Kategorie: europa

Vegan in Paris – mit Baby

Vegan in Paris - Louvre

Nun sind wir also unterwegs. Acht Wochen haben wir (vielmehr der Herzmann, weil ich ja Elternzeit habe) uns Zeit genommen. Zeit, um als Familie zusammen zu wachsen. Zeit, unseren Nachwuchs ganz intensiv kennenzulernen (vor allem der Papa) und Zeit, gemeinsam den Weg in ihre Beikost zu starten (das wird aber ein anderer Beitrag). Anderthalb Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon einiges gesehen und gemeinsam erlebt.
Den Startschuss machte eine wunderschöne, entspannte Hochzeit in einem kleinen Dorf südlich von Berlin (das Haus am Bauernsee ist eine absolute Empfehlung für feiern!). Von dort ging es für zwei Tage ins Ruhrgebiet, wo wir Essen vegan kulinarisch näher kennenlernten (auch dazu folgt ein anderer Beitrag irgendwann…).
Und dann ging es für drei Tage nach Paris. Vegan in Paris? Mit sechs Monate altem Baby? Ja, das geht. Und zwar ganz wunderbar, wie ich erleichtert feststellte 🙂
Vorher war ich wirklich nervös. Wie würde es in Paris sein? Wie voll wird es dort? Und dann hat Paris ja leider schon einige Anschläge erleben müssen. Aber es leben ja dort auch Menschen. Menschen mit Familie und Babys, dachte ich mir. Unsere kleine Airbnb-Wohnung war etwas außerhalb, aber mit der nahe gelegenen Ubahn waren wir ruckzuck in der Innenstadt. Ich habe vorher viel recherchiert, wie das mit Baby funktionieren kann. Und natürlich Reiseführer gekauft (zB: MARCO POLO Reiseführer Paris). Überall steht ja, dass die Ubahn keine Rolltreppen haben und alles sehr eng ist, also dass man am besten nen kleinen, leichten Buggy nutzen sollt. Da wir Little M sowieso nur tragen, war das für uns kein Problem. So erkundschafteten wir die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und der Herzmann trug den Nachwuchs die gesamte Zeit, so dass sie sich immer zurück ziehen oder auch schlafen konnte, aber auch aus der Trage heraus gucken und alles beobachten wenn sie wollte. Mit der Trage waren wir irgendwie echt Exoten unterwegs. Wir hatten die manduca Babytrage und die Ruckeli Babytrage dabei. Während man in Deutschland mittlerweile immer wieder Babys im Tuch oder einer Trage sieht, habe ich in Paris nur ein einziges anderes Baby gesehen. An unserem ersten Abend in Paris stieß ich auf diesen Artikel über die (für mich) erschütternden Erziehungsmassnahmen der Französinnen: Mütterlichkeit auf Französisch. Der erklärt vielleicht die wenigen getragenen Babys…
Drei Tage sind viel Zeit für Paris, finde ich. Wir konnten shoppen, sightseeing machen, aber auch gemütliche Runden in Parks drehen, picknicken und lecker vegan essen gehen. Und mit Little M in der Trage war auch alles gangbar. Ich habe sie in schattigen Parkplätzen gestillt, sie wurde in einer Ecke des Innenhofs im Louvre gewickelt und schlief recht viel. Riesige Menschenmassen, laute Straßen und lange Schlangen haben wir aber auch gemieden. Und bei der Essenswahl haben wir einerseits auf unseren Appetit gehört und andererseits geschaut, ein wir unseren Nachwuchs gut mitnehmen und idealer weise auch hinlegen können.

Vegan in Paris

Comptoir Veggie
Den Anfang machten wir mit einem Frühstück im neuen veganen Café Comptoir Veggie. Der Herzmann genoss Müsli und Kaffee und ich eine Açai-Bowl mit frischem Saft. Beides sehr sättigend und nicht zu schwer – genau das richtige für einen langen Tag Sightseeing.

Açai-Bowl

Açai-Bowl

Super Vegan
Nach etwa 16km Sightseeing quer durch die Straßen von Paris waren wir echt hungrig und brauchten ganz viele Kohlenhydrate. Uns zog er zum Super Vegan und verschlangen dort Döner mit Seitan (er) und Burrito mit Soja (ich) nebst herrlich fettigen, heißen Pommes. Für den Moment war es genau das richtige, aber anschließend sagten wir uns, dass wir uns ab jetzt eher gesund ernähren wollen 😉

Burrito mit Frites

Café Ginger
Und so ging es am nächsten Tag zum lunch ins Café Ginger. Herrlich süß und mit einer gemütlichen Bank auf die wir Little M ablegen konnten bis sie mitessen wollte. Der Herzmann genoss die Plate du joir mit Lasagne und ich mit Sommerrollen. Diese waren frisch und lecker gefüllt mit Nudeln, Mango, Koriander und Minze. Als Nachtisch gönnte ich mir das Trio aus Keks, Mousse au Chocolat und Cashewcreme und der Herzmann genoss ein Stück saftigen Schokokuchen mit Ingwer.

Primeur Cantine
An unserem letzten Tag machten wir uns auf ins Viertel Belleville, um dort im Primeur Cantine Mittag zu essen. Vorweg teilten wir uns göttlichen Hummus und als Hauptgang hatte ich eine sehr leckere Lasagne (die fast so gut wie die eigene war) mit Salat, während der Herzmann die Plate du Jour bestellte. Als wir beide noch Rhabarber Crumble als Dessert bestellten war der Kellner etwas überrascht – die Franzosen scheinen weniger zu essen als wir 😀

  • Vegan in Paris

Alles in allem war Paris toll – die Stadt fühlt sich an wie New York. Nur eben auf französisch. Vegan in Paris wird viel geboten. Viele Locations die ich gern besucht hätte, waren laut Happy Cow aber „temporarily closed“ – wahrscheinlich wegen der Sommerferien.

Vegan in Prag | Ein kulinarisches Wochenende

vegan in prag

Im Spätsommer letzten Jahres haben wir ein kulinarisches Wochenende in Prag verbracht – eine wunderschöne Stadt nebenbei gesagt! Und man kann dort prima vegan leben. Welche gegangen Spots wir besucht haben, davon berichte ich dir jetzt.

Vegan in Prag

Zunächst vorweg gesagt: Es gibt tatsächlich sehr viele vegan Läden in Prag – Prag ist ja schon immer Stadt der „Freidenker“ und Künstler, vielleicht ist auch deswegen die vegan Szene in der Hauptstadt Tschechiens sehr gut vertreten… Wir konnten leider nicht alle veganen Spots besuchen – ein paar auf meiner Liste waren leider auch geschlossen als wir hin wollten (wer hat denn Öffnungszeiten erfunden?!), aber ich habe dennoch einige sehr leckere und empfehlenswerte Tipps für dich gefunden:

MyRaw Cafe

Ganz in der Nähe unserer airbnb-Wohnung (Bytheway – wenn du dich über diesen Link bei airbnb anmeldest, bekommst du auf deine erste Reise 35 Euro Rabatt!) war das MyRaw Café und wir beschlossen am ersten Tag gleich dort einmal frühstücken zu gehen. Wie der Name schon verrät, ist alles rohköstlich und dazu auch noch vegan! Sie haben zum Glück auch eine englische Karte, so dass wir bestellen konnten und einigermaßen wussten, was wir bekommen. Wir hatten ein englisches Frühstück mit Bacon, Sausages und allem was dazu gehört und einmal Pancake mit Schoko-Porridge:

vegan in prag myraw cafe

MyRaw Cafe: Britisches Frühstück

vegan in prag myraw cafe

MyRaw Cafe: Pancake

Vegan’s Prague

Direkt unterhalb der Burg liegt das Vegan’s Prague – man dort also prima im Anschluss einkehren. Dort waren wir leider erst am letzten Tag, sonst wären wir aufgrund des tollen Essens bestimmt noch einmal hingegangen! Das Restaurant liegt im oberen Stock und besteht aus zwei Stockwerken (ein Hoch auf den Service!) und eine kleine Terrasse. Der Herzmann hatte hier einen Rote Bete-Burger und ich wollte etwas typisch tschechisches: Klöße mit Soße.

vegan in Prag Vegans Prague

Unsere Hauptgänge

vegan in Prag Vegans Prague

Unsere Vorspeisen: Rote Bete Carpacchio und Humus

IMG_5003

Das Pastva

Pastva

Nach einem (sehr langen) Spaziergang vom Park etwas stadtauswärts kehrten wir im Pastva ein. Das Restaurant ist urban-modern eingerichtet und hat eine große Fensterfront (leider regnete es, als wir dort waren).

 

vegan in prag pastva

Vorspeise im Pastva: Hummus

vegan in prag pastva

Burger im Pastva

vegan in prag pastva

„Braten“ mit Kartoffelstampf im Pastva

Moment

Auch etwas ausserhalb der Innenstadt, aber auf jeden Fall den Weg wert, ist das Bistro und Café Moment. Das Bistro ist total gemütlich und schlicht eingerichtet. Hier kann man sich eine Weile aufhalten und wohlfühlen. Es gibt Frühstück, Salat, Bagel und Burger, Suppen und vieles mehr. Aber das beste von allem ist hier echt der Kuchen – der war der Hammer!

vegan in prag cafe moment

Bistro und Café Moment

vegan in prag - cafe Moment

Wrap und Rührei

Veggie Garden

Vor unserer Rückfahrt holten wir uns im Veggie Garden noch eine Stärkung für die Fahrt. Der Imbiss bietet Suppen, Frühstück und Kuchen an – alles ideal zum Mitnehmen.

vegan in prag Veggie garden

Veggie Garden

Warst du schon mal in Prag? Welche veganen Spots kennst du? 🙂

Vegan in Wien | Habe die Ehre!

wiener prater

Ich war noch niemals in Wien und damit lag ich dem Herzmann ziemlich oft in den Ohren. In der Adventszeit überraschte er mich dann mit einem Kurztrip – anstelle des obligatorischen Adventskalenders. Dazu muss ich sagen, dass ich ihm IMMER einen Adventskalender gebastelt habe und von ihm aber nie einen bekam. Um sich für dieses Ungleichgewicht zu revanchieren, hatte er sich den Kurztrip überlegt. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit und wir entflohen dem deutschen Weihnachtsstress, um uns dem wienerischen Weihnachtsmärkten zu widmen und ein entspanntes langes Wochenende dort zu verbringen. Und natürlich haben wir köstlich geschlemmt, denn vegan in Wien ist supereasy. Und das, obwohl ich durch die derzeitige Histaminintoleranz ja doch etwas eingeschränkt bin, was auswärts essen betrifft. Leider hat die Zeit auch nicht gereicht, einige Bloggerfreunde zu treffen, aber da Wien so wundervoll ist, werden wir auf jeden Fall wieder kommen, denn es gibt noch so viele vegane Spots zu entdecken (hoffentlich dann nicht ganz so eingeschränkt)!

Vegan in Wien: yamm!

Gefrühstückt haben wir zwei Mal im Yamm an der Universität. Die haben nämlich ein großes Büffet bei dem man zwischen vegetarischen und veganen Speisen wählen kann. Dazu gibt es auch noch eine Karte mit einer kleinen aber feinen Auswahl. Und auch für den Reiseproviant der Rückfahrt, war das yamm super geeignet. Da alle Zutaten ausgezeichnet werden, konnte ich sogar recht histaminarme Gerichte auswählen.

www.yamm.at

Dancing Shiva Superfoods

In das Dancing Shiva Superfoods sind wir eigentlich zufällig geraten. Wir wollten eigentlich am ersten Abend in die vegane Sushi-Bar gehen, aber die war leider geschlossen. Und auf dem Weg dorthin sind wir an dem rohköstlichen Laden mit Restaurant-Bistro vorbei gegangen. Also ging es dort hinein. Im Dancing Shiva Superfoods kann man sich mit allen möglichen Superfoods eindecken, aber auch sehr lecker vegan (und wer mag auch rohköstlich) speisen.

Als Vorspeise entschieden wir uns für Zucchini-Hummus. Und der war mega. Ich hätte am liebsten noch einen Teller davon gegessen. Dazu gab es rohes Brot, welches auch sehr lecker und schön aromatisch war. Da man in Wien ja Gulasch isst (und Kürbis histaminarm ist), entschied ich mich als Hauptgang für den rohveganen Kürbisgulasch und der Herzmann für Nussbraten an Rotkohl. Mein Gulasch war … mal etwas neues. Den Geschmack (etwas bitter irgendwie) konnte ich irgendwie die ganze Zeit über nicht wirklich in lecker oder nichtsolecker einordnen. Und auch die getrockneten Zwiebeln waren recht viel. Es war auf jeden Fall extrem würzig und aromatisch, aber für mich etwas too much. Der Nussbraten hingegen war wohl überaus lecker und auch die ganze Atmosphäre im Dancing Shiva war überaus angenehm – so macht vegan in Wien Freude!

www.dancingshiva.at

wien dancing shiva superfoods

wien dancing shiva

wien dancing shiva

Hollerei

Da Weihnachten kurz bevor stand, wollten wir natürlich auch ein mal „fein“ essen gehen. Nachdem wir das Schloss Schönbrunn besichtigt hatten, spazierten wir von dort zur Hohlere. Die Hollerei ist kein rein veganes Restaurant, sondern vereint vegan und vegetarisch auf der Karte.

Da wir ziemlich ausgehungert waren von dem langen Spaziergang (und uns stärken wollten für unseren Weg zurück zu unserem wimdu-Apartment), entschieden wir uns für einen gemischten Vorspeisenteller. Wir haben ihn extra als „vegan“ bestellt und ich war zugegebenermaßen dann ganz schön irritiert, als unser Teller kam und ich mich fragte, ob das (vor allem die Quiche) wirklich alles vegan ist… Also beim Kellner nachgefragt. Der versicherte uns erst, dass alles vegan sei, sich aber noch einmal in der Küche erkundigen wollte. Dann kam er ganz aufgeregt zurück und rief fast „nicht die Quiche essen!“. Nun, diese und noch einiges anderes war leider nicht vegan. fail. Da war ich schon etwas enttäuscht und meine Erwartungen an den Hauptgang sanken ziemlich.

Aber ich muss sagen, der Hauptgang – ich hatte veganes Kürbisgulasch mit Knödel bestellt – holte alles wieder raus. Das Gulasch war echt megalecker. Auch der Herzmann war von seinem Gericht (Rotkohl mit Rouladen) ganz angetan, wobei ihm am Schluss dann doch zu viel Rotkohl auf dem Teller war. Alles in allem ist die Hollerei aber ein sehr feines Lokal.

www.hollerei.at

wien hollerei

wien hollerei

wien hollerei