Kategorie: vegan

Veganer Käse im Test: Happy Cheeze

veganer käse im test happy cheeze

Zum Ende meiner Schwangerschaft erhielt ich das Angebot, die neuen Cashew-Zubereitungen von Happy Cheeze zu testen. Veganen Käse testen? Da bin ich doch immer sehr gern dabei! Da ich vor meiner veganen Zeit sehr gerne Camembert aß, war dies natürlich sehr verlockend und so erhielt ich ein tolles Produktpaket, bestehend aus der Camembert-Alternative Happy White, dem gereiften „Käse“ Chorizo, den Frischkäsen Bärlauch und Spirulina-Chili, gegangen Parmesan sowie zwei Kuchen im Glas und Buddamilch. Hier meine Favoriten:

Veganer Käse im Test – Happy Cheeze

Als erstes habe ich die veganen Frischkäse-Alternativen getestet. Hier hab ich die Sorten Bärlauch und Spirulina-Chili erhalten. Zuerst habe ich Bärlauch getestet und ich muss sagen, dass ich begeistert war! Es war samtig-frisch-cremig, fast wie Kräuterquark und geschmacklich auch sehr fein. Ich muss zugeben, dass ich mich an Spirulina-Chili danach erst sehr spät wagte. Das liegt allerdings nur daran, dass die Creme blau und damit doch recht gewöhnungsbedürftig aussieht und ich irgendwie mit blauem Essen scheinbar nichts gutes verbinde (vielleicht mag ich keine Schlümpfe essen?!). Ich würde im Laden auch immer wieder zu Bärlauch greifen und eher nicht zu Spirulina-Chili. Aber: Nur aufgrund der Farbe. Auch hier überzeugte die Frischkäse-Alternative mit einer feinen, würzigen und leicht scharfen Note.

Auf den Test des „Happy White“ – die vegane Camembert-Alternative, musste ich dann doch recht lange warten, da man als Schwangere keine Schimmelkulturen essen sollte. Als es dann nach der Geburt endlich soweit war, war ich natürlich ganz gespannt. Denn die lediglich vier Zutaten des „Happy White“ lassen auf ein hochwertiges Produkt, ohne viele Zusatzstoffe schließen: Cashews, Wasser, Salz und Fermentations- bzw. Edelschimmelkulturen. That’s it. Und geschmacklich reicht das vollkommen aus. Der Happy White sieht zwar etwas dunkler aus, als das Original und ist ein kleines bisschen weniger cremig, aber dennoch schön würzig und er hat eben diesen typischen Camembert-Geschmack. Für mich definitiv beide Daumen hoch!

veganer käse im test happy white

Die würzige, vegane Parmesan-Alternative im Glas war ebenfalls ein absolutes Highlight. Wir haben den Parmesan auf fast alles gemacht, Salate, Aufläufe und natürlich Pasta. Erst mit diesem Parmesan habe ich bemerkt, wie sehr man manche Sachen dann doch vermissen kann…

veganer käse im test pasta

Beim gereiften Chorizo muss ich sagen, dass ich zunächst von etwas ganz anderem ausgegangen bin – ich dachte, dabei handelt es sich auch um eine Camembert-Alternative. Aber das soll es gar nicht sein. Entsprechend war ich von der Konsistenz (streichfähig) und der Verpackung etwas überrascht. Nichtsdestotrotz überraschte mich dann dafür wieder der Geschmack sehr positiv – schön rauchig-würzig und minimal scharf.

veganer käse im test chorizo

Auch die beiden Kuchen im Glas waren extrem lecker und haben mir an einigen Tagen das Leben gerettet (ich sag nur Schwangerschaftsgelüste…). Die Kuchen sind dabei so reichhaltig, dass ich teilweise vier Tage an so einem Glas aß… :-)

Die Produkte von Happy Cheeze kann man derzeit vor allem in ihrem Onlineshop kaufen. Einige Produkte gibt es aber auch bei alles-vegetarisch.de. Sie sind zwar nicht ganz günstig, aber es ist alles Bio und vor allem sind die Produkte aus guten Zutaten ohne viel Schnickschnack oder gar Zusatzstoffe.

*Die Produkte von Happy Cheeze wurden mir freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und Bewertung über die Produkte wurde dadurch nicht beeinflusst. 

Vegane Zimtschnecken – nur 8 Zutaten!

Vegane Zimtschnecken

Zur Zeit könnte ich fast täglich vegane Zimtschnecken essen. Ich weiß gar nicht, woher das kommt, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich früher Zimtschnecken besonders gern mochte… Jedenfalls hab ich nach einem einfachen veganen Rezept gesucht und bin auf dem amerikanischem Blog minimalistbaker fündig geworden – ein Rezept mit nur 7 Zutaten! Halleluja! Die Zubereitung ist durch den Hefeteig (gehen lassen etc.) natürlich etwas zeitaufwendiger, aber immer noch im Rahmen. Ich hatte lediglich mit dem Rollen und Anrichten der Zimtschnecken zu kämpfen – da muss auf jeden Fall noch Übung ran!

Vegane Zimtschnecken

Zutaten (für 10 Stück)

  • 1 cup Reismilch (ca. 240ml)
  • 3 EL + 2 EL Alsan
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 3 cups Mehl (ca. 360g)
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1,5 TL Zimt
  • 1/4 cup (ca. 30g) + 1 EL (gestrichen) Zucker
  • Apfelmus
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

In einem kleinen Topf die Reismilch erwärmen und 3 EL Alsan darin auflösen – aber nicht kochen lassen! Wenn die Butter aufgelöst ist, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend in eine Rührschüssel geben und die Trockenhefe unterrühren. Diese Mischung 10 Minuten reagieren lassen und dann 1 EL Zucker und Salz unterrühren. Nach und nach das Mehl unterrühren (mit dem Knethacken eines Handrührgeräts). Der Teig wird sehr klebrig, aber er ist fertig, wenn er sich von selbst von der Schüsselinnenseite löst. Mit einem Tuch oder Deckel gut abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen (er vergrößert sich etwa auf die doppelte Menge). In der Zwischenzeit Zimt und restlichen Zucker mischen (wer mag kann die Zimtmenge auch noch reduzieren oder erhöhen – ganz nach Gusto) und eine Kuchenform mit Backpapier auslegen (oder einfetten).

Auf einem Stück Backpapier (am besten auch noch bemehlt) den Teig zu einem dünnen Rechteck ausrollen, mit Apfelmus bestreichen und darauf die Zimt-Zucker-Mischung verteilen. Den Teig von der Längsseite her mit Hilfe des Backpapiers aufrollen, in Scheiben schneiden und in die Kuchenform setzen. Die 2 EL Butter schmelzen und über die Zimtschnecken streichen. Anschließend die Form abdecken, auf den Ofen stellen und diesen auf 175°C starten. Bis der Ofen auf Temperatur ist, gehen die Zimtschnecken noch etwas. Wenn die Temperatur erreicht ist, die Form in den Ofen geben und für 25-30 Minuten backen. Anschließend gern warm servieren und vorher mit Puderzucker bestreuen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta mit Reisnudeln

Onepotpasta hat viele Vorteile: Es geht schnell, die Sauce wird immer schön sämig und man braucht nur einen Topf – ergo muss man auch nur einen Topf spülen 😉 Diese thailändische Variante ist gefüllt mit Reisnudeln, Kokosmilch und Gemüse. Inspiriert dazu hat mich ein Bild auf instagram von vegangreatlife. Und da wir Kokosmilch (für Thaicurry), Reisnudeln (für Pad Thai) und verschiedenstes Gemüse sowieso immer vorrätig haben, konnte ich schwupsdiwups eine thailändische Onepotpasta mit Reisnudeln kochen.

Onepotpasta mit Reisnudeln

Zutaten (für 2 Hungrige)

  • 200g Reisnudeln
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 TL Misopaste
  • 1cm frischer Inger, gerieben
  • Gemüse nach Belieben, z.B. Kaiserschotten, Karotten, Zucchini, Lauch, Kichererbsen (das gab es bei uns)
  • Cashewnüsse
  • etwas Chili

Zubereitung

Das Gemüse klein schneiden. Etwas Öl in einem Topf kurz erhitzen und das Gemüse kurz anschmoren. Dann die Kokosmilch dazu und die gleiche Menge an Wasser ebenfalls dazu geben. Misopaste und den geriebenen Ingwer unterrühren und alles aufkochen lassen. Dann Hitze runter drehen, Reisnudeln hinzufügen und (je nach Reisnudelart, ob dick oder dünn) 7-10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Cashews grob hacken. Wenn die Reisnudeln gar sind, alles auf Schüsseln verteilen, mit Cashews und Chili bestreuen und servieren. Dazu passt auch frischer Koriander  den hatten wir nur leider nicht im Haus :-)

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Veganer Christstollen

Die Weihnachtszeit steht kurz bevor und in den Supermärkten stapeln sich bereits Lebkuchen, Spekulatius & Co. Weihnachten, da werden Kindheitserinnerungen wach. Eine davon ist der Christstollen von meiner Oma – selbst gebacken nach altem, geheimen Familienrezept. Ich darf mich ganz geehrt seit einigen Jahren stolzer Besitzer dieses alten Familienrezeptes nennen, allerdings bringt es mir nicht viel, da es nicht wirklich vegan ist und sehr schwer zu veganisieren (ich sage nur Schweineschmalz in Massen…). Aber irgendwann werde ich das Rezept in Angriff nehmen und in einen veganen Christstollen umwandeln.

Für diese Weihnachtssaison habe ich mir aber erst einmal wieder ein bewährtes Rezept für einen veganen Christstollen (ohne Rosinen und ohne Orangeat – wer mag das überhaupt?!) vorgenommen, denn dieser hat den Großeltern-Test bereits bestanden :-)

Wenn du jetzt denkst „oh je, ein Stollen ist bestimmt aufwendig“ – da gebe ich dir teilweise recht.

Veganer Christstollen – ohne Rosinen

Zutaten für 2 kleine Stollen:

  • 750g Dinkelmehl
  • 600g vegane Magarine (z.B. Alsan) (300g davon zerlassen)
  • 220ml Reisdrink (oder eine andere Milchalternative)
  • 120g Puderzucker
  • 60g Hefe
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1/2 TL Kardamon
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 150g getrocknete Sauerkirschen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 100g getrocknete Aprikosen, gehackt (oder anderes Lieblingstrockenobst)
  • 80g Datteln, gehackt
  • 100g ganze Nüsse, z.B. Mandeln, Haselnüsse, Cashews…
  • Bei Bedarf: Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Reisdrink etwas anwärmen und dann die Hefe darin auflösen und an einem warmen Ort ca. 10-15 Minuten gehen lassen (Achtung: kein zu kleines Gefäß nehmen – die Hefe kann ganz schön aufsteigen!). Anschließend Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben. 300g zimmerwarme Magarine (nicht die zerlassene), Sirup, Kardamon, Zitronenabrieb, Salz und die Hefe dazu geben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Danach etwa 10 Minuten weiter kneten (wer eine Küchenmaschine hat, kann die hier sehr gut nutzen, ansonsten ist es ein gutes Armmuskel-Training).

Wenn der Teig schön geschmeidig ist, die Nüsse und das klein gehackte Trockenobst unterheben. Den Teig dann halbieren und jeweils rechteckig ausrollen (am besten bereits auf dem Backpapier, da der Teig sehr klebrig ist. Der Teig sollte ausgerollt etwa 2-3 cm hoch sein). Mit etwas zerlassener Magarine bestreichen und ein Drittel des Teiges längs über den Rest einklappen und mit den Händen formen, bis er die gewünschte Form hat. Den Teig dann mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 170°C (Ober- Unterhitze) vorheizen. Die Teige wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und anschließend im Ofen etwa 45 Minuten backen. Anschließend kurz abkühlen lassen. Bei Bedarf dann wieder mit zerlassener Magarine bestreichen und mit reichlich Puderzucker bestäuben. Fertig ist der vegane Christstollen – ganz ohne Rosinen :-)

Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo

sandwich vegan

Bei diesem Schietwetter draussen, hab ich wieder Lust auf winterliche Gerichte – geht es dir genauso? Vor kurzem habe ich erst das vegane Wintersandwich mit Süßkartoffelpommes und Zimt-Chili-Mayo von Sebastian Copien ausprobiert. Und das, obwohl eine sehr liebe Freundin von mir schon seit langem von diesem Sandwich schwärmte. Irgendwie erschien es mir zunächst einfach zu aufwendig: Erst Süßkartoffelpommes machen, dann eine Mayo und dazu noch Brot? Dazu war ich irgendwie zu faul. Aber dabei ist es gar nicht so aufwendig, wie ich jetzt feststellen durfte! Die Süßkartoffelpommes braten sich im Ofen von allein. Die Mayo ist ratzefix mit einem Mixer gemixt und Brot haben wir gekauftes genommen. Die Mayo ist so unglaublich lecker, so dass wir sie auch als Grundlagensauce auf einer Pizza verwendet haben. Und das beste an dem Sandwich: Ich darf dir das Rezept verraten!

wintersandwich-2Wintersandwich mit Zimt-Chili-Mayo aus „Die vegane Kochschule“

Für die Zimt-Chili-Mayo

  • 120 g Cashewkerne
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 TL weißer Balsamicoessig
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 gute Prise Kala Namak
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 100 ml Sonnenblumenöl, gekühlt
  • 100 ml Mandelmilch, gekühlt
  • 1 gute Prise weißer Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL Chilipulver

Für den Belag (für 4-5 Portionen)

  • 450 g Weißkraut, fein gehobelt
  • 150 ml Cashewsahne (wir haben Reiscuisine verwendet)
  • 1 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 TL Condimento bianco
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 kg Süßkartoffeln geschält
  • 7 EL Bratöl
  • geräuchertes Paprikapulver
  • 400 g Austernpilze
  • Ketchup
  • 50 g Feldsalat, gut gewaschen
  • 1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • pro Sandwich 2 Scheiben (Toast-)Brot (wir haben Dinkelbrot verwendet)

Zubereitung

Für die Mayonnaise alle Zutaten im Mixer zu einer glatten Creme verarbeiten und diese im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. (Wer keinen Mixer hat kann die Cashewkerne über Nacht in Wasser einweichen lassen und dann mit dem Pürierstab zu Mayo verarbeiten.)

Für den Belag das gehobelte Weißkraut, die Cashewsahne, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Condimento Bianco und den Koriander gründlich vermengen und die Mischung ziehen lassen.

Die Süßkartoffeln in Pommesartige Stifte schneiden. 4 EL Bratöl mit Paprikapulver verdrehen und die Süßkartoffelstocks mit der Mischung vermengen. Im Ofen bei 220°C (Umluft) 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne das restliche Bratöl erhitzen und die Pilze darin knusprig braten. Pilze und Süßkartoffelpommes leicht salzen.

Die Brotscheiben toasten. Jede Scheibe mit Ketchup, Mayo bestreichen. Je eine Scheibe mit Feldsalat, Pommes, Krautsalat, Pilzen und Zwiebeln belegen, dann die obere Scheibe auflegen und versuchen beim Essen nicht zu kleckern 😉

die vegane Kochschule Sebastian copienDas Rezept stammt aus dem Buch
Die vegane Kochschule
Küchenpraxis | Warenkunde | 200 Rezepte
Von Sebastian Copien
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Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

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Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

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Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte :-)

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

veganer kochkurs in münchen sebastian copien glücksrolle

veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen :-)

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

vegan in München fei scho vegan deklariert

Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? :-(

vegan in München fei scho glücksrolle

Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

vegan in München fei scho veganes curry

Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

vegan in München fei scho karte

Fei Scho: Vegane Kennzeichnung

Einfacher Zucchinihummus *histaminarm*

Zucchinihummus histaminarm

Als ich die Liste an „verbotenen“ Lebensmitteln bei Histaminintoleranz das erste Mal durchgelesen habe, wurde ich echt traurig. Meine Lieblingslebensmittel standen alle auf der roten, also auf der „bösen“ Seite. :-( Darunter: Kichererbsen, Tomaten, Avocado… Dazu muss ich gestehen, dass ich fast täglich Hummus verspeist habe. Da hieß es erst einmal ersatzlos gestrichen…

Als ich dann den Zucchinihummus im Dancing Shiva Superfoods in Wien auf der Karte entdeckte und bei Nachfragen herausfand, dass da tatsächlich keine Kichererbsen drin enthalten sind, war ich überglücklich. Und als der Hummus auch noch so sagenhaft lecker schmeckte, war der Gedanke geboren, dass ich den Zucchinihummus Zuhause selbst auch zubereiten müsse.

Gesagt getan und bereits nach zwei Versuchen habe ich ein histaminarmes Rezept für Zucchinihummus für euch – ohne Kichererbsen, ohne Zitrone, ohne Histamin! Aber das Beste an dem Rezept: Es ist so unsagbar einfach und vielseitig einsetzbar – wir haben den Hummus bereits ganz normal auf Brot genossen oder aber auch als histaminarmen Tomatensaucen-Ersatz für die Pizza.

Zucchinihummus histaminarm

Zucchinihummus

Zutaten (für etwa 500g):

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL weißes Tahin
  • 3-4 EL Wasser
  • 3 TL Kumin
  • frischer Koriander (oder 2 TL getrockneter)

Zubereitung: 

Die Zucchini nach dem Waschen in grobe Stücke schneiden, die Knoblauchzehen geschält und gepresst zusammen mit den restlichen Zutaten in einen guten Mixer geben und zu einer homogenen Masse pürieren. Mit frischem Paprika bestreut servieren oder einfach auf Brot oder Pizza genießen…

Dazu passt: Histaminarme Pizza, Histaminarmes schnelles Brot

Histaminarme Pizza mit Kürbis

histaminarme pizza

Eine fantasielose vegetarische Pizza bei einem Italiener war ursprünglich der Auslöser für meinen Blog. Ich liebe Pizza, aber eine histaminarme Pizza? Wer denkt, wenn man sich vegan und histaminarm ernährt, isst nur noch Spaßbefreit, der irrt (das durfte ich zum Glück lernen). Denn wie auch bei der Umstellung von vegetarisch auf vegan bedarf es nur ein bisschen Neuorientierung und Recherche und schon kann das neue kulinarische Gebiet getestet werden. Bei einer Pizza (zumindest so wie ich sie kenne und wahrscheinlich du auch), sind es vor allem zwei Faktoren, die bei einer Histaminintoleranz nicht gehen: Der Hefe-Weizen-Teig und die Tomatensauce. So war es auch bei unserer Pizza – bisher haben wir zwar schon häufiger Dinkelmehl für unseren Pizzateig verwendet, aber durch die Hefe im Teig, ist er bei Histaminintoleranz schon nicht mehr so gut verträglich.

Also wurde schwupsdiewups die Hefe erst durch Backpulver ersetzt und schließlich haben wir das Backtriebmittel gänzlich weggelassen. So besinnt man sich eigentlich auch wieder auf den Pizzaursprung: Mehl, Wasser, Öl, fertig. Und das Resultat: Histaminarmer Pizzateig.

Die Teigfrage ist also einfach gelöst, bei der Tomatensaucenfrage tat ich mich da etwas schwerer. Einfach weglassen? Dann wird die Pizza zu trocken. Aber womit ersetzen? Kürbispüree? Wäre eine Option, aber klingt recht aufwendig für eine schnelle Pizza am Abend (ich werde das trotzdem irgendwann einmal testen!) Letzten Endes haben wir bisher zwei Varianten für uns entdeckt: Den Zucchinihummus und eine Lupinencreme. Die Lupine zählt zwar auch zu den Hülsenfrüchten, aber den Lupinen Aufstrich von Made with Luve vertrage ich in Maßen recht gut – vor allem sind in dem Aufstrich nur 6,6 – 6,8 % Lupineneiweiß enthalten).

Beim weiteren Belag sind (kaum) Grenzen gesetzt: Alles, was histaminarm ist (und uns schmeckt), ist auf der Pizza willkommen: Kürbis, Grünkohl, Karotten, (Frühlings-) Zwiebeln, Paprika, Rosenkohl…

Histaminarme Pizza mit Dinkelteig

  • 375g Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 180ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Öl

Zubereitung

Die Zutaten rasch zu einem Teig verkneten und auf Backpapier ausrollen (die Menge sollte zwei dünne Pizzen ergeben). Anschließend mit Sauce bestreichen, dem gewünschten Belag belegen und im Ofen bei 180°C (Ober- Unterhitze) ca. 15-20 Minuten backen.

Histaminarme Pizzasauce: Lupinencreme

Für die Lupinencreme haben wir einfach den Lupinen Aufstrich Kräuter genommen, eine Knoblauchzehe hinein gepresst und mit etwas warmem Wasser zu einer Creme gerührt – finito!

histaminarme pizza mit lupinencreme

Histaminarme Pizzasauce: Zucchinihummus

Als zweite, sehr Knofilastige Variante haben wir einfach den histaminarmen Zucchinihummus auf die Pizza geschmiert und anschließend belegt. Yummy :-)

histaminarme pizza mit zucchinihummus

Pasta mit „Käsesauce“ aka. vegan mac and cheese

Vegan Mac and Cheese mit Blumenkohl

Wer kennt es nicht, das amerikanische Mac’n’Cheese? Ein Kindertraum in Pastaform. Eine schnelle Fastfood-Variante, mit der Kinder leicht und schnell satt und glücklich gemacht werden. Allerdings ist die Käsevariante natürlich auch ganz schön mächtig und leider auch komplett unvegan. Weil ich aber Appetit auf dieses Soulfood hatte, musste eine vegane Variante her – am besten auch noch Histaminarm, also ohne Nüsse und ohne Hefe.

Als Grundlage dieser veganen „Käse‘-Sauce bildet deswegen Blumenkohl – zusammen mit einer Karotte püriert ergibt die Masse schon einmal eine käsige Farbe. Juchu! Das ganze dann noch richtig würzen (wer mag, kann dies gern mit Hefeflocken, Misopaste oder Rauchsalz tun) und schon ist die vegane Käsesauce völlig nussfrei fertig. Die passenden Nudeln waren mit den neuen Hanf-Nudeln schnell gefunden. Damit es für die Geschmacksknospen aber nicht zu langweilig wird (schließlich wollen wir nicht nur Babybreimässig essen), werden unsere Mac and Cheese mit knusprigen Grünkohlchips kombiniert.

Die Zubereitung ist auch insgesamt recht simpel: Erst den Blumenkohl garen und parallel den Grünkohl im Ofen zu Chips backen lassen. Dann den Blumenkohl pürieren und würzen und gleichzeitig die Pasta kochen. Voilá – genau das richtige Mahl, wenn denn dann endlich der Winter kommt…

Blumenkohl und Grünkohl

Pasta mit Käsesauce und Grünkohlchips aka. vegan Mac and Cheese
Zutaten (für 2 Hungrige)

  • 1 Blumenkohl-Kopf (gewürfelt)
  • 1 Karotte (geschält und in Scheiben geschnitten)
  • 4-5 Grünkohl-Blätter, gewaschen und vom Stiel befreit
  • 3 EL Olivenöl (für den Grünkohl)
  • 1 TL Rauchsalz
  • 1/2 TL Paprika
  • Öl für die Sauce (ca. 5-6 EL)
  • 1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und Pfeffer
  • 200g Pasta (Histaminarm z.B. Hanfpasta oder Dinkelvollkornpasta)

Zubereitung

  1. Blumenkohl und Karotte in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Anschließend abgießen (das Kochwasser vom Gemüse auffangen) und beiseite stellen.
  2. Den Ofen auf 130°C (Umluft) vorheizen. In der Zwischenzeit 3 EL Öl, Rauchsalz und Paprikapulver in einer Schüssel verrühren und den geputzten Grünkohl damit vermengen. Den marinierten Grünkohl auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen und im Ofen für 30-40 Minuten backen. Ab und an die Ofentür öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
  3. In einem großen Topf etwas Öl erhitzen und darin die gehackte Zwiebel und Knoblauch kurz andünsten, dann das gekochte Gemüse dazu tun und ebenfalls etwas anrösten. Dann etwas Gemüsehochwasser dazugeben und die Menge pürieren. Olivenöl hinzugeben – ca. 5-6 EL bzw. nach Belieben. Die Masse mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat kräftig würzen. Wer keine Histaminintoleranz hat, kann hier auch gern 1-2 EL helle Misopaste hinzugeben.
  4. Parallel dazu die gewünschte Pasta nach Packungsleitung kochen.
  5. Die frisch abgegossene Pasta in den Topf mit der Käsesauce geben und alles verrühren. Nach Belieben ggf. noch etwas Öl oder Kochwasser hinzugeben. Die „Käse“-Pasta in tiefen Tellern, mit etwas Paprika bestreuet und den Grünkohl-Chips darauf angerichtet servieren.