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Stoffwindeln – unser Erfahrungsbericht von der Wickelfront

Ich weiß gar nicht, wie ich das erste Mal auf Stoffwindeln gestoßen bin. Wahrscheinlich habe ich auf instagram ein Foto von stylischen Stoffwindeln gesehen und danach blieben sie in meinem Kopf hängen während der Schwangerschaft – das wäre jedenfalls typisch für mich. 🙈😂 Doch auch obwohl sie niedlich gemustert sind, war ich (und alle die ich dazu ansprach) skeptisch. Viel zu großer Aufwand. Viel zu viel Wäsche. Viel zu ekelig. Heutzutage nutzt man schließlich pflegeleichte Wegwerf-Windeln, Wegwerf-Feuchttücher, Einmalunterlagen und parfümierte Wegwerf-Windelbeutel. Absurd also, wenn man scheinbar einen Schritt zurück geht und wie die eigenen Eltern und Großeltern, arbeitsintensive Stoffwindeln nutzt. Wie oft hörte ich „Mensch Kind, damals mussten wir täglich die Mullwindeln auskochen – was für eine Arbeit!“.
Aber irgendwie blieb ich dran (vielleicht wegen diesen tollen Mustern!?) informierte mich, suchte im Internet nach Erfahrungsberichten und siehe da: Es gibt Menschen, die heutzutage trotz des vermeintlichen Luxus an Werfwerfwindeln ihre Kinder mit oldschool Stoffwindeln wickeln (und mittlerweile kann man Stoffwindeln ja sogar bei dm kaufen…). Es fanden sich sogar in meinem Freundeskreis zwei junge Mamis, die von ihren Stoffwindeln überzeugt waren. Der Herzmann ließ sich letzten Endes auch überzeugen, dass wir ganz undogmatisch einen Stoffwindelversuch wagen. Und nun wickeln wir unsere Tochter, die aktuell ein halbes Jahr jung ist, mit Stoffwindeln und sind bisher sehr zufrieden. Hier nun also unser kurzer Erfahrungsbericht über unseren absurden Schritt zurück:

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Die unterschiedlichen Systeme bei Stoffwindeln

Kurz vor der Geburt ließen der Herzmann und ich uns bei der lieben und kompetenten Leen von Fratzhosen, einem Stoffwindel-Shop bei Augsburg, beraten und die unterschiedlichsten Systeme vorstellen. Denn bei der ganzen Recherche wird man erst einmal überrollt von Fachbegriffen. PUL, AIO, Hybridwindeln, Prefolds, Onesize, Pocketwindeln, Überhosen… Bei den ganzen Abkürzungen und Fachbegriffen sah ich die Windel vor lauter Systemen nicht mehr.
Aber um es kurz und verständlich zu machen – letzten Endes gibt es zwei grundsätzliche Systeme:
Das sogenannte All-in-One (AiO), quasi die Pampers aus Stoff – außen eine wasserdichte, atmungsaktive PUL-Schicht (Polyurethan laminated) und innen ein fest eingenähter Saugkern. Dieser Saugkern kann je nach Marke aus Baumwolle, (Mikro-)Fleece, Bambus oder Hanf bestehen (sie unterscheiden sich in ihrer Saugfähigkeit, Geschwindigkeit beim Trocknen und dem „Komfort“ am Babypopo). Die AiO ist auch ähnlich leicht in der Anwendung wie eine stinknormale Pampers: Windel auf, Baby rein, Windel zu, fertig. Bis auf den Unterschied, dass die AiO natürlich nach Gebrauch gewaschen werden kann / muss und sie nicht direkt im Müll landet. Apropos Müll: Im Krankenhaus benutzten wir zwangsläufig die dort zur Verfügung gestellten Produkte und das sind neben Feuchttüchern eben auch Pampers und wir waren über die Unmenge an Müll echt schockiert. Was da allein an einem Tag für ein Haufen zusammen kommt!
Beim zweiten System setzt sich die Stoffwindel aus mehreren variablen Bausteinen zusammen: Einer Überhose, die ebenfalls aus PUL besteht (es gibt aber auch welche aus Wolle, die sind dann natürliche nicht vegan), und saugfähigen Einlagen, die nicht wie in der AiO fest vernäht sind, sondern die man selbst einlegen oder auch einknöpfen (damit sie nicht verrutschen) kann. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten – vom Ikea-Waschlappen (nicht gerade nachhaltig und meiner Meinung nach nicht sehr saugstark) über sogenannte Prefolds (vorgefaltete Einlagen) bis zu selbstgenähten Einlagen aus alten Textilien ist alles erlaubt. Zudem kann man natürlich völlig old-school mit Mullwindeln wickeln oder eine Höschenwindel (komplett aus saugfähigem Stoff) und dann eine Überhose drüber ziehen, damit die Babykleidung trocken bleibt.
Übrigens: Ein großer Vorteil von Stoffwindeln gegenüber Wegwerfwindeln sind die festsitzenden Beinbündchen bei den Überhosen – diese lassen im seltensten Fall etwas durch, so dass es kaum zu Unfällen kommt.
Wir haben direkt bei unserem Beratungstermin bei Fratzhosen für den Anfang ein kleines Testpaket mit unterschiedlichen Systemen gekauft, da wir nach der Beratung nicht sicher waren, welches System sich im Alltag für uns am praktischsten anbietet. Die AiO’s schienen einfach in der Anwendung, aber hier muss immer die gesamte Windel gewaschen werden und sie brauchen dadurch sehr viel länger beim trocknen, da der Saugkern mit der Überhose vernäht ist. Und die Baukasten-Systeme unterschieden sich natürlich im Material, der Saugfähigkeit und der Passform (und den Designs…)… Qual der Wahl also…

Nach einer etwa einmonatigen Testphase entschieden wir uns für ein Baukastensytem: Die Pop-in der britischen Marke Close. Es ist ein Stoffwindelsystem, bei dem die Einlage (Bambus oder Mikrofleece) in die Überhose (mit doppeltem Beinbündchen!) eingeknöpft wird. Wenn die Einlage nicht komplett durchnässt ist, muss man nur die Einlage wechseln und kann die Überhose noch einmal verwenden. Die Pop-in gibt es in Newborn und Onesize: Durch Knöpfe an der Überhose kann man die Größe dieser einstellen und so soll die Windel von Geburt bis zum Töpfchen passen – das bedeutet One-Size. Und sie haben sich mittlerweile auch schon bei Magen-Darm-Durchfall bewährt – nix quoll aus der Windel raus (man hört ja manchmal Horrorgeschichten bei denen der Windelinhalt bis zum Hals hoch quillt…), puh!

Pop-in von Close

Pop-in von Close

Ein kleiner Nachteil der Stoffwindeln: sie machen nicht gerade einen schlanken Babypopo und Leggins oder Skinnyjeans passen dem Nachwuchs dann „leider“ nicht. Dafür gibt es aber ganz coole Pumphosen – sie sind auch für Nähanfänger leicht zu nähen oder man kann sie in vielen Designs zum Beispiel bei dawanda kaufen.

Das Waschen von Stoffwindeln – kein Hexenwerk

Wir haben mittlerweile 22 Pop-in’s von Close: zwei Close Pop-in 5er Box Sparpakete á fünf Stoffwindeln und die restlichen zwölf sind gemustert einige davon haben wir von unseren Freunden und Eltern geschenkt bekommen und von unserem Testpaket noch eine Totsbots Bamboozle Höschenwindel, zwei PUL-Überhosen (Milovia und Flip) und drei totsbots PeeNut Einlagen. Dazu haben wir zwei AiO’s: die anavy und eine Bambino Mio, die wir von einer lieben Freundin geschenkt bekamen (die es eben mittlerweile auch bei dm zu kaufen gibt).
Mit dieser Menge müssen wir nur ein Mal die Woche waschen. Die verschmutzten Stoffwindeln lagern wir so lange in einer Einkaufskiste. Anfangs hatten wir weniger Pop-Ins und mussten öfter waschen. Wenn dann Waschtag war, wurden die Windeln in der Maschine zuerst einmal nur gespült, wenn die Windeln stark verschmutzt waren mit Muttermilchstuhl. Dann füllte ich die Maschine mit Handtüchern, Mulltüchern und allem, was bei 60° gewaschen werden kann auf, und startete die Buntwäsche bei 60°. Mittlerweile machen unsere Windeln die Maschine ganz voll, so dass nichts anderes mehr rein passt. Deswegen starte ich auch gleich die Buntwäsche ohne Vorspülen.
Die gelben, hartnäckigen Muttermilchstuhl-Flecken gehen beim Waschen meist nicht raus, aber wenn man alles in der Sonne zum Trocknen aufhängt, verschwinden auch diese Flecken wie auf magische Weise und alles ist wieder strahlend weiß. Und das wars auch schon!

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Jede Windel zählt

Wer jetzt denkt „alles schön und gut, wenn man Zuhause mit Stoffwindeln wickelt, aber was mache ich mit der vollen Stoffwindel unterwegs?“, dem sei gesagt, dass man nicht gezwungen wird, Vollzeit mit Stoffwindeln zu wickeln. Es gibt Menschen, die nachts und/oder unterwegs mit Wegwerfwindeln wickeln, oder nur im Urlaub Stoffwindeln nutzen. Für unterwegs gibt es übrigens sogenannte Wetbags aka wasserdichte Windeltasche, in denen die vollen Stoffwindeln luftdicht zurück nach Hause transportiert werden können und die auch richtig chic aussehen 😉.
Auch wir wollten es anfangs undogmatisch halten und verwendeten so oft wie möglich Stoffwindeln. Wenn es aber mal nicht geht, dann reißen wir uns kein Bein aus. Bei einem verlängerten Wochenende in einem schönen Familienhotel im Allgäu, als unser Nachwuchs neun Wochen alt war, stiegen wir auf Wegwerfwindeln um, da wir dort keine Waschmöglichkeit hatten. Auch haben wir die ersten zwei Monate nachts Wegwerfwindeln genutzt, weil wir dachten, die seien auslaufsicherer (bis wir eines besseren belehrt wurden). Bei einem längeren Urlaub bei meinen Eltern entschieden wir uns dann, komplett nur noch Stoffwindeln zu nutzen.
Bei unserem mehrwöchigen Elternzeit-Roadtrip durch Frankreich und Spanien haben wir nun also unsere Pop-ins dabei und werden sie unterwegs auch weiterhin waschen. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Minime auf Wegwerfwindeln reagiert – nach 30 Minuten in einer Wegwerf-Schwimmwindel war sie feuerrot. Aber: Egal wie oft oder weniger oft man mit Stoffwindeln wickelt – jede Windel zählt.

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Mein Zwischenstand nach sechs Monaten

Das Wickeln mit Stoffwindeln ist für mich persönlich kein größerer Aufwand. Klar müssen die Windeln ein wenig „vorbereitet“ werden und können nicht einfach aus der Packung entnommen werden, aber ganz ehrlich – Windel auffalten, Einlage reinschieben, evtl. Windelvlies drauf, fertig. Das mache ich meist schnell, wenn unsere Tochter frisch gesäubert (natürlich einfach mit Wasser und Waschlappen) auf dem Wickeltisch fröhlich „unten ohne“ strampelt. So kommt auch gleichzeitig frische Luft an den Po – der bisher übrigens nur ein einziges Mal ein klein wenig wund war.
Mittlerweile ist der „Schritt zurück“ zu den Stoffwindeln gar nicht mehr absurd, bzw. gar nicht aufwendig für uns, sondern stinknormaler Alltag geworden. Vielmehr ist für uns der Wegwerf- und Konsumwahn in der Babyindustrie zur Absurdität geworden. Wenn wir einmal eine normale Wegwerfwindel nutzen (wie beim verlängerten Wochenende oder beim Kinderarzt), dann bin ich immer über die Parfümbombe erstaunt, die beim Eintreffen der Ausscheidungen in der Windel explodiert… apropos Ausscheidungen. Durch die Stoffwindeln bin ich auf das Thema Windelfrei gestoßen und das praktizieren wir so oft es geht. Aber das ist ein anderer Beitrag irgendwann…
Die Stoffwindeln haben in der Anschaffung natürlich einiges gekostet – eine einfache Wegwerfwindel kostet 15 bis 20 Cent, eine Stoffwindel etwa 20 bis 30 Euro, je nach System. Schaut man sich aber die gesamte Wickelzeit eines Babys bzw. Kleinkindes an, benötigt man etwa 6.000 Wegwerfwindeln für insgesamt 1.500-2.000 Euro oder eben 30 Stoffwindeln für 900 Euro.
Wir haben uns aber nicht aus den finanziellen Gründen für Stoffwindeln entschieden, sondern weil wir unserem Baby etwas Gutes tun möchten: Wir hinterlassen keinen Müllberg an Windeln und halten so gut wie möglich Chemie und Parfüm von ihrem Po fern. Ausserdem kann man die Stoffwindeln gebraucht wieder gut verkaufen oder auch bei einem zweiten und dritten Kind noch einmal nutzen, wenn man sie gut pflegt. Unser Testpaket an Neugeborenenwindeln haben wir lieben Freunden verliehen, die demnächst ihren ersten Nachwuchs erwarten und vielleicht auch Stoffwindeln nutzen werden…
Und mal abgesehen davon: eine Wegwerfwindel braucht über 500 Jahre, bis sie verrottet. Ach ja, und es gibt ziemlich stylische Designs – auch mit Einhörnern und Regenbögen… 🙃

Stoffwindeln kann man übrigens überall gut kaufen – es gibt sie gebraucht im Internet und in diversen Onlineshops, beispielsweise:
Fratzhosen
Stoffywelt
dm
Close Pop-in bei amazon

Vegan in Paris – mit Baby

Vegan in Paris - Louvre

Nun sind wir also unterwegs. Acht Wochen haben wir (vielmehr der Herzmann, weil ich ja Elternzeit habe) uns Zeit genommen. Zeit, um als Familie zusammen zu wachsen. Zeit, unseren Nachwuchs ganz intensiv kennenzulernen (vor allem der Papa) und Zeit, gemeinsam den Weg in ihre Beikost zu starten (das wird aber ein anderer Beitrag). Anderthalb Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon einiges gesehen und gemeinsam erlebt.
Den Startschuss machte eine wunderschöne, entspannte Hochzeit in einem kleinen Dorf südlich von Berlin (das Haus am Bauernsee ist eine absolute Empfehlung für feiern!). Von dort ging es für zwei Tage ins Ruhrgebiet, wo wir Essen vegan kulinarisch näher kennenlernten (auch dazu folgt ein anderer Beitrag irgendwann…).
Und dann ging es für drei Tage nach Paris. Vegan in Paris? Mit sechs Monate altem Baby? Ja, das geht. Und zwar ganz wunderbar, wie ich erleichtert feststellte 🙂
Vorher war ich wirklich nervös. Wie würde es in Paris sein? Wie voll wird es dort? Und dann hat Paris ja leider schon einige Anschläge erleben müssen. Aber es leben ja dort auch Menschen. Menschen mit Familie und Babys, dachte ich mir. Unsere kleine Airbnb-Wohnung war etwas außerhalb, aber mit der nahe gelegenen Ubahn waren wir ruckzuck in der Innenstadt. Ich habe vorher viel recherchiert, wie das mit Baby funktionieren kann. Und natürlich Reiseführer gekauft (zB: MARCO POLO Reiseführer Paris). Überall steht ja, dass die Ubahn keine Rolltreppen haben und alles sehr eng ist, also dass man am besten nen kleinen, leichten Buggy nutzen sollt. Da wir Little M sowieso nur tragen, war das für uns kein Problem. So erkundschafteten wir die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und der Herzmann trug den Nachwuchs die gesamte Zeit, so dass sie sich immer zurück ziehen oder auch schlafen konnte, aber auch aus der Trage heraus gucken und alles beobachten wenn sie wollte. Mit der Trage waren wir irgendwie echt Exoten unterwegs. Wir hatten die manduca Babytrage und die Ruckeli Babytrage dabei. Während man in Deutschland mittlerweile immer wieder Babys im Tuch oder einer Trage sieht, habe ich in Paris nur ein einziges anderes Baby gesehen. An unserem ersten Abend in Paris stieß ich auf diesen Artikel über die (für mich) erschütternden Erziehungsmassnahmen der Französinnen: Mütterlichkeit auf Französisch. Der erklärt vielleicht die wenigen getragenen Babys…
Drei Tage sind viel Zeit für Paris, finde ich. Wir konnten shoppen, sightseeing machen, aber auch gemütliche Runden in Parks drehen, picknicken und lecker vegan essen gehen. Und mit Little M in der Trage war auch alles gangbar. Ich habe sie in schattigen Parkplätzen gestillt, sie wurde in einer Ecke des Innenhofs im Louvre gewickelt und schlief recht viel. Riesige Menschenmassen, laute Straßen und lange Schlangen haben wir aber auch gemieden. Und bei der Essenswahl haben wir einerseits auf unseren Appetit gehört und andererseits geschaut, ein wir unseren Nachwuchs gut mitnehmen und idealer weise auch hinlegen können.

Vegan in Paris

Comptoir Veggie
Den Anfang machten wir mit einem Frühstück im neuen veganen Café Comptoir Veggie. Der Herzmann genoss Müsli und Kaffee und ich eine Açai-Bowl mit frischem Saft. Beides sehr sättigend und nicht zu schwer – genau das richtige für einen langen Tag Sightseeing.

Açai-Bowl

Açai-Bowl

Super Vegan
Nach etwa 16km Sightseeing quer durch die Straßen von Paris waren wir echt hungrig und brauchten ganz viele Kohlenhydrate. Uns zog er zum Super Vegan und verschlangen dort Döner mit Seitan (er) und Burrito mit Soja (ich) nebst herrlich fettigen, heißen Pommes. Für den Moment war es genau das richtige, aber anschließend sagten wir uns, dass wir uns ab jetzt eher gesund ernähren wollen 😉

Burrito mit Frites

Café Ginger
Und so ging es am nächsten Tag zum lunch ins Café Ginger. Herrlich süß und mit einer gemütlichen Bank auf die wir Little M ablegen konnten bis sie mitessen wollte. Der Herzmann genoss die Plate du joir mit Lasagne und ich mit Sommerrollen. Diese waren frisch und lecker gefüllt mit Nudeln, Mango, Koriander und Minze. Als Nachtisch gönnte ich mir das Trio aus Keks, Mousse au Chocolat und Cashewcreme und der Herzmann genoss ein Stück saftigen Schokokuchen mit Ingwer.

Primeur Cantine
An unserem letzten Tag machten wir uns auf ins Viertel Belleville, um dort im Primeur Cantine Mittag zu essen. Vorweg teilten wir uns göttlichen Hummus und als Hauptgang hatte ich eine sehr leckere Lasagne (die fast so gut wie die eigene war) mit Salat, während der Herzmann die Plate du Jour bestellte. Als wir beide noch Rhabarber Crumble als Dessert bestellten war der Kellner etwas überrascht – die Franzosen scheinen weniger zu essen als wir 😀

  • Vegan in Paris

Alles in allem war Paris toll – die Stadt fühlt sich an wie New York. Nur eben auf französisch. Vegan in Paris wird viel geboten. Viele Locations die ich gern besucht hätte, waren laut Happy Cow aber „temporarily closed“ – wahrscheinlich wegen der Sommerferien.

Auf gehts – Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Laufeinstieg nach Schwangerschaft

Inkontinenz. Wer hätte gedacht, dass ich mich mit meinen 33 Jahren mit diesem Thema beschäftige. Und vor allem, dass meine Gedanken zum Thema Laufeinstieg nach der Schwangerschaft damit beginnen! Dabei kreisen die Gedanken natürlich auch um meinen #afterbabybody, wie der Trend so schön auf Instagram in die Albträume der jungen Mütter kriecht. Manchmal verfluche ich das Social Media dafür. Da  vergleicht man sich. Wie war ihre Geburt? Wie viel hat die andere zugenommen? Wie, der Bauch ist schon wieder flach? Ich versuche, mich komplett aus solchen Fragen raus zu nehmen. Klar nervt mich mein schwabbeliger Bauch. Klar möchte ich gern wieder auf mein Fitnesslevel von vor der Schwangerschaft kommen. Aber um welchen Preis?

Ich habe lange darüber gegrübelt, wann ich das erste Mal nach der Geburt die Laufschuhe wieder (zum Laufen) schnüre. Überall auf Instagram sieht man ja die total fitten Mamas, die ein paar Tage nach der Geburt schon wieder in ihre Laufroutine einsteigen (vor allem in Nordamerika). Natürlich ist das abhängig von der eigenen Kondition und wie stark die Laufroutine vorher ausgeprägt war, aber gut für den Beckenboden kann das nicht sein, dachte ich mir… Schwabbelbauch hin oder her. Und oft genug liest man ein paar Monate später bei eben diesen Mamas, dass sie auf einmal Probleme mit Inkontinenz beim laufen haben. Die einen ignorieren es und legen sich Oma-Binden in die Hose, die anderen wundern sich, aber laufen einfach weiter und einige wenige treten ein paar Schritte zurück, unterbrechen ihr Training wieder und beginnen noch einmal mit der Rückbildung. Denn sonst bleibt der Langzeitschäden Inkontinenz. Uh, da ist dieses böse Wort schon wieder. Aber während und/oder nach einer Schwangerschaft muss frau sich mit diesem Thema meist beschäftigen. Wusste ich vorher auch nicht. (Die meisten „schwierigen“ Sachen einer Schwangerschaft erfährt man ja erst mitten drin…, wie beispielsweise auch die Surfbrett-Großen Binden für den Wochenfluss im Krankenhaus…).

Nun, ich hatte zwar das Glück, dass ich während der Schwangerschaft keine Probleme mit dem Beckenboden und somit auch keine Inkontinenz hatte und auch die natürliche Geburt war ein noch größeres Glück mit sehr schmerzhaften und anstrengenden fünfeinhalb Stunden (wer hat da schon Zeit für eine PDA?!) und keinen größeren Verletzungen. Und auch nach der Geburt habe ich bisher keine Probleme damit, Stuhl, Urin oder Wind (diese medizinischen Fachbegriffe sind einfach toll) zu halten. Trotzdem möchte ich mein Glück mit meinem Laufeinstieg nach der Schwangerschaft nicht überstrapazieren… Ich habe hier und da nachgefragt – sehr oft hörte ich, dass man mindestens ein halbes Jahr warten sollte, bevor man wieder mit dem Laufen beginnt. Auch hörte ich, dass man warten solle, bis man zwei Stillmahlzeiten ersetzt hat, da die Hormone, die durch das Stillen entstehen, die Sehnen und Bänder weich machen und dadurch eine höhere Verletzungsgefahr beim Laufen entsteht.

Zwischen all diesen Meinungen (Sprichwort, fragt man drei Ärzte hat man fünf Meinungen…) habe ich mich nun entschlossen, nach dem vollendeten 6. Monat wieder ganz leicht mit dem Laufen zu beginnen. Denn mir reicht die Bewegung langsam nicht mehr aus. Ich habe Hummeln im Hintern. Die wollen mir zwar keinen #beachbody2017 machen. Und auch mein Ziel, in diesem Jahr wieder einen Halbmarathon zu laufen, habe ich ad Acta gelegt. Und da ich dieses Mal eine ordentliche Grundkondition aufbauen möchte, soll auch der Wiedereinstieg langsam und ruhig sein. Eine liebe Freundin hat einen passenden Trainingsplan online gefunden und den werde ich mir vornehmen. Und darüber berichten!

Ziel des Plans ist es, mit drei Laufeinheiten in der Woche, in einem Monat 30 Minuten durchzulaufen. Ich bin gespannt und die Laufschuhe stehen auch schon bereit. Die tägliche Spazierrunde (wenn es denn nicht in Strömen regnet) wird bestimmt helfen…

» Zum Trainingsplan bei Runnersworld

Vegane Zimtschnecken – nur 8 Zutaten!

Vegane Zimtschnecken

Zur Zeit könnte ich fast täglich vegane Zimtschnecken essen. Ich weiß gar nicht, woher das kommt, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich früher Zimtschnecken besonders gern mochte… Jedenfalls hab ich nach einem einfachen veganen Rezept gesucht und bin auf dem amerikanischem Blog minimalistbaker fündig geworden – ein Rezept mit nur 7 Zutaten! Halleluja! Die Zubereitung ist durch den Hefeteig (gehen lassen etc.) natürlich etwas zeitaufwendiger, aber immer noch im Rahmen. Ich hatte lediglich mit dem Rollen und Anrichten der Zimtschnecken zu kämpfen – da muss auf jeden Fall noch Übung ran!

Vegane Zimtschnecken

Zutaten (für 10 Stück)

  • 1 cup Reismilch (ca. 240ml)
  • 3 EL + 2 EL Alsan
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 3 cups Mehl (ca. 360g)
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1,5 TL Zimt
  • 1/4 cup (ca. 30g) + 1 EL (gestrichen) Zucker
  • Apfelmus
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

In einem kleinen Topf die Reismilch erwärmen und 3 EL Alsan darin auflösen – aber nicht kochen lassen! Wenn die Butter aufgelöst ist, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend in eine Rührschüssel geben und die Trockenhefe unterrühren. Diese Mischung 10 Minuten reagieren lassen und dann 1 EL Zucker und Salz unterrühren. Nach und nach das Mehl unterrühren (mit dem Knethacken eines Handrührgeräts). Der Teig wird sehr klebrig, aber er ist fertig, wenn er sich von selbst von der Schüsselinnenseite löst. Mit einem Tuch oder Deckel gut abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen (er vergrößert sich etwa auf die doppelte Menge). In der Zwischenzeit Zimt und restlichen Zucker mischen (wer mag kann die Zimtmenge auch noch reduzieren oder erhöhen – ganz nach Gusto) und eine Kuchenform mit Backpapier auslegen (oder einfetten).

Auf einem Stück Backpapier (am besten auch noch bemehlt) den Teig zu einem dünnen Rechteck ausrollen, mit Apfelmus bestreichen und darauf die Zimt-Zucker-Mischung verteilen. Den Teig von der Längsseite her mit Hilfe des Backpapiers aufrollen, in Scheiben schneiden und in die Kuchenform setzen. Die 2 EL Butter schmelzen und über die Zimtschnecken streichen. Anschließend die Form abdecken, auf den Ofen stellen und diesen auf 175°C starten. Bis der Ofen auf Temperatur ist, gehen die Zimtschnecken noch etwas. Wenn die Temperatur erreicht ist, die Form in den Ofen geben und für 25-30 Minuten backen. Anschließend gern warm servieren und vorher mit Puderzucker bestreuen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta hat viele Vorteile: Es geht schnell, die Sauce wird immer schön sämig und man braucht nur einen Topf – ergo muss man auch nur einen Topf spülen 😉 Diese thailändische Variante ist gefüllt mit Reisnudeln, Kokosmilch und Gemüse. Inspiriert dazu hat mich ein Bild auf instagram von vegangreatlife. Und da wir Kokosmilch (für Thaicurry), Reisnudeln (für Pad Thai) und verschiedenstes Gemüse sowieso immer vorrätig haben, konnte ich schwupsdiwups eine thailändische Onepotpasta mit Reisnudeln kochen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Zutaten (für 2 Hungrige)

  • 200g Reisnudeln
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 TL Misopaste
  • 1cm frischer Inger, gerieben
  • Gemüse nach Belieben, z.B. Kaiserschotten, Karotten, Zucchini, Lauch, Kichererbsen (das gab es bei uns)
  • Cashewnüsse
  • etwas Chili

Zubereitung

Das Gemüse klein schneiden. Etwas Öl in einem Topf kurz erhitzen und das Gemüse kurz anschmoren. Dann die Kokosmilch dazu und die gleiche Menge an Wasser ebenfalls dazu geben. Misopaste und den geriebenen Ingwer unterrühren und alles aufkochen lassen. Dann Hitze runter drehen, Reisnudeln hinzufügen und (je nach Reisnudelart, ob dick oder dünn) 7-10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Cashews grob hacken. Wenn die Reisnudeln gar sind, alles auf Schüsseln verteilen, mit Cashews und Chili bestreuen und servieren. Dazu passt auch frischer Koriander  den hatten wir nur leider nicht im Haus 🙂

Best Cake ever: Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb *Rezept*

schoko-avocado-torteAm Wochenende waren wir (unter anderem) auf einer Sommergeburtstagsfeier auf dem bayerischen Lande zu Gast. Da jeder etwas mitbringen durfte, haben wir für veganen Kuchen gesorgt und (mittlerweile unser Steckenpferd), die vegane, ultramegageile Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb fix am Samstag gebacken. Da die Torte so bombastisch ankam und ich mehrfach um das Rezept gebeten wurde, ist mir aufgefallen, dass ich es hier auch noch nie veröffentlicht habe.

Also hier kommt es: Mein / unser aktueller Lieblingskuchen, supersaftigschokoladiggeil. Aber Achtung: Davon schafft man kein großes Stück und es hat totalen Suchtfaktor 😉 Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus – ist es aber nicht – versprochen!

Ach so, wer lieber erst einmal nur ein Stück davon probieren möchte – es gibt den Kuchen immer mal wieder im Tushita Teehaus.

Ach sooo die Zweite: Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt (Meine vegane Küche) lohnt sich nicht nur wegen diesem genialen Kuchenrezept zu kaufen! 😉

Schoko-Avocado-Torte

Mürbeteig
Zutaten:
– 250 g Dinkelmehl Type 630
– 30 g Kakaopulver
– 125 g pflanzliche Margarine
– 100 g Rohrohrzucker
– Margarine zum Einfetten der Form
– 1 kg getrocknete Bohnen zum Blindbacken (bei Bedarf – wir stellen immer einfach eine umgedrehte Keramikschüssel auf den Kuchenboden)

Zubereitung: Alle Teigzutaten mit einem Knethaken zu einem festen, krümeligen Teig vermengen. Eine Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Zuerst den Rand, dann den Boden andrücken, aber nicht zu fest, damit sich der Tortenboden nach dem Backen gut aus der Form löst. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen zum Blindbacken beschweren, damit die Teigränder beim Backen nicht herunterrutschen. Im Backofen bei 160 Grad 30 Minuten backen. Herausnehmen und dem Rand entlang von der Form lösen, den Springform-Rand lösen und leicht anheben, den Formboden entfernen und den Ring wieder schließen. Den Ring bis nach dem Auftragen der Cremes nicht entfernen. Den Tortenboden auskühlen lassen.

Avocadocreme:
Zutaten:
– 3 reife Avocados
– Saft von 1 Zitrone
– 4 EL Rohrohrzucker
– 6 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl
– 3 gestrichene TL Johannisbrotkernmehrl

Zubereitung: Die Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Avocadofleisch mit Zitronensaft, Zucker, Öl und Johannisbrotkernmehl mischen und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Creme pürieren.

Schokocreme:
Zutaten:
– 200 g Zartbitterkuvertüre
– 100 ml Sojamilch Vanille (wir nutzen meist 150-200 ml damit die Schokocreme schön cremig bleibt)
– 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung: Die Kuvertüre im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu heiß wird! Denn sonst trennt sich das Fett von der Schoki und das Ganze wird gar nicht mehr schön… Mit Sojamilch und Johannisbrotkernmehl zu einer feinen Creme pürieren mit einem Schneebesen verrühren.
Fertigstellung: Die Avocadocreme gleichmäßig auf dem Tortenboden verteilen und mit der Schoko-Creme übergießen, sodass keine Avocadocreme mehr zu sehen ist (sie wird sonst sehr schnell braun). Den Kuchen vor dem Servieren eine gute Stunde kalt stellen.

Das Rezept stammt aus dem geilen Kochbuch »Meine vegane Küche«, Surdham Göb, AT Verlag, 192 Seiten, € 19,90 (D).

Vegan in Vancouver | Heirloom

vegan in vancoucer heirloom

Da wir heute #throwbacktuesday haben und ich gerade in Erinnerungen an Kanada schwelge, möchte ich dir den weltallerbesten Caesar Salad – natürlich vegan – vorstellen. Den aß ich zufälliger weise im Heirloom Restaurant in Vancouver. Da sind wir mehr oder weniger „notgedrungen“ eingekehrt, weil wir nach einer Wanderung bei Nieselregen ziellos durch die Gegend fuhren und dann von einer Sekunde auf die nächste sooo einen Hunger hatten, dass wir sofort etwas essen mussten. Das Heirloom war das am nächsten gelegene vegane Restaurant und so kamen wir in den Genuss des Caesar Salads und auch unseren allerersten frittierten Avocados…

Das Heirloom Restaurant liegt im Stadtteil Kitsilano. Es ist ein stylisches, vegetarisch-veganes Restaurant mit hoher Decke und angenehmer Atmosphäre. Bei unserem ersten Besuch waren wir in nasser Regenkleidung dort – das hat uns aber trotz dem zunächst noblen Ambiente, niemand übel genommen 😉 Wir entschieden uns, die Avocado Frites (frittierte Avocadospalten mit cremiger Koriander-Sauce) als Vorspeise zu teilen. Das war der H-A-M-M-E-R. Während der Herzmann im Anschluss einen Burger mit Süßkartoffelpommes genoss, verlor ich mein Herz an einen Klassiker -– den Heirloom Kale Caesar. Ein MEGA leckerer, knackiger Salat aus Grünkohl (da ist das Trendgemüse wieder), Romana-salat, hausgemachten Maisbrotcroutons, Cashew Parmesan, Caesar Dressing und Rote Bete Chips sowie knusprigen Kapern. Kapern? Ja wohl. Ich hasse ja eigentlich Kapern – aber diese frittierten Kapern haben mir tatsächlich geschmeckt! In diesen Salat hätte ich mich reinlegen können…  Genau deswegen besuchten wir das Heirloom auch ein zweites Mal – natürlich wieder mit den Avocado Frites, dem Kale Caesar für mich und der Herzmann bestellte sich ein Beet Avo Sandwich mit Rote Bete Chips, Avocado, Sprossen, Tomate, Knoblauch auf Vollkornbrot.

Hach, wer fährt jetzt mit mir dorthin oder kann mir hier einen solchen Caesar Salad machen?

vegan in vancouver heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Kale Caesar

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Avocado Frites

Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

veganer kochkurs in münchen hochbeet

Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

vegan in München Kochkurs

Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte 🙂

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

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veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen 🙂

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in Brooklyn | V-Spot

vegan in brooklyn v-spot dessert

Wie schon berichtet, hat New York für Veganer einiges zu bieten – und man wird nicht nur in Manhattan fündig. Vegan in Brooklyn bedeutet neben Smorgasburg natürlich auch viele vegane oder veganfreundliche Restaurants. Wir entschieden uns an einem Abend für einem Besuch im V-Spot. Davon gibt es übrigens mittlerweile drei Lokale (zwei neue in Manhattan).

vegan in brooklyn v-spotV-Spot

Das Original in Brooklyn ist urban eingerichtet – es passt halt auch eindeutig zur Umgebung: Brickhouse-Wände, alte amerikanische Diner-Sitze und viele selbst-beschriftete Tafeln. Wir fühlten uns gleich wohl und bestellten natürlich Local Craft Beer.

Die Karte ist Latinamerikanisch-angehaucht mit vielen Nachos, Empanadas, Tostadas und Burritos. Aber es gibt natürlich auch den obligatorischen Kale-Salad und auch Quinoa-Gerichte. Das Ziel des V-Spot-Teams ist es, gesundes, biologisches, veganes Essen zuzubereiten, das nicht langweilig ist.

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V-Spot: Vorn Quinoa-Kale-Salad, hinten: Tacos Carne Molida

Der Herzmann folgte natürlich voll dem aktuellen Food-Trend der Amis und bestellte sich einen Quinoa-Kale-Salat und dazu zwei Tacos mit einer „Carne Molida“ Füllung (Seitan, Avocado, Kidneybohnen und Salsa in Soft-Tacos). Die Protionsgröße war zwar beschaulich, aber dafür hatte er im Anschluss mehr Platz für den Nachtisch…

Da ich seit Teenagerzeiten mexikanisches Essen liebe, entschied ich für mich selbst für einen Burrioto. Bei den leckeren Kombinationen fiel mir die Wahl zwar schwer, aber ich entschied mich für den V-Spot-Burrito. Der war – wie auch die Tacos – mit Seitan Carne Molida gefüllt sowie Guacamole, braunem Reis, veganem Käse, Paprika, Pico de Gallo und natürlich hausgemachtem veganem Sour Cream. Nach dem Burrito war ich pappsatt und glücklich.

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V-Spot-Burrito

Zwar sehr gut gesättigt, konnten wir unseren süßen Zahn natürlich nicht so ohne alles leer lassen und ließen uns zu einem Dessert überreden (okay, mehr der Herzmann, aber er ließ mich natürlich probieren). Wir bekamen ein Stück Vegan Cheesecake mit Brownies on top – ein Traum! Wir erfuhren, dass der Kuchen von Vegan Treats stammt – eine vegane Bäckerei, bei der man megaleckere Kuchen bestellen kann.

Wir waren nach dem Essen so begeistert, dass wir noch einmal hin wollten (beispielsweise zum Brunch), aber es gibt einfach zu viele vegane Spots in New York… Um möglichst viele kennenzulernen haben wir uns schweren Herzens daran gehalten, überall jeweils nur ein Mal hinzugehen. Aber wer weiß, irgendwann geht es bestimmt wieder in den Big Apple… 🙂

vegan in brooklyn v-spot

Vegan in Brooklyn: V-Spot

vegan in brookylyn v-spot brooklyn brewery

Brooklyn Brewery

brooklyn street art

Brooklyn

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

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Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? 🙁

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Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

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Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

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Fei Scho: Vegane Kennzeichnung