Cheeze wurden mir freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und Bewertung über die Produkte wurde dadurch nicht beeinflusst. 

Vegane Zimtschnecken – nur 8 Zutaten!

Vegane Zimtschnecken

Zur Zeit könnte ich fast täglich vegane Zimtschnecken essen. Ich weiß gar nicht, woher das kommt, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich früher Zimtschnecken besonders gern mochte… Jedenfalls hab ich nach einem einfachen veganen Rezept gesucht und bin auf dem amerikanischem Blog minimalistbaker fündig geworden – ein Rezept mit nur 7 Zutaten! Halleluja! Die Zubereitung ist durch den Hefeteig (gehen lassen etc.) natürlich etwas zeitaufwendiger, aber immer noch im Rahmen. Ich hatte lediglich mit dem Rollen und Anrichten der Zimtschnecken zu kämpfen – da muss auf jeden Fall noch Übung ran!

Vegane Zimtschnecken

Zutaten (für 10 Stück)

  • 1 cup Reismilch (ca. 240ml)
  • 3 EL + 2 EL Alsan
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 3 cups Mehl (ca. 360g)
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1,5 TL Zimt
  • 1/4 cup (ca. 30g) + 1 EL (gestrichen) Zucker
  • Apfelmus
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

In einem kleinen Topf die Reismilch erwärmen und 3 EL Alsan darin auflösen – aber nicht kochen lassen! Wenn die Butter aufgelöst ist, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend in eine Rührschüssel geben und die Trockenhefe unterrühren. Diese Mischung 10 Minuten reagieren lassen und dann 1 EL Zucker und Salz unterrühren. Nach und nach das Mehl unterrühren (mit dem Knethacken eines Handrührgeräts). Der Teig wird sehr klebrig, aber er ist fertig, wenn er sich von selbst von der Schüsselinnenseite löst. Mit einem Tuch oder Deckel gut abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen (er vergrößert sich etwa auf die doppelte Menge). In der Zwischenzeit Zimt und restlichen Zucker mischen (wer mag kann die Zimtmenge auch noch reduzieren oder erhöhen – ganz nach Gusto) und eine Kuchenform mit Backpapier auslegen (oder einfetten).

Auf einem Stück Backpapier (am besten auch noch bemehlt) den Teig zu einem dünnen Rechteck ausrollen, mit Apfelmus bestreichen und darauf die Zimt-Zucker-Mischung verteilen. Den Teig von der Längsseite her mit Hilfe des Backpapiers aufrollen, in Scheiben schneiden und in die Kuchenform setzen. Die 2 EL Butter schmelzen und über die Zimtschnecken streichen. Anschließend die Form abdecken, auf den Ofen stellen und diesen auf 175°C starten. Bis der Ofen auf Temperatur ist, gehen die Zimtschnecken noch etwas. Wenn die Temperatur erreicht ist, die Form in den Ofen geben und für 25-30 Minuten backen. Anschließend gern warm servieren und vorher mit Puderzucker bestreuen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta hat viele Vorteile: Es geht schnell, die Sauce wird immer schön sämig und man braucht nur einen Topf – ergo muss man auch nur einen Topf spülen 😉 Diese thailändische Variante ist gefüllt mit Reisnudeln, Kokosmilch und Gemüse. Inspiriert dazu hat mich ein Bild auf instagram von vegangreatlife. Und da wir Kokosmilch (für Thaicurry), Reisnudeln (für Pad Thai) und verschiedenstes Gemüse sowieso immer vorrätig haben, konnte ich schwupsdiwups eine thailändische Onepotpasta mit Reisnudeln kochen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Zutaten (für 2 Hungrige)

  • 200g Reisnudeln
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 TL Misopaste
  • 1cm frischer Inger, gerieben
  • Gemüse nach Belieben, z.B. Kaiserschotten, Karotten, Zucchini, Lauch, Kichererbsen (das gab es bei uns)
  • Cashewnüsse
  • etwas Chili

Zubereitung

Das Gemüse klein schneiden. Etwas Öl in einem Topf kurz erhitzen und das Gemüse kurz anschmoren. Dann die Kokosmilch dazu und die gleiche Menge an Wasser ebenfalls dazu geben. Misopaste und den geriebenen Ingwer unterrühren und alles aufkochen lassen. Dann Hitze runter drehen, Reisnudeln hinzufügen und (je nach Reisnudelart, ob dick oder dünn) 7-10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Cashews grob hacken. Wenn die Reisnudeln gar sind, alles auf Schüsseln verteilen, mit Cashews und Chili bestreuen und servieren. Dazu passt auch frischer Koriander  den hatten wir nur leider nicht im Haus 🙂

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Veganer Christstollen

Die Weihnachtszeit steht kurz bevor und in den Supermärkten stapeln sich bereits Lebkuchen, Spekulatius & Co. Weihnachten, da werden Kindheitserinnerungen wach. Eine davon ist der Christstollen von meiner Oma – selbst gebacken nach altem, geheimen Familienrezept. Ich darf mich ganz geehrt seit einigen Jahren stolzer Besitzer dieses alten Familienrezeptes nennen, allerdings bringt es mir nicht viel, da es nicht wirklich vegan ist und sehr schwer zu veganisieren (ich sage nur Schweineschmalz in Massen…). Aber irgendwann werde ich das Rezept in Angriff nehmen und in einen veganen Christstollen umwandeln.

Für diese Weihnachtssaison habe ich mir aber erst einmal wieder ein bewährtes Rezept für einen veganen Christstollen (ohne Rosinen und ohne Orangeat – wer mag das überhaupt?!) vorgenommen, denn dieser hat den Großeltern-Test bereits bestanden 🙂

Wenn du jetzt denkst „oh je, ein Stollen ist bestimmt aufwendig“ – da gebe ich dir teilweise recht.

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Zutaten für 2 kleine Stollen:

  • 750g Dinkelmehl
  • 600g vegane Magarine (z.B. Alsan) (300g davon zerlassen)
  • 220ml Reisdrink (oder eine andere Milchalternative)
  • 120g Puderzucker
  • 60g Hefe
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1/2 TL Kardamon
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 150g getrocknete Sauerkirschen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 100g getrocknete Aprikosen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 80g Datteln, gehackt
  • 100g ganze Nüsse, z.B. Mandeln, Haselnüsse, Cashews…
  • Bei Bedarf: Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Reisdrink etwas anwärmen und dann die Hefe darin auflösen und an einem warmen Ort ca. 10-15 Minuten gehen lassen (Achtung: kein zu kleines Gefäß nehmen – die Hefe kann ganz schön aufsteigen!). Anschließend Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben. 300g zimmerwarme Magarine (nicht die zerlassene), Sirup, Kardamon, Zitronenabrieb, Salz und die Hefe dazu geben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Danach etwa 10 Minuten weiter kneten (wer eine Küchenmaschine hat, kann die hier sehr gut nutzen, ansonsten ist es ein gutes Armmuskel-Training).

Wenn der Teig schön geschmeidig ist, die Nüsse und das klein gehackte Trockenobst unterheben. Den Teig dann halbieren und jeweils rechteckig ausrollen (am besten bereits auf dem Backpapier, da der Teig sehr klebrig ist. Der Teig sollte ausgerollt etwa 2-3 cm hoch sein). Mit etwas zerlassener Magarine bestreichen und ein Drittel des Teiges längs über den Rest einklappen und mit den Händen formen, bis er die gewünschte Form hat. Den Teig dann mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 170°C (Ober- Unterhitze) vorheizen. Die Teige wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und anschließend im Ofen etwa 45 Minuten backen. Anschließend kurz abkühlen lassen. Bei Bedarf dann wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und mit reichlich Puderzucker bestäuben. Fertig ist der vegane Christstollen – ganz ohne Rosinen 🙂

Best Cake ever: Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb *Rezept*

schoko-avocado-torteAm Wochenende waren wir (unter anderem) auf einer Sommergeburtstagsfeier auf dem bayerischen Lande zu Gast. Da jeder etwas mitbringen durfte, haben wir für veganen Kuchen gesorgt und (mittlerweile unser Steckenpferd), die vegane, ultramegageile Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb fix am Samstag gebacken. Da die Torte so bombastisch ankam und ich mehrfach um das Rezept gebeten wurde, ist mir aufgefallen, dass ich es hier auch noch nie veröffentlicht habe.

Also hier kommt es: Mein / unser aktueller Lieblingskuchen, supersaftigschokoladiggeil. Aber Achtung: Davon schafft man kein großes Stück und es hat totalen Suchtfaktor 😉 Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus – ist es aber nicht – versprochen!

Ach so, wer lieber erst einmal nur ein Stück davon probieren möchte – es gibt den Kuchen immer mal wieder im Tushita Teehaus.

Ach sooo die Zweite: Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt (Meine vegane Küche) lohnt sich nicht nur wegen diesem genialen Kuchenrezept zu kaufen! 😉

Schoko-Avocado-Torte

Mürbeteig
Zutaten:
– 250 g Dinkelmehl Type 630
– 30 g Kakaopulver
– 125 g pflanzliche Margarine
– 100 g Rohrohrzucker
– Margarine zum Einfetten der Form
– 1 kg getrocknete Bohnen zum Blindbacken (bei Bedarf – wir stellen immer einfach eine umgedrehte Keramikschüssel auf den Kuchenboden)

Zubereitung: Alle Teigzutaten mit einem Knethaken zu einem festen, krümeligen Teig vermengen. Eine Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Zuerst den Rand, dann den Boden andrücken, aber nicht zu fest, damit sich der Tortenboden nach dem Backen gut aus der Form löst. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen zum Blindbacken beschweren, damit die Teigränder beim Backen nicht herunterrutschen. Im Backofen bei 160 Grad 30 Minuten backen. Herausnehmen und dem Rand entlang von der Form lösen, den Springform-Rand lösen und leicht anheben, den Formboden entfernen und den Ring wieder schließen. Den Ring bis nach dem Auftragen der Cremes nicht entfernen. Den Tortenboden auskühlen lassen.

Avocadocreme:
Zutaten:
– 3 reife Avocados
– Saft von 1 Zitrone
– 4 EL Rohrohrzucker
– 6 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl
– 3 gestrichene TL Johannisbrotkernmehrl

Zubereitung: Die Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Avocadofleisch mit Zitronensaft, Zucker, Öl und Johannisbrotkernmehl mischen und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Creme pürieren.

Schokocreme:
Zutaten:
– 200 g Zartbitterkuvertüre
– 100 ml Sojamilch Vanille (wir nutzen meist 150-200 ml damit die Schokocreme schön cremig bleibt)
– 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung: Die Kuvertüre im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu heiß wird! Denn sonst trennt sich das Fett von der Schoki und das Ganze wird gar nicht mehr schön… Mit Sojamilch und Johannisbrotkernmehl zu einer feinen Creme pürieren mit einem Schneebesen verrühren.
Fertigstellung: Die Avocadocreme gleichmäßig auf dem Tortenboden verteilen und mit der Schoko-Creme übergießen, sodass keine Avocadocreme mehr zu sehen ist (sie wird sonst sehr schnell braun). Den Kuchen vor dem Servieren eine gute Stunde kalt stellen.

Das Rezept stammt aus dem geilen Kochbuch »Meine vegane Küche«, Surdham Göb, AT Verlag, 192 Seiten, € 19,90 (D).

Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo

sandwich vegan

Bei diesem Schietwetter draussen, hab ich wieder Lust auf winterliche Gerichte – geht es dir genauso? Vor kurzem habe ich erst das vegane Wintersandwich mit Süßkartoffelpommes und Zimt-Chili-Mayo von Sebastian Copien ausprobiert. Und das, obwohl eine sehr liebe Freundin von mir schon seit langem von diesem Sandwich schwärmte. Irgendwie erschien es mir zunächst einfach zu aufwendig: Erst Süßkartoffelpommes machen, dann eine Mayo und dazu noch Brot? Dazu war ich irgendwie zu faul. Aber dabei ist es gar nicht so aufwendig, wie ich jetzt feststellen durfte! Die Süßkartoffelpommes braten sich im Ofen von allein. Die Mayo ist ratzefix mit einem Mixer gemixt und Brot haben wir gekauftes genommen. Die Mayo ist so unglaublich lecker, so dass wir sie auch als Grundlagensauce auf einer Pizza verwendet haben. Und das beste an dem Sandwich: Ich darf dir das Rezept verraten!

wintersandwich-2Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo aus „Die vegane Kochschule“

Für die Zimt-Chili-Mayo

  • 120 g Cashewkerne
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 TL weißer Balsamicoessig
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 gute Prise Kala Namak
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 100 ml Sonnenblumenöl, gekühlt
  • 100 ml Mandelmilch, gekühlt
  • 1 gute Prise weißer Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL Chilipulver

Für den Belag (für 4-5 Portionen)

  • 450 g Weißkraut, fein gehobelt
  • 150 ml Cashewsahne (wir haben Reiscuisine verwendet)
  • 1 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 TL Condimento bianco
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 kg Süßkartoffeln geschält
  • 7 EL Bratöl
  • geräuchertes Paprikapulver
  • 400 g Austernpilze
  • Ketchup
  • 50 g Feldsalat, gut gewaschen
  • 1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • pro Sandwich 2 Scheiben (Toast-)Brot (wir haben Dinkelbrot verwendet)

Zubereitung

Für die Mayonnaise alle Zutaten im Mixer zu einer glatten Creme verarbeiten und diese im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. (Wer keinen Mixer hat kann die Cashewkerne über Nacht in Wasser einweichen lassen und dann mit dem Pürierstab zu Mayo verarbeiten.)

Für den Belag das gehobelte Weißkraut, die Cashewsahne, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Condimento Bianco und den Koriander gründlich vermengen und die Mischung ziehen lassen.

Die Süßkartoffeln in Pommesartige Stifte schneiden. 4 EL Bratöl mit Paprikapulver verdrehen und die Süßkartoffelstocks mit der Mischung vermengen. Im Ofen bei 220°C (Umluft) 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne das restliche Bratöl erhitzen und die Pilze darin knusprig braten. Pilze und Süßkartoffelpommes leicht salzen.

Die Brotscheiben toasten. Jede Scheibe mit Ketchup, Mayo bestreichen. Je eine Scheibe mit Feldsalat, Pommes, Krautsalat, Pilzen und Zwiebeln belegen, dann die obere Scheibe auflegen und versuchen beim Essen nicht zu kleckern 😉

die vegane Kochschule Sebastian copienDas Rezept stammt aus dem Buch
Die vegane Kochschule
Küchenpraxis | Warenkunde | 200 Rezepte
Von Sebastian Copien
Hier zu bestellen (29,99 Euro)

Vegan in Vancouver | Heirloom

vegan in vancoucer heirloom

Da wir heute #throwbacktuesday haben und ich gerade in Erinnerungen an Kanada schwelge, möchte ich dir den weltallerbesten Caesar Salad – natürlich vegan – vorstellen. Den aß ich zufälliger weise im Heirloom Restaurant in Vancouver. Da sind wir mehr oder weniger „notgedrungen“ eingekehrt, weil wir nach einer Wanderung bei Nieselregen ziellos durch die Gegend fuhren und dann von einer Sekunde auf die nächste sooo einen Hunger hatten, dass wir sofort etwas essen mussten. Das Heirloom war das am nächsten gelegene vegane Restaurant und so kamen wir in den Genuss des Caesar Salads und auch unseren allerersten frittierten Avocados…

Das Heirloom Restaurant liegt im Stadtteil Kitsilano. Es ist ein stylisches, vegetarisch-veganes Restaurant mit hoher Decke und angenehmer Atmosphäre. Bei unserem ersten Besuch waren wir in nasser Regenkleidung dort – das hat uns aber trotz dem zunächst noblen Ambiente, niemand übel genommen 😉 Wir entschieden uns, die Avocado Frites (frittierte Avocadospalten mit cremiger Koriander-Sauce) als Vorspeise zu teilen. Das war der H-A-M-M-E-R. Während der Herzmann im Anschluss einen Burger mit Süßkartoffelpommes genoss, verlor ich mein Herz an einen Klassiker -– den Heirloom Kale Caesar. Ein MEGA leckerer, knackiger Salat aus Grünkohl (da ist das Trendgemüse wieder), Romana-salat, hausgemachten Maisbrotcroutons, Cashew Parmesan, Caesar Dressing und Rote Bete Chips sowie knusprigen Kapern. Kapern? Ja wohl. Ich hasse ja eigentlich Kapern – aber diese frittierten Kapern haben mir tatsächlich geschmeckt! In diesen Salat hätte ich mich reinlegen können…  Genau deswegen besuchten wir das Heirloom auch ein zweites Mal – natürlich wieder mit den Avocado Frites, dem Kale Caesar für mich und der Herzmann bestellte sich ein Beet Avo Sandwich mit Rote Bete Chips, Avocado, Sprossen, Tomate, Knoblauch auf Vollkornbrot.

Hach, wer fährt jetzt mit mir dorthin oder kann mir hier einen solchen Caesar Salad machen?

vegan in vancouver heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Kale Caesar

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Avocado Frites

Veganer Käse darf kein Käse sein

veganer käse

„So ein Käse“ dachte ich mir, als ich erstmals überhaupt von der Klage zu veganem Käse las. Da fühlt sich wohl jemand ziemlich bedrängt durch die vielen neuen (leckeren) veganen Produkte… Ist es wirklich notwendig, dass für solche Streitigkeiten Geld investiert wird? Jetzt mal ehrlich…

Jetzt darf veganer Käse also nicht mehr Käse heißen. Warum eigentlich? „Wo Käse drauf steht muss Milch tierischen Ursprungs drin sein“ – was ist mit dem ganzen analog Käse der auf Billigpizza drauf ist? Heißt der jetzt auch nicht mehr Käse? Und heißen die Schweineohren beim Bäcker künftig auch anders? Und warum soll Käse überhaupt Käse heißen, aber andere Sachen dürfen so heißen wie man möchte? Wenn alles so hieße, wie, was drin ist, dann sollten Gummibärchen auch Schweinehautknochenbärchen heißen müssen, finde ich. So.

Und warum klagte der Käseverband? Weil er der Verbraucher schützen möchte, damit der nicht aus versehen ein veganes Produkt kauft… oh oh … das ist ja auch so gefährlich… Also wenn ihr mich fragt – ich finde, dass ist alles Käse… pardon alles Quark… ach mist… na mir ist es eigentlich Wurst, wie ein veganes Produkt genannt wird, so lange es gut schmeckt und gut (sprich: ökologisch) hergestellt wird. Ich sage jetzt einfach immer Chäse 😉 Diese ganze Klage ist einfach nur lächerlich. Da gibt es echt wichtigeres… oder wie siehst du das?

Vegan in Vancouver | Meet on Main

vegan in vancouver meet on main

Unsere Reise brachte uns letzten Herbst zum Abschluss auch nach Vancouver. Vegan in Vancouver geht total easypeasy. Dank Instagram und Google war meine Liste an „to-visit“-Lokalen ziemlich lang und die Entscheidung für oder gegen ein Lokal fiel entsprechend schwer. Aber das Meet on Main wurde uns wärmstens von einem anderen Restaurant empfohlen und das imponierte mir ganz schön, ehrlich gesagt. Immer noch auf der Suche nach den perfekten Mac’n’Cheese fand ich sie dort. Dummer weise hatte nicht ich sie bestellt, sondern mein Herzmann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich auf Grünkohl fokussiert und bestellte entsprechend Grünkohlsalat mit „Kokos-Schinken“, so dass ich endneidisch war auf seine Speise…

vegan in vancouver meet on main

Links: Die leckersten veganen Mac’n’Cheese (meiner Meinung nach) in Nordamerika; Rechts: Organic Kale & Romaine Cesear

vegan in vancouver meet on main

Meet on Main: Hocus Pocus im Hintergrund und Caesar Salat vorn

Wiederholungstäter

Das Lokal ist entspannt eingerichtet und lädt zum Leute-begucken ein 🙂 Entsprechend besuchten wir das Lokal ein zweites Mal vor unserer Heimreise. Beim zweiten Besuch bestellten wir „Hocus Pocus“ (megaleckere frittierte Zwiebelringe) als Vorspeise zum Teilen. Leider hatten wir es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht kapiert, dass man etwas expliziert als Vorspeise bestellen und dazu sagen muss, dann man den Hauptgang DANACH serviert bekommen möchte. Und so hatten wir dann wieder ein Foodfest auf unserem kleinen Tisch…Die Zwiebelringe waren nichtsdestotrotz köstlich und wir leckten uns die Finger danach…
Ich selbst hatte mich für das Tagesgericht – Caesar Salad, da ich zwischenzeitlich „dank“ eines Besuchs im Heirloom süchtig nach dem Caesar Salat war… – entschieden und der Herzmann genoss einen Sunshine Salad (Mögt ihr es eigentlich auch nicht, wenn euer männlicher Begleiter „nur“ einen Salat bestellt???).

Meet on Main
4288 Main Street between 27th & 28th
www.meetonmain.com

Vegan in Vancouver Meet on Main

Meet on Main: auch stylisch von aussen

vegan in vancouver meet on main menu

Meet on Main: (fast) Alles auf der Karte ist vegan – jippie