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Lauftagebuch | Trainingsplan 10km, Woche 3+4

Laufen im Sommerurlaub

Das waren mal zwei Trainingswochen! Unterschiedlich wie Tag und Nacht. Den Anfang der dritten Woche habe ich irgendwie versäumt, da wir in den Urlaub gefahren sind. Macht nichts, dachte ich mir, läufste halt ein paar Mal direkt hintereinander am Strand entlang. Von wegen! Direkt nach dem ersten Lauf trat ich in eine Wespe (autsch) und damit war der Rest der Woche gestrichen. Aber ich habe sie einfach gedanklich abgehakt und eine liebe Freundin, die auch die 10 km beim München Marathon laufen möchte, ermunterte mich, die Woche als Regeneration anzusehen (was nach dem letzten 3 km-Lauf ja auch dringend benötigt war… hehe).
Nun, voller Elan ging es dann in Trainingswoche vier. Und was soll ich sagen – es lief sich einfach super! Trotz hoher Temperaturen (24-27°C im Schatten) und asphaltierter Strecke fühlte ich mich prima beim Laufen.

Lauftagebuch Trainingswoche 3, KW 23

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
3 km, ausgefallen
3 km, Küstenstraße, ohne Buggy
4 km, ausgefallen

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Mmmh, der eine Lauf fühlte sich gut an und ich war danach richtig euphorisch, weiter in dieser schönen Gegend weiterlaufen zu dürfen. Keine zehn Minuten später saß ich mit schmerzverzerrtem Gesicht und Zähneknirschend im Schatten und hakte diese Laufwoche als Regeneration ab.

Lauftagebuch Trainingswoche 4, KW 24

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
3 km, 00:23:47, ohne Buggy auf der Küstenstraße
3 km, 00:24:36, ohne Buggy auf der Küstenstraße
4 km, 00:31:56, ohne Buggy auf der Küstenstraße

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Herrlich! Es lief sich einfach richtig gut. Ich war nicht schnell und ich lief nicht weit, aber das war egal. insgesamt fühlte ich mich einfach wohl beim Laufen – trotz der Wärme! Eigentlich bin ich eher so der Regenläufer. Einziger Wermutstropfen: Ich musste auf Asphalt laufen und hatte nicht die richtigen Laufschuhe dafür dabei. Ab und an zwickte mein linkes Knie (DAS Knie…), aber nicht langfristig und bisher ist auch alles picobello. Es wird sich beim nächsten Trainingslauf in München wohl zeigen, ob die Knie den Asphalt gut vertragen haben.

Schlaf, Baby, schlaf im Familienbett

Baby schläft

Es heißt, dass ein Kleinkind zehn Nächte braucht, um sich an etwas Neues zu gewöhnen – zumindest dauert das Abstillen nach Gordon so lange, bzw. das 10-Nächte-Programm für besseren Schlaf im Familienbett. Minime hat nun seit zehn Nächten nichts mehr zu trinken bekommen in der Nacht. Aber beginnen wir von vorne. 

Minime trinkt schon immer viel nachts. Sehr viel. Als sie noch gestillt wurde, wollte sie stündlich an die Brust in der Nacht. Da fragte ich mich müde, wann das wohl vorbei sein und sie endlich mal länger als zwei Stunden durchschlafen wird. Ich wusste auf einmal, warum Schlafentzug auch als Folter eingesetzt wird. Dann plötzlich stillte Minime sich selbst ab – mit elf Monaten und ohne Vorwarnung. Ich war schockiert, traurig und ein bisschen erleichtert. Jetzt MÜSSEN die Nächte ja besser werden. Minime trank von da an Wasser. Viel Wasser. Sehr viel. Und auch nachts. Da merkte ich das erste Mal, wie viel praktischer Stillen ist – dabei konnte ich fast selbst weiterschlafen. Die Flasche hingegen muss ich ihr reichen und halten und sie dann auch wieder weg legen. Und immer wieder auffüllen, weil eine Flasche natürlich nicht reicht in der Nacht. 

Kurz nach ihrem ersten Geburtstag haben wir das erste mal probiert, sie nach dem  Prinzip von Gordon „abzustillen“, also in ihrem Fall die Wasserflasche abzugewöhnen. Und sind kläglich gescheitert. Sie schrie wie am Spieß. Nach drei Stunden dauergeschrei am Stück gaben wir auf. Dann ist sie eben noch nicht so weit, dachten wir. Und versuchten es ein paar Wochen später noch einmal. Und noch einmal. Ohne Erfolg. Sie ist noch nicht so weit (oder wir), war unser Mantra. Ich sagte mir, dass diese Zeit schnell vorbei gehen wird. Schwups sind sie erwachsen und diese Phase des Schlafmangels wird mir so kurz erscheinen wie ein Wimpernschlag. Werde ich mich später überhaupt daran erinnern? Vielleicht würde ich sie ja sogar vermissen?! Wir wollten Minime zu nichts zwingen. Sie sollte weiterhin die Möglichkeit haben, ihren eigenen Weg zu gehen. 

Doch die Nächte wurden nicht besser. Nachdem sie wieder stündlich, teilweise sogar noch öfter, wach wurde und fast immer eine ganze Flasche Wasser getrunken hat, war ich an einem Punkt, an dem ich jedes Mal fast geweint hätte vor Erschöpfung und Frust. Minime hat nachts bis zu 1,5 Liter getrunken (tagsüber die gleiche Menge) und diese Menge haben die Stoffwindeln natürlich nicht gehalten. Selbst Wegwerfwindeln hielten nicht, so dass ich sie bis zu drei mal nachts wickeln musste. Ich weiß nicht was größer war – der Frust über den Schlafmangel oder den wegwerfwahnsinn der Windeln. Das konnte und wollte ich einfach nicht mehr. Bedürfnisorientiert heißt eben auch, die eigenen Bedürfnisse zu achten und nicht nur die des Kindes. 

Als Minime an einem Samstagabend innerhalb von zwei Stunden schon einen Liter Wasser getrunken hatte, entschieden wir spontan und stillschweigend, dass es reicht. Das war vor zehn Tagen.

Die erste Nacht war verdammt hart. Sie schrie und protestierte und wollte nicht wieder einschlafen. Doch dieses Mal hielten wir durch. Zum Glück ging es in der Nacht irgendwann zu regnen an. Das monotone Geräusch hat Minime beruhigt. Und: Irgendwann schlief sie ein – und vier Stunden durch! Auf die zweite Nacht habe ich mich gedanklich so eingestellt, als würde die erste noch einmal genau so passieren. Doch es wurde überraschend gut! Sie wurde wach, verlangte ihre Flasche, meckerte kurz als sie diese nicht bekam und schlief wieder ein. So in etwa verliefen alle Nächte seitdem. Mal wird sie häufiger wach (wenn scheinbar die Zähne drücken), mal braucht sie einen Moment länger, um wieder einzuschlafen. Aber sie schläft ohne trinken wieder ein. Und: wir brauchen wieder nur eine einzige Windel in der Nacht. Dafür wacht sie schon 5:30 Uhr auf derzeit… tja, man kann eben nicht alles haben…

Lauftagebuch | Trainingsplan 10 km, Woche 2

Lauftagebuch

Wenn ich daran zurück denke, dass ich vor drei Jahren locker 10 km und mehr im Training für den Halbmarathon gelaufen bin, fühlen sich die 2 km-Einheiten jetzt ganz komisch an… Aber es muss halt sein. Ich möchte nichts überstürzen und eine Knieverletzung oder einen Überlastungsbruch oder was auch immer gefährden und wieder von vorn beginnen müssen. Ich habe Zeit. Der Weg ist das Ziel. Auch wenn der Weg gerade sehr kurz ist… Deswegen ja auch dieses Lauftagebuch über meinen Trainingsplan.
Da ich ein paar Tage eine liebe Freundin besuchen war und wir wichtigeres zu tun hatten als Laufen (quatschen, ausruhen, baden, Kleinkinder betreuen…), habe ich die zweite Einheit dieser Woche ausfallen lassen. Ich habe erst überlegt, ob ich die zweite und dritte Einheit dann kombiniere, aber irgendwie war meine Motivation heute zu laufen zwar groß, aber dann doch nicht so groß, als dass ich die Distanz (fast) verdoppelt hätte. Ausserdem musste ich ja auch noch packen heute für unseren bevorstehenden Urlaub…

Lauftagebuch Trainingswoche 2, KW 22

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
2 km, 00:16:00, Montag, mit Buggy
2 km, ausgefallen
3 km, 00:26:20, Sonntag, ohne Buggy

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Die Laufeinheiten werden schneller und ganz allmählich länger. Die ersten zwei Kilometer am Montag fühlten sich echt gut an, weil sie mal etwas „schneller“ gelaufen wurden. Also „schneller“ als gaaaaaanz gaaaaanz langsam… 😉
Die zweite Einheit (die ja quasi die dritte hätte sein sollen) bin ich zusammen mit dem Herzmann gelaufen. Er schob den Buggy und ich durfte nebenher laufen. Das war mal Qualityfamilytime! Wir konnten so einiges besprechen und Minime hat fröhlich allen entgegen kommenden LäuferInnen zugewunken. Vielleicht bekomme ich den Herzmann ja dazu, dass wir zu dritt die 10 km beim München Marathon laufen…

Babytrage für Kleinkind – mein Test, Teil 1

Babytrage für Kleinkind

Ein Baby will getragen werden. Ein Kleinkind auch? Wenn es derzeit nach Minime geht, will sie, seit sie laufen kann, am liebsten den ganzen Tag durch die Gegend laufen und die Welt entdecken. Bis sie müde ist. Oder mal krank. Oder vor etwas Angst hat. Dann geht nur noch Mama’s (oder Papa’s) Arm. Als sie vor kurzem einen grippalen Infekt hatte, wollte sie fast nonstop getragen werden. Ich konnte sie nicht einmal kurz absetzen, um uns Frühstück zuzubereiten oder etwas zum Mittag zu kochen (oder mal die Toilette zu besuchen…). Kurzum wurde ein Ring Sling bestellt. In dieser Woche stellte sich mir mehrfach die Frage, welche Babytrage für Kleinkind mit fast zehn Kilogramm überhaupt geeignet ist und wie lange man ein Kleinkind darin tragen kann. Deswegen habe ich die ein oder andere Babytrage für Kleinkinder getestet und stelle dir hier meine ersten Erfahrungen vor.

In diesem ersten Teil stelle ich dir das Tragetuch, den Ring Sling und die Halfbuckle Trage Limas Baby Plus* vor. Im zweiten Teil teste ich mehrere Fullbuckle Tragehilfen für Kleinkinder. Falls du ein Kleinkind trägst oder getragen hast, würden mich deine Erfahrungen interessieren! Und falls du auch überlegt, dein Kleinkind zu tragen, aber noch Fragen dazu hast, kannst du mir sie gerne schreiben und ich versuche sie im nächsten Teil zu beantworten.

Babytrage für Kleinkind – mein Test

In besagter Krankheitswoche wollte Minime wie gesagt dauerhaft getragen werden. Puh! Einen Tag kann ich sie so schräg sitzend auf der Hüfte, mit dem Arm gehalten, tragen. Dann beginnt mein Rücken aber zu ächzen (mal von meinem Arm ganz abgesehen). Also musste eine Tragehilfe her. Zur Auswahl hatten wir unser Tragetuch und die Fullbuckle Trage von Ruckeli daheim. Mit beiden war ich nur bedingt zufrieden und so recherchierte ich und fand weitere Tragen, die insbesondere für Kleinkinder besser ausgelegt zu sein scheinen.

Tragetuch (Didymos)

Was haben wir das Tragetuch geliebt. Insbesondere für Babys ist (meiner Meinung nach) das Tagebuch einfach die beste Variante, seinen kleinen Tragling ganz nah am Herzen zu tragen. Das Tuch kann man einfach komplett flexibel und individuell auf Tragling und Tragemama (oder Tragepapa) einstellen. Die Bindung bedarf natürlich ein wenig (oder auch mehr) Übung, aber das Tragegefühl ist einfach unbeschreiblich (und physiologisch gesehen bei der richtigen Bindeweise auch besser, als manche Tragehilfe). Als Minime also noch ein Baby war, haben wir sie vor allem mit der Wickelkreuzbindung getragen. Das war im Sommer zwar ganz schön warm, aber trotzdem auch immer schön. Dafür wurde Minime dann aber irgendwann zu schwer und auch das Binden unterwegs fand ich zunehmend anstrengend (was mache ich nur mit den Tuchenenden, damit sie nicht im Dreck liegen beim Binden?). Für unseren Elternzeit-Roadtrip stieg ich auf eine Fullbuckle um und seitdem lag das Tuch im Schrank. Nun kam aber besagte Krankheitswoche und auf Instagram sah ich, dass eine Tragemama ihr Kleinkind in der einfachen Rucksack-Bindung mit tibetanischem Abschluss auf dem Rücken trug. Das sah nicht allzu kompliziert aus und so probierte ich das auch einfach mal. Das Binden für den Rücken kam mir nach Monaten ohne Tuchbindung komplett ungewohnt vor. Aber nach ein paar Übungen hatte ich es geschafft und Minime saß sicher und bequem bei mir auf dem Rücken. Sofort war das Tragegefühl, das irgendwie nur ein Tuch geben kann, wieder da.

Babytrage für Kleinkind - einfacher rucksack mit tragetuch

Das ist einer der ersten Versuche beim Binden des einfachen Rucksacks. Es bedarf etwas Übung (und ein ruhiges Kind – haha), aber das Tragegefühl ist schön. Mit zunehmendem Gewicht des Kleinkindes, stelle ich mir stundenlanges Tragen auf diese Weise aber nicht ganz so angenehm für die Schultern vor.

Vorteil: Der unschlagbare Vorteil von Tragetüchern ist einfach, dass man das Tuch individuell auf die Ergonomie des Babys oder des Kleinkindes und natürlich der Tragemama oder des Tragepapas anpassen kann.

Nachteil: Das Binden – auch der sogenannte „einfache“ Rucksack – erfordert etwas Übung. Insbesondere mit unruhigen und zappelnden Kleinkindern, die nicht lange still sitzen möchten, ist dies etwas schwierig. Die Tücher sind allesamt nicht gepolstert, so dass stundenlanges Tragen (für meine Schultern / meinen Rücken) zumindest nicht möglich ist.

Fazit: Wer sich nicht daran stört, dass man ein langes Tuch binden muss und gerne auch etwas übt, für den ist das Tragetuch auch in Kleinkindalter noch geeignet. Wenn man sein Baby bzw. Kleinkind kontinuierlich mit zunehmendem Gewicht trägt, gewöhnt sich sicher auch an das größere Gewicht des Kleinkindes.

Ring Sling (Kokadi)

Wie schon beschrieben, habe ich einen gebrauchten Ring Sling spontan gekauft, als Minime lange Zeit krank war und in dieser Zeit ausschließlich nur getragen werden wollte. Ich hatte mir von dem Ring Sling ein schnelles und gemütliches Tragen erhofft. Ein Ring Sling ist ein etwas kürzeres Tuch mit zwei Ringen. Durch diese wird das Tuch – beispielsweise über der Schulter – gebunden. Vor allem erleichtert es das Tragen, wenn der Tragling gerne auf der Hüfte getragen werden möchte, um alles zu sehen. Durch den Ring Sling wird das Gewicht des Kleinkindes vom tragenden Arm genommen und auf die Schulter bzw. den Rücken verteilt. Auch mit dem Ring Sling kann man das Kind auf Bauch, Hüfte und Rücken tragen. Ich habe Minime bisher aber nur auf der Hüfte mit dem Ring Sling getragen.

Babytrage für Kleinkind - frühstück machen mit ring sling

Mit Minime im Ring Sling (statt auf der Hüfte und mit dem Arm gehalten), geht das Frühstück viel schneller von der Hand. Aber Achtung bei heissen Dingen! Kinderhände sind verdammt schnell!

Vorteil: Das Tragen mit dem Ring Sling erfordert nur wenig Übung und ist sehr schnell gemacht. Insbesondere wenn der Tragling oft auf den Arm genommen werden möchte, um beispielsweise beim Saubermachen von oben alles mit anzusehen, bietet sich ein Ring Sling an, denn dadurch wird das Gewicht von Hüfte und Arm genommen und auf die stärkere Schulter gelagert. So steht man dann wieder gerade und nicht mehr so krumm.

Nachteil: Das Tragen im Ring Sling ist zwar im Gegensatz zum Binden mit einem „normalen“ Tuch richtig einfach und erfordert wenig Übung, aber es ist nicht ganz so angenehm für eine lange Tragedauer, finde ich.

Fazit: Wenn das Kind gerade krank ist oder in einem Entwicklungssprung und partout nicht von deinem Arm weichen möchte, ist ein Ring Sling ideal. Um den Tragling mal schnell auf den Arm zu nehmen und das Kleinkind beim Saugen von oben zugucken zu lassen, ist ein Ring Sling super geeignet. Für längeres Tragen bevorzuge ich allerdings eine Trageweise auf Bauch oder Rücken mit anderen Tragehilfen.

Halfbuckle: Limas Baby Plus*

Die Limas Baby Plus ist die erste Halfbuckle Babytrage, die ich kennenlernen durfte. Sie ist halb Tuch und halb „Fertig-Trage“ mit Schnallen: Die Träger sind wie ein Tragetuch, allerdings mit dem Vorteil, dass sie zusätzlich gepolstert sind. Dazu hat diese Babytrage für Kleinkind einen gepolsterten Bauchgurt, der das hauptsächliche Gewicht übernehmen soll. Die Limas Baby Plus (eine sehr interessante und sympathische Entstehungsgeschichte und vegan lebende Gründer stecken nämlich dahinter!) werde ich noch einmal ausführlich vorstellen, damit der Artikel hier jetzt nicht zu lang wird. Das Wichtigste: Das Binden ist einfacher als das Anlegen mit einem Tragetuch, aber man braucht doch ein paar Übungsversuche, bis es schnell von der Hand geht. Ich weiß nicht, ob es einem leichter fällt, wenn man vorher schon einmal Bindeerfahrungen mit einem Tragetuch gemacht hat, aber ich denke auch ohne diese Erfahrung, schafft man das Binden mit der Limas und kommt in einen komfortablen Tragegenuss. Die Limas habe ich nicht getestet, als Minime noch kleiner war – ich kann also ausschließlich von meinem Test mit einem 9-kg-Kleinkind berichten. Der Steg an den Beinen passt jetzt gerade optimal, man kann ihn aber auch variable auf die Größe des Babys oder Kleinkindes einstellen. Wir haben jetzt schon die maximale Breite eingestellt und ich bin gespannt, wie lange der Steg in dieser Breite von Kniekehle zu Kniekehle reichen wird. Bisher habe ich Minime in der Limas vor allem vorne getragen, was durch die gepolsterten Tuchträger sehr angenehm war – sogar längere Tragestrecken waren dadurch schmerzlos.

Babytrage für Kleinkind limas baby plus

Die Limas Baby Plus hat gepolsterte Träger, die man wie ein Tuch binden kann und vereint damit Tuch und Babytrage in einem. Die Träger werden auf dem Rücken über kreuzt getragen, so dass sich das Gewicht ideal verteilen kann – ein sehr angenehmes Tragen, wenn man das Baby oder Kleinkind am Bauch trägt.

Vorteil: Die Träger (Tücher) sind gepolstert und dadurch sehr angenehm auf den Schultern zu tragen. Das Binden bzw. Tragen des Babys oder Kleinkindes ist einfacher als mit einem Tragetuch, und bietet trotzdem (fast) das gleiche Tragegefühl.

Nachteil: Insbesondere das Binden in der Öffentlichkeit mit den langen Trägern kann etwas mühsam sein –  zappelndes Kind festhalten, Träger festhalten ohne, dass sie auf dem dreckigen Boden landen und dann noch die Trage fest binden, damit das Kind sicher und gut gestützt sitzt – das bedarf etwas Übung.

Fazit: Wer nicht komplett ein Tuch binden, aber trotzdem ein solches (ähnliches) Tragegefühl spüren möchte, für den bietet sich ein Halfbuckle wie die Limas Baby Plus an. Durch die gepolsterten Träger kann man auch ein Kleinkind mit ca. 10kg sehr angenehm eine längere Zeit am Stück tragen. Für mich ist das die ideale Trage, wenn ich zu Hause binden kann und eine längere Zeit mit Minime unterwegs bin – beispielsweise ein langer Spaziergang, wenn sie krank ist.

Babytrage für Kleinkind - die limas baby plus auf dem rücken

Das Tragen auf dem Rücken ist mit der Limas Baby Plus sehr einfach umzusetzen und sehr angenehm.

Vorne oder auf dem Rücken tragen?

Ich trage Minime vor allem noch auf dem Bauch. Irgendwie gefällt ihr das (noch) besser, als auf dem Rücken getragen zu werden. Ich werde die Trageweisen auf dem Rücken aber künftig verstärkt anbieten, weil ich nun doch merke, dass ihr Gewicht sich auf dem Rücken insgesamt besser tragen lässt als vorne am Bauch. Ganz gleich, ob man vorne oder auf dem Rücken trägt – wichtig ist eine gute Babytrage für Kleinkinder.

Am besten immer eine Trageberatung!

Wenn du überlegst, dein Baby oder Kleinkind zu tragen, ziehe am besten eine Trageberatung in Betracht. Wir haben kurz nach der Geburt von Minime eine wundervolle Trageberatung über das Tragenetzwerk gefunden und sind seitdem begeisterte Trageeltern unseres Traglings. „Unsere“ Trageberaterin Amelie (unsere Empfehlung für alle die in München wohnen) kam zu uns nach Hause, war entspannt und unkompliziert und erklärte uns alles ganz genau – warum Babys Traglinge sind, was es beim Tragen zu beachten gibt (Anhock-Spreiz-Stellung der Beine, runder Rücken, Köpfchen halten, frische Luftzufuhr etc.) und hatte jede Menge verschiedene Tragen und Tragetücher dabei. Sie hat uns in aller Ruhe gezeigt, wie wir Minime im Tragetuch mit der Wickelkreuzbindeweise und der Kängurubindeweise tragen können und überließ uns sogar zwei Tragetücher, damit wir damit weiter probieren und testen können, bevor wir uns ein Tragetuch kaufen. Auch super beraten wird man von der sehr sympathischen Julia in ihrem eigenen Laden Tuchfühlung (Neuhausen) – übrigens ist auch der Kundenservice dort perfekt! Als unsere dort gekaufte Trage gleich zu Beginn in unserem Elternzeit-Roadtrip in Paris riss, hat sie uns ruckizucki eine neue Trage nach Frankreich geschickt.

*Die Trage wurde mir freundlicher Weise vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Meine Meinung oder mein Testurteil ist davon nicht beeinflusst. 

Mein Trainingsplan für 10km

Laufen mit Buggy

Man läuft im Olympiastadion los. Man läuft im Olympiastadion ins Ziel. Es gibt eine Medaille. In Herzform. Die Rede ist vom 10-km-Lauf beim München Marathon. 10 km. Puh. Das sind 6,5km mehr als ich derzeit mehr oder weniger (eher weniger, wenn ich ehrlich bin) regelmäßig laufe. Mit meinem ersten Trainingsplan, um ins Laufen nach der Schwangerschaft und Geburt wieder einzusteigen, war ich sehr zufrieden (hier habe ich ja schon darüber berichtet). Die 30 Minuten am Stück laufen sind nun seit einigen Wochen geschafft. Seitdem ich mit dem Trainingsplan durch bin, laufe ich zwei bis drei Mal die Woche 30 Minuten (oder mehr, wenn mein kleiner Trainingsbuddy aka. Minime noch im Buggy schlief oder meine Mama für ihren Trainingsplan mehr laufen musste). Irgendwann ließ meine Motivation nach, drei Mal die Woche zu laufen. So schnüre ich derzeit nur einmal in der Woche die Laufschuhe… Doch das soll ein Ende haben!  Um mich wieder zu mehr Regelmäßigkeit zu motivieren, habe ich mir nun ein neues Ziel gesetzt. Ich will diese Herz-Medaille. Dafür muss ich am 14. Oktober 10 km laufen. Und dafür brauchte ich natürlich einen neuen Trainingsplan für 10km.

Trainingsplan für 10km

So sieht der Beginn aus, von meinem Trainingsplan für 10km.

Meinen ersten Trainingsplan fand ich online auf der Website eines bekannten Laufsportmagazines. Dort gibt es zwar auch den ein oder anderen Trainingsplan für 10km – als Anfänger oder für Fortgeschrittene mit einem bestimmten Zeitziel, aber die haben mich alle nicht so richtig angesprochen. Nachdem heute die Erinnerungen an mein Halbmarathon-Debüt beim Gutmuths Rennsteiglauf 2015 wieder wach wurden, erinnerte ich mich an den „Sportapp“-Ordner auf meinem Handy. Da war doch was… Also bastelte ich ein wenig rum und habe nun meinen Trainingsplan für 10km bei der Asics App „My Asics“ erstellt. Dieser beginnt in der kommenden Woche und hat das Ziel, mich am 14. Oktober, also in 141 Tagen, nach 10km nicht komplett sterbend ins Ziel zu bringen *lach*… An meine „Bestzeit“ (*hust hust*) beim Nike Women’s Run in Berlin (2015) werde ich wohl bei weitem nicht ran kommen, aber ich möchte vor allem die 10km schaffen – als Mama, die mit Baby Kleinkind trainiert.

Um auch wirklich motiviert zu bleiben in der Zeit bis zum München Marathon möchte ich hier eine Art Tagebuch über meinen Laufprozess mit dem Trainingsplan für 10km schreiben. Vielleicht wöchentlich, vielleicht alle zwei Wochen. Das wird sich noch zeigen. Wer hat sich noch alles für den München Marathon angemeldet? Und mit welchem Trainingsplan läufst du?

Vegan Breifrei Rezept | Kokos-Milchreis

Hier kommt ein neues Vegan-Breifrei-Rezept: Kokos-Milchreis. Der Kokos-Milchreis ist schön sämig und kann gut mit den Babyhänden gegessen werden. Mit zunehmenden Alter eignet sich der Milchreis auch sehr gut, um das Essen mit dem Löffel zu üben.

Vegan Breifrei Teller Baby mit Milchreis

Am Ende blieben auf Minime‘s Teller (bamboo bamboo – sehr zu empfehlen) nur ein paar Heidelbeeren übrig – die sich super zerquetschen ließen…

Zum Kokos-Milchreis gibt es bei uns Apfelmus für alle und Zimt und Zucker für die Großen. Er eignet sich auch sehr gut zum Einfrieren – einfach die entsprechenden Portionsgrößen beispielsweise in solche Breibecher von Avent einfrieren, beschriften und vor dem Verzehr über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Vegan Breifrei Kokosmilchreis

Der vegane Kokosmilchreis mit Apfelmus und Zimt und Zucker für die Großen

Vegan Breifrei Rezept: Kokos-Milchreis

Kokos-Milchreis, vegan

Der Kokos-Milchreis eignet sich für breifrei-Anfänger sehr gut und schmeckt eigentlich fast jedem Baby. Die Menge reicht für einen Erwachsenen und ein Baby / Kleinkind. Zudem friere ich den Rest davon ein und habe somit noch einmal ein bis zwei Portionen für mein Kind im Gefrierschrank.

Gericht Main Course
Zubereitungszeit 30 Minuten
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 200 g Milchreis
  • 400 ml Kokosmilch
  • 400 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schote Vanille Alternativ etwas Bourbon Vanille
  • 1 Glas Apfelmus Alternativ selbstgemacht
  • 2-3 EL Zimt-Zucker nach Belieben

Anleitungen

  1. Alle Zutaten in einem weiten Topf geben, verrühren und bei mäßiger Hitze langsam zum Kochen bringen. Immer wieder dabei umrühren (wie bei einem Risotto, sonst brennt der Reis unten im Topf an). 20 Minuten köcheln lassen, bis der Milchreis schön sämig ist.

  2. Mit Apfelmus und Zimt und Zucker (für die Erwachsenen) servieren. 

Rezension: Artgerecht – das andere Babybuch | Nicola Schmidt

Rezension artgerecht das andere babybuch

Eine liebe Freundin von mir ist derzeit schwanger und befindet sich in der Endphase ihrer Schwangerschaft. Da ich mich selbst geärgert habe, dass ich Bücher zum Thema Attachment Parenting wie „Geborgen wachsen“ oder „Mein kompetentes Baby“ zu spät entdeckt und erst einige Monate nach der Geburt gelesen habe, freute ich mich umso mehr, dass sie das Buch artgerecht – Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen noch während ihrer Schwangerschaft lesen durfte. Und umso mehr freut es mich auch, ihre Sicht (quasi einer Noch-Nicht-Mama) auf das Buch zu präsentieren. Ich selbst werde das Buch wohl auch noch irgendwann lesen und meinen Senf dann hier auch noch dazu abgeben. 🙂

Hier ist sie, ihre Rezension von Artgerecht – das andere Babybuch:

Wenn man sich im Laufe der Schwangerschaft auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet, stellt sich unweigerlich die Frage, welche Informationen vorab hilfreich sind und woher man diese bekommt. Als Bücherwurm bevorzuge ich diese Art von Medium gegenüber Infoportalen im Internet. Allerdings hatte ich keine Lust auf mehr als ein oder zwei Bücher. Dem gegenüber steht ein Angebot von hunderten Werken rund um Babys. Keine einfache Aufgabe, eine passende Lektüre zu finden.
Durch einen Artikel bin ich auf das artgerecht – Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen Buch von Nicola Schmidt aufmerksam geworden. Mir hat die Idee dahinter gefallen, dass allgemein die Ur-Bedürfnisse von Babys beschrieben und Möglichkeiten aufgezeigt werden, diese in unserer modernen Welt zu decken. So wurde es mein erstes Baby-Buch und ich habe mich wirklich darauf gefreut, es zu lesen.

Rezension artgerecht das andere babybuch

Die klar strukturierten Kapitel decken Schwangerschaft, Geburt und die Grundbedürfnisse, wie z.B. Essen, Schlafen und Wickeln ab. Der Aufbau folgt meist dem Schema, dass erst betrachtet wird, wie Urvölker mit den entsprechenden Situationen verfahren und wie sich das auf unsere Gesellschaft übertragen lässt. Ergänzt wird das Ganze durch Auszüge aus Studien und Statistiken sowie Zitaten von Lesern. Oft findet sich auch ein Abschnitt für Väter in den Kapiteln, der beschreibt, wie diese aktiv mit einbezogen werden können. Wer konkrete Entwicklungspläne, Tabellen oder andere Hilfsmittel erwartet, ist hier allerdings an der falschen Stelle. Das Buch bietet lediglich Anregungen, seinen eigenen auf das Kind abgestimmten Weg zu finden.

Das Buch ist locker und interessant geschrieben und daher sehr kurzweilig. Ich muss jedoch sagen, dass mir die Kapitel unterschiedlich gut gefallen haben. Ein Negativbeispiel ist für mich das Thema Schlafen. Ich finde es sehr schwarz-weiß betrachtet, denn es wird nur das Familienbett mit einem eigenen Bett im eigenen Zimmer verglichen. Auf Alternativen wie ein Beistellbett bzw. Babybalkon im Elternschlafzimmer wird leider gar nicht eingegangen.
Auch an anderen Stellen finden sich für das Buch eher untypisch starre Aussagen. Beispielsweise deckt die Checkliste für eine artgerechte Erstausstattung nicht nur ab, was man braucht, sondern auch, auf was man verzichten kann. Darunter Bett, Kinderwagen und Wickeltisch. In den jeweiligen Kapiteln wird dem dann widersprochen, da diese Sachen richtig angewandt durchaus Sinn machen können.
Sehr positiv hingegen fand ich das Windelfrei-Kapitel, da es sehr offen mit dem Thema umgeht. Es erklärt, dass „windelfrei“ nicht den kompletten Verzicht auf Windeln bedeutet und zeigt mehrere Wege auf, wie man das Wohlbefinden von Kind, Eltern und Umwelt steigern kann. Ich wünschte, dass alle Kapitel so offen und flexibel gestaltet wären.

In Summe fand ich das Buch sehr interessant. Es hilft mir dabei, an die einzelnen Themen locker ranzugehen und stärkt das Selbstbewusstsein, meinen eigenen Weg zu finden. Ich denke, es ist vor allem während der Schwangerschaft eine gute einführende Lektüre und ideal kombinierbar mit einem vertiefenden Buch zu einem konkreten Thema.

Rezension artgerecht das andere babybuch

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft – mein Trainingsplan

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Jetzt habe ich es geschafft! Ich bin 30 Minuten am Stück gelaufen. Mit Buggy. Laufen nach der Schwangerschaft und Geburt. Ohne Gehpausen. Ich habe nach der Schwangerschaft lange gewartet bis ich wieder in die Laufschuhe schlüpfte. Und ich habe mir dabei Zeit gelassen. Viel Zeit. Sehr viel Zeit sogar. Zum einen habe ich recht spät wieder angefangen (etwa 10 Monate nach der Geburt) und mir viel Raum für die Rückbildung und den Beckenboden gegeben (Rückbildungskurse, Yoga, Pilates und Buggyfit). Auch wollte ich Minime nicht in den Buggy setzen, bevor sie von selbst sitzen konnte. Und das war etwa, als sie sieben Monate jung war. Da waren wir gerade auf unserem Roadtrip durch Europa und hatten keinen Buggy dabei. Wieder daheim schlich sich der Alltag mit Baby ohne Laufen wieder ein und so brauchte ich den Jahresanfang, um den 10-Wochen-Trainingsplan für „blutige Anfänger“ tatsächlich zu starten. Aus den geplanten 10 Wochen sind nun 17 Wochen geworden, da ich zwischendrin durch Urlaub und Krankheit(en) ein paar (Zwangs-)Pausen einlegen musste. Aber jetzt ist es geschafft. Ich bin heute 30 Minuten am Stück gelaufen und fühlte mich sauwohl dabei.

Laufen nach der Schwangerschaft: So ging es los

Am 1. Januar war es so weit. Meine erste Lauf-Geh-Einheit aus dem Runnersworld-Trainingsplan stand mir bevor. Mir war schon etwas mulmig zumute. Wie groß würde meine Enttäuschung darüber sein, dass meine Kondition auf dem Tiefpunkt ist? Seit meinem Halbmarathon 2015 ging es verletzungsbedingt bergab mit dem Laufen. Ich kam nie wieder so richtig in den Tritt und habe mich auch deswegen für den Trainingsplan für „blutige Anfänger“ entschieden. Fünf Mal zwei Minuten Laufen mit zwei Minuten Gehpause dazwischen. So sollte es beginnen. Die zwei Minuten waren jeweils schnell vorbei, aber das war auch ganz gut so. Die wöchentlichen Steigerungen sind bei diesem Trainingsplan minimal gestaltet, so dass man wirklich eine Grundkondition aufbauen kann (zumindest habe ich das Gefühl) und Überlastungsverletzungen vorbeugt. Mit dem Plan läuft man drei Mal in der Woche. Dazu war ich zu Beginn noch jeweils ein Mal bei Buggyfit und im Pilates. Zuletzt hatte ich aber für beides keine Zeit mehr, was ich aber wieder ändern möchte.

Mit Buggy laufen nach der Schwangerschaft

Laufen mit einem Buggy ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Zumindest fiel mir das Laufen mit dem Buggy leicht, denn unser Bumbleride Indie ließ sich super lenken und fuhr fast von allein. So brauchte ich immer nur eine Hand am Lenker halten.

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Nach 17 Wochen war es nun soweit. Ich habe es geschafft und bin 30 Minuten mit dem Buggy vorweg gelaufen. Es fühlte sich verdammt gut an. Der Plan ist zwar recht lang (es gibt auch Pläne über vier Wochen für einen Laufstart nach der Schwangerschaft, aber dafür fühlte ich mich konditionell nicht gut genug aufgestellt. Und so schlimm war das Gehen zwischendurch gar nicht. Der Buggy ist die beste Entschuldigung, zwischendurch auch mal zu gehen, dachte ich mir 😉 Die 30 Minuten durchzulaufen fühlten sich aber noch besser an 😀

Ich bin in den 30 Minuten etwas mehr als 3 km gelaufen. Die Pace lassen wir mal ganz beiseite, denn die war natürlich sehr sehr langsam. Aber für mich ist das ok. Erst einmal langsam Anfang und die Grundkondition aufbauen und dann sehen wir weiter. Und wie geht es jetzt weiter? Vielleicht sollte ich erst einmal auf 5 km steigern. Ein mögliches Ziel wäre der 10 km Lauf beim Marathon München am 14. Oktober. Ohne Zeitziel. Einfach nur ankommen. Irgendwie brauche ich jetzt so ein „greifbares“ Ziel, um weiter zu machen. Weisst du was ich meine?

*Rezension: Geborgen Wachsen | Susanne Mierau

Rezension Geborgen Wachsen

Und plötzlich ist alles anders. Von einer Sekunde auf die nächste sind zwei völlig neue Menschen da: der kleine Wurm und die Mama. Und dazwischen: bedingungslose Liebe. Ich hätte mir das vorher nicht vorstellen können. Mir platzt jetzt noch jedes Mal mein Herz, wenn ich unsere Tochter schlafen sehe, ihr Lachen höre, ihre Fortschritte erlebe. Und die neue Frau, die Mama, die man auf einmal ist (und man manchmal das Gefühl hat, nichts anderes mehr zu sein)? Die muss (s)ich selbst erst einmal noch kennenlernen… ich hätte vorher beispielsweise nie gedacht, eine Tragemama zu werden. Oder in einem Familienbett zu schlafen. Und jetzt könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

Als sich diese neue Person, diese Mama, bei uns Zuhause einschlich, nach und nach überall ausbreitete, kamen immer mehr Fragen auf, bzw. hinterfragte ich mich immer wieder. Mache ich das hier richtig? Warum machen es die anderen anders? Was fühlt sich für unsere kleine Familie gut an? Ich informierte mich also parallel mehr und mehr über alternative Erziehungsstile. Bedürfnisorientiert. Bindungsorientiert. Attachment Parenting. Begriffe, die mir vorher nichts sagten. Einstellungen, mit denen ich mich nicht beschäftigt habe. Aber je näher Minime, die Mama und ich uns kamen, desto häufiger fragte ich mich, ob mir der konventionelle Weg gefällt, oder ob wir nicht etwas anders machen wollen. Ein Beispiel: Minime hasste den Kinderwagen. Sie schrie wie am Spieß darin. Also trugen wir sie. Und dann fiel mir das Buch Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden und Eltern entspannt bleiben von Susanne Mierau (Kösel Verlag) in die Hände. Leider erst recht spät – ich wünschte, ich hätte das Buch bereits in der Schwangerschaft gefunden!

Rezension Geborgen Wachsen

Rezension zum Buch „Geborgen Wachsen“

Das Buch begleitet einen eigentlich schon durch die Schwangerschaft und wie man dabei bereits eine Bindung zum Nachwuchs aufbauen kann (auch für Väter). Darauf folgt ein Kapitel zur Geburt und zu Babysignalen (aka, wie man das frisch geborene Baby verstehen kann). Das Buch bietet für jedes wichtige Thema eine Hilfestellung – Schlaf, Essen, Erziehen – ganz ohne dogmatisch zu sein und ohne zu belehren. Susanne Mierau schreibt beispielsweise, dass Stillen prima ist für die Bindung zwischen Mutter und Kind, aber dass auch eine Mutter, die vielleicht aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen kann, ebenso eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen kann. Das Buch ist wunderbar geschrieben und liest sich schnell weg. Ich habe es geradezu verschlungen. Und ich habe immer wieder einmal reingeschaut, wenn eine neue Frage aufkam oder es zum Beispiel mit der Beikost für Minime los ging.

Rezension Geborgen wachsen

Die Autorin Susanne Mierau ist dreifache Mutter und schreibt schon seit Jahren den Blog https://geborgen-wachsen.de.

Rezension geborgen wachsen

Babyled Weaning & breifreie Beikost

Babyled Weaning und breifreie Beikost. Fremdwörter für mich, als ich noch schwanger war. Vor der Geburt hatte ich mir ja einiges ganz anders vorgestellt. Ein Familienbett war beispielsweise undenkbar für mich… Von Babyled Weaning oder einem Beikoststart ohne Brei hatte ich bis dato nichts gehört. Aber wie das so ist, je mehr man die Augen öffnet und sich umhört, neue gleichgesinnte Leute kennenlernt, desto mehr Neues erfährt man auch. So war es auch mit dem Babyled Weaning (kurz BLW). Die liebe Munichslady hat mir davon berichtet, also informierte ich mich.  Online und in Büchern: Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost und Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg (die beiden Bücher werde ich auch noch hier rezensieren, wenn Minime mir Zeit lässt).

Babyled Weaning – was ist das überhaupt?

Kurz erklärt: Baby-led Weaning bedeutet das vom Baby selbstbestimmte Abstillen von der Muttermilch (bzw. der Flasche) und die ebenfalls selbstbestimmte Einführung der Beikost. Das Baby darf selbst bestimmen was es isst, wieviel und wieviel (Mutter-)Milch es eben noch braucht. Das Baby füttert sich sozusagen selbst, es entscheidet selbst was es wann möchte. BLW ist eine Alternative zum klassischen Beikostfahrplan (den ich in Krabbelgruppen und von meiner Hebamme zur Genüge gepredigt bekommen habe). Groß angelegte Studien haben bewiesen, dass Babys instinktiv wissen, was sie wann brauchen und wenn man ihnen reichlich Auswahl an gesunden Lebensmitteln lässt, holen sie sich die Nährstoffe, die sie benötigen. Einige warnen nun vor diesem „Trend“ (dabei gibt es BLW schon seit Jahrhunderten – nur ist diese Beikosteinführung in der westlichen Welt abhanden gekommen, vielleicht, weil das Abstillen mit dem Brei planbar und schneller funktioniert und ein geringeres Chaos auf dem Fussboden produziert?), die Babys würden nicht genügend Nährstoffe erhalten oder die Gefahr des Verschluckens sei größer. Aber wenn man erst beginnt, wenn das Baby auch richtige Anzeigen dafür macht (beispielsweise von selbst sitzen kann und an dem Essen von Mama und Papa interessiert ist), dann ist letztere Sorge unbegründet. Und wenn man gleichzeitig stillt, erhält das Baby weiterhin alle Nährstoffe aus der (Mutter-)Milch. Trotzdem sollte man eine gesunde Auswahl an Nahrungsmitteln anbieten und natürlich keine „gefährlichen“ (wie Erdnüsse).

Breifreie Beikost

Beim BLW spielt eine breifreie Beikost eine große Rolle, denn Babys können ja meist am Anfang noch nicht so gut mit Löffel, Messer und Gabel umgehen. Also wird eine Auswahl an Fingerfood gereicht, die das Baby gut greifen kann. Was für mich den Ausschlag für diesen Weg gegeben hat war der Fakt, dass ein selbstbestimmtes Essen dem Baby auch später die Essgewohnheiten erleichtert.

Ein Vorteil an BLW / breifreier Beikost: Das Baby isst, was die Eltern essen bzw. umgekehrt. Hier gab es Ofengemüse mit Hummus.

Ein Vorteil an BLW / breifreier Beikost: Das Baby isst, was die Eltern essen bzw. umgekehrt. Hier gab es Ofengemüse mit Hummus.

Die Vorteile von Babyled Weaning und breifreier Beikost

Auf der anderen Seite der Kritik an breifreiem BLW stehen so viele Vorteile: Das Baby hat mehr Spaß am Essen, weil es das Essen selbst entdecken, damit spielen darf. Es lernt auf diese Weise viel mehr verschiedene Nahrungsmittel kennen (und soll entsprechend weniger mäkelig später sein), es trainiert beim Essen ganz spielerisch die Hand-Auge-Mund-Koordination, man muss nicht extra Brei kochen, sondern das Baby kann am Familienessen teilnehmen (und lernt so gleich das gemeinsame Familienmahl kennen)… Nun, long Story short: Wir haben uns für diesen Weg entschieden. Eine von Minime selbst bestimmte Beikosteinführung mit breifreier Ernährung. Nach nun vier Monaten breifrei (und zwischenzeitlichen Versuchen, Minime Brei zu füttern) sind wir immer noch glücklich mit diesem Weg. Minime isst zwar noch wenig (vor allem im Vergleich zu Brei-gefütterten Babys), aber das ist okay. Zwischendurch habe ich immer mal wieder Momente, in denen ich zweifle. Vor allem aber an mir. Hinterfrage den Weg, den wir gehen. Schließlich möchte man immer das Beste für sein Kind (und Schlaf). Isst sie wirklich genug? Wächst sie genug? Aber Minime macht es uns immer wieder deutlich: Sie liegt genau auf ihrer Gewichtskurve, ist agil und aktiv, entwickelt sich prima. Und vor allem: sie verweigert partout Brei, wenn wir ihr welchen geben möchten. Sie zeigt uns einfach, was sie möchte. Und wir wollen versuchen, das zu erfüllen.

Mehr Informationen

Da ich natürlich kein Experte in diesem Bereich bin, empfehle ich die bereits genannten Bücher (Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost und Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg) und Websites wie breifreibaby oder baby-led-weaning.

Manchmal (okay, immer) landet bei BLW etwas auf dem Boden...

Manchmal (okay, immer) landet bei BLW etwas auf dem Boden…