Kategorie: travel

Vegan in Prag | Ein kulinarisches Wochenende

vegan in prag

Im Spätsommer letzten Jahres haben wir ein kulinarisches Wochenende in Prag verbracht – eine wunderschöne Stadt nebenbei gesagt! Und man kann dort prima vegan leben. Welche gegangen Spots wir besucht haben, davon berichte ich dir jetzt.

Vegan in Prag

Zunächst vorweg gesagt: Es gibt tatsächlich sehr viele vegan Läden in Prag – Prag ist ja schon immer Stadt der „Freidenker“ und Künstler, vielleicht ist auch deswegen die vegan Szene in der Hauptstadt Tschechiens sehr gut vertreten… Wir konnten leider nicht alle veganen Spots besuchen – ein paar auf meiner Liste waren leider auch geschlossen als wir hin wollten (wer hat denn Öffnungszeiten erfunden?!), aber ich habe dennoch einige sehr leckere und empfehlenswerte Tipps für dich gefunden:

MyRaw Cafe

Ganz in der Nähe unserer airbnb-Wohnung (Bytheway – wenn du dich über diesen Link bei airbnb anmeldest, bekommst du auf deine erste Reise 35 Euro Rabatt!) war das MyRaw Café und wir beschlossen am ersten Tag gleich dort einmal frühstücken zu gehen. Wie der Name schon verrät, ist alles rohköstlich und dazu auch noch vegan! Sie haben zum Glück auch eine englische Karte, so dass wir bestellen konnten und einigermaßen wussten, was wir bekommen. Wir hatten ein englisches Frühstück mit Bacon, Sausages und allem was dazu gehört und einmal Pancake mit Schoko-Porridge:

vegan in prag myraw cafe

MyRaw Cafe: Britisches Frühstück

vegan in prag myraw cafe

MyRaw Cafe: Pancake

Vegan’s Prague

Direkt unterhalb der Burg liegt das Vegan’s Prague – man dort also prima im Anschluss einkehren. Dort waren wir leider erst am letzten Tag, sonst wären wir aufgrund des tollen Essens bestimmt noch einmal hingegangen! Das Restaurant liegt im oberen Stock und besteht aus zwei Stockwerken (ein Hoch auf den Service!) und eine kleine Terrasse. Der Herzmann hatte hier einen Rote Bete-Burger und ich wollte etwas typisch tschechisches: Klöße mit Soße.

vegan in Prag Vegans Prague

Unsere Hauptgänge

vegan in Prag Vegans Prague

Unsere Vorspeisen: Rote Bete Carpacchio und Humus

IMG_5003

Das Pastva

Pastva

Nach einem (sehr langen) Spaziergang vom Park etwas stadtauswärts kehrten wir im Pastva ein. Das Restaurant ist urban-modern eingerichtet und hat eine große Fensterfront (leider regnete es, als wir dort waren).

 

vegan in prag pastva

Vorspeise im Pastva: Hummus

vegan in prag pastva

Burger im Pastva

vegan in prag pastva

„Braten“ mit Kartoffelstampf im Pastva

Moment

Auch etwas ausserhalb der Innenstadt, aber auf jeden Fall den Weg wert, ist das Bistro und Café Moment. Das Bistro ist total gemütlich und schlicht eingerichtet. Hier kann man sich eine Weile aufhalten und wohlfühlen. Es gibt Frühstück, Salat, Bagel und Burger, Suppen und vieles mehr. Aber das beste von allem ist hier echt der Kuchen – der war der Hammer!

vegan in prag cafe moment

Bistro und Café Moment

vegan in prag - cafe Moment

Wrap und Rührei

Veggie Garden

Vor unserer Rückfahrt holten wir uns im Veggie Garden noch eine Stärkung für die Fahrt. Der Imbiss bietet Suppen, Frühstück und Kuchen an – alles ideal zum Mitnehmen.

vegan in prag Veggie garden

Veggie Garden

Warst du schon mal in Prag? Welche veganen Spots kennst du? :-)

Vegan in Vancouver | Heirloom

vegan in vancoucer heirloom

Da wir heute #throwbacktuesday haben und ich gerade in Erinnerungen an Kanada schwelge, möchte ich dir den weltallerbesten Caesar Salad – natürlich vegan – vorstellen. Den aß ich zufälliger weise im Heirloom Restaurant in Vancouver. Da sind wir mehr oder weniger „notgedrungen“ eingekehrt, weil wir nach einer Wanderung bei Nieselregen ziellos durch die Gegend fuhren und dann von einer Sekunde auf die nächste sooo einen Hunger hatten, dass wir sofort etwas essen mussten. Das Heirloom war das am nächsten gelegene vegane Restaurant und so kamen wir in den Genuss des Caesar Salads und auch unseren allerersten frittierten Avocados…

Das Heirloom Restaurant liegt im Stadtteil Kitsilano. Es ist ein stylisches, vegetarisch-veganes Restaurant mit hoher Decke und angenehmer Atmosphäre. Bei unserem ersten Besuch waren wir in nasser Regenkleidung dort – das hat uns aber trotz dem zunächst noblen Ambiente, niemand übel genommen 😉 Wir entschieden uns, die Avocado Frites (frittierte Avocadospalten mit cremiger Koriander-Sauce) als Vorspeise zu teilen. Das war der H-A-M-M-E-R. Während der Herzmann im Anschluss einen Burger mit Süßkartoffelpommes genoss, verlor ich mein Herz an einen Klassiker -– den Heirloom Kale Caesar. Ein MEGA leckerer, knackiger Salat aus Grünkohl (da ist das Trendgemüse wieder), Romana-salat, hausgemachten Maisbrotcroutons, Cashew Parmesan, Caesar Dressing und Rote Bete Chips sowie knusprigen Kapern. Kapern? Ja wohl. Ich hasse ja eigentlich Kapern – aber diese frittierten Kapern haben mir tatsächlich geschmeckt! In diesen Salat hätte ich mich reinlegen können…  Genau deswegen besuchten wir das Heirloom auch ein zweites Mal – natürlich wieder mit den Avocado Frites, dem Kale Caesar für mich und der Herzmann bestellte sich ein Beet Avo Sandwich mit Rote Bete Chips, Avocado, Sprossen, Tomate, Knoblauch auf Vollkornbrot.

Hach, wer fährt jetzt mit mir dorthin oder kann mir hier einen solchen Caesar Salad machen?

vegan in vancouver heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Kale Caesar

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Avocado Frites

Vegan in Vancouver | Meet on Main

vegan in vancouver meet on main

Unsere Reise brachte uns letzten Herbst zum Abschluss auch nach Vancouver. Vegan in Vancouver geht total easypeasy. Dank Instagram und Google war meine Liste an „to-visit“-Lokalen ziemlich lang und die Entscheidung für oder gegen ein Lokal fiel entsprechend schwer. Aber das Meet on Main wurde uns wärmstens von einem anderen Restaurant empfohlen und das imponierte mir ganz schön, ehrlich gesagt. Immer noch auf der Suche nach den perfekten Mac’n’Cheese fand ich sie dort. Dummer weise hatte nicht ich sie bestellt, sondern mein Herzmann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich auf Grünkohl fokussiert und bestellte entsprechend Grünkohlsalat mit „Kokos-Schinken“, so dass ich endneidisch war auf seine Speise…

vegan in vancouver meet on main

Links: Die leckersten veganen Mac’n’Cheese (meiner Meinung nach) in Nordamerika; Rechts: Organic Kale & Romaine Cesear

vegan in vancouver meet on main

Meet on Main: Hocus Pocus im Hintergrund und Caesar Salat vorn

Wiederholungstäter

Das Lokal ist entspannt eingerichtet und lädt zum Leute-begucken ein :-) Entsprechend besuchten wir das Lokal ein zweites Mal vor unserer Heimreise. Beim zweiten Besuch bestellten wir „Hocus Pocus“ (megaleckere frittierte Zwiebelringe) als Vorspeise zum Teilen. Leider hatten wir es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht kapiert, dass man etwas expliziert als Vorspeise bestellen und dazu sagen muss, dann man den Hauptgang DANACH serviert bekommen möchte. Und so hatten wir dann wieder ein Foodfest auf unserem kleinen Tisch…Die Zwiebelringe waren nichtsdestotrotz köstlich und wir leckten uns die Finger danach…
Ich selbst hatte mich für das Tagesgericht – Caesar Salad, da ich zwischenzeitlich „dank“ eines Besuchs im Heirloom süchtig nach dem Caesar Salat war… – entschieden und der Herzmann genoss einen Sunshine Salad (Mögt ihr es eigentlich auch nicht, wenn euer männlicher Begleiter „nur“ einen Salat bestellt???).

Meet on Main
4288 Main Street between 27th & 28th
www.meetonmain.com

Vegan in Vancouver Meet on Main

Meet on Main: auch stylisch von aussen

vegan in vancouver meet on main menu

Meet on Main: (fast) Alles auf der Karte ist vegan – jippie

Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

veganer kochkurs in münchen hochbeet

Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

vegan in München Kochkurs

Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte :-)

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

veganer kochkurs in münchen sebastian copien glücksrolle

veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen :-)

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in Brooklyn | V-Spot

vegan in brooklyn v-spot dessert

Wie schon berichtet, hat New York für Veganer einiges zu bieten – und man wird nicht nur in Manhattan fündig. Vegan in Brooklyn bedeutet neben Smorgasburg natürlich auch viele vegane oder veganfreundliche Restaurants. Wir entschieden uns an einem Abend für einem Besuch im V-Spot. Davon gibt es übrigens mittlerweile drei Lokale (zwei neue in Manhattan).

vegan in brooklyn v-spotV-Spot

Das Original in Brooklyn ist urban eingerichtet – es passt halt auch eindeutig zur Umgebung: Brickhouse-Wände, alte amerikanische Diner-Sitze und viele selbst-beschriftete Tafeln. Wir fühlten uns gleich wohl und bestellten natürlich Local Craft Beer.

Die Karte ist Latinamerikanisch-angehaucht mit vielen Nachos, Empanadas, Tostadas und Burritos. Aber es gibt natürlich auch den obligatorischen Kale-Salad und auch Quinoa-Gerichte. Das Ziel des V-Spot-Teams ist es, gesundes, biologisches, veganes Essen zuzubereiten, das nicht langweilig ist.

vegan in brooklyn tacos kale

V-Spot: Vorn Quinoa-Kale-Salad, hinten: Tacos Carne Molida

Der Herzmann folgte natürlich voll dem aktuellen Food-Trend der Amis und bestellte sich einen Quinoa-Kale-Salat und dazu zwei Tacos mit einer „Carne Molida“ Füllung (Seitan, Avocado, Kidneybohnen und Salsa in Soft-Tacos). Die Protionsgröße war zwar beschaulich, aber dafür hatte er im Anschluss mehr Platz für den Nachtisch…

Da ich seit Teenagerzeiten mexikanisches Essen liebe, entschied ich für mich selbst für einen Burrioto. Bei den leckeren Kombinationen fiel mir die Wahl zwar schwer, aber ich entschied mich für den V-Spot-Burrito. Der war – wie auch die Tacos – mit Seitan Carne Molida gefüllt sowie Guacamole, braunem Reis, veganem Käse, Paprika, Pico de Gallo und natürlich hausgemachtem veganem Sour Cream. Nach dem Burrito war ich pappsatt und glücklich.

vegan in brooklyn v-spot burrito

V-Spot-Burrito

Zwar sehr gut gesättigt, konnten wir unseren süßen Zahn natürlich nicht so ohne alles leer lassen und ließen uns zu einem Dessert überreden (okay, mehr der Herzmann, aber er ließ mich natürlich probieren). Wir bekamen ein Stück Vegan Cheesecake mit Brownies on top – ein Traum! Wir erfuhren, dass der Kuchen von Vegan Treats stammt – eine vegane Bäckerei, bei der man megaleckere Kuchen bestellen kann.

Wir waren nach dem Essen so begeistert, dass wir noch einmal hin wollten (beispielsweise zum Brunch), aber es gibt einfach zu viele vegane Spots in New York… Um möglichst viele kennenzulernen haben wir uns schweren Herzens daran gehalten, überall jeweils nur ein Mal hinzugehen. Aber wer weiß, irgendwann geht es bestimmt wieder in den Big Apple… :-)

vegan in brooklyn v-spot

Vegan in Brooklyn: V-Spot

vegan in brookylyn v-spot brooklyn brewery

Brooklyn Brewery

brooklyn street art

Brooklyn

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

vegan in München fei scho vegan deklariert

Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? :-(

vegan in München fei scho glücksrolle

Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

vegan in München fei scho veganes curry

Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

vegan in München fei scho karte

Fei Scho: Vegane Kennzeichnung

Vegan in Thailand | เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

Vegan in Thailand – geht das überhaupt? Mein Herzmann und ich waren bereits zwei Mal in Thailand zusammen – beim ersten Besuch auf Ko Pangan (wo wir einen tollen Kochkurs mit Chef Tommy besucht haben), lebte ich noch als Vegetarier. Ich aß trotzdem mit ziemlichen Gewissensbissen, weil auch die als „vegetarisch“ deklarierten Gerichte in Thailand zu 99 %  Fisch- oder Austernsauce enthalten.  Anders ginge das nicht, hat mir damals auch Chef Tommy erzählt. Bei unserem zweiten Besuch, als ich bereits vegan lebte, wollte ich mich nicht so einfach geschlagen geben und so habe ich mich vor Abflug informiert. Bei Happy Cow fand ich eine Liste mit veganen Restaurants auf Phuket und bei Rika von vegan miam fand ich sehr interessante Berichte über ihren Aufenthalt auf Phuket während des Vegetarian Festivals. Bei Rika las ich auch das erste Mal von เจ (Jay / Jeh).

Vegan in Thailand: เจ (Jay / Jeh)

vegan in thailand

„Jeh“ sponsored by Maggi

Wenn man als Vegetarier oder Veganer Urlaub in Thailand macht, sollte man sich an dieses gelb-rote Zeichen halten. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet. Das Essen, das hinter diesem „Jay“ steht, kommt der veganen Ernährung am nächsten, denn es bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch, keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Da das Essen zudem auch noch Körper und Kharma reinigen soll, enthält es auch keinen Knoblauch und keine Zwiebeln.

Diese Ernährungsform stammt von einer östlichen Religion, die wohl schon uralt ist, ab: „Jainismus“. Die Jain-Nonnen und -Mönche folgen fünf großen Gelübden – unter anderen dem Ablassen von Töten und Verletzten von Lebewesen und Pflanzen. Wegen dieses Ideals der Nichtverletzung ernähren sich die Jains ausschließlich pflanzlich. Und auch nur von solchen Pflanzen, die beim Verzehr nicht zerstört werden (wie Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln) – quasi wie Fruktarier. Früher wurde im Jay-Essen wohl viel Öl und Fett verwendet, aber an den Ständen auf Phuket hatte ich nicht den Eindruck. Dafür wird viel „Fake“ („Mockmeat“, also Tofu und Soja) und natürlich auch Obst und Gemüse genutzt – was aber sehr interessant ist.

Jay-Packung

Auch Seegras-Chips werden mit „Jeh“ gekennzeichnet

Nachdem wir ein paar Mal das Zeichen auf unseren Erkundungstouren mit dem Scooter gesehen hatte, sprang es uns anschließend immer wieder ins Auge – und ich war letztendlich überrascht, wie viele solche Jay-Stände existieren. Sie sind aber meist auch plakativ mit dem Jay-Zeichen und eben gelb-roten Plakaten, Wimpeln und Flaggen ausgestattet, so dass sie leicht zu erkennen sind. An solch gekennzeichneten Ständen gibt es dann auch nur Jay- also veganes Essen. Und auch auf Produktpackungen lässt sich das Zeichen finden.

FFür die zauberhafte „V“eltenbummlerin Linda habe ich übrigens einen Gastbeitrag über veganes Essen in Thailand geschrieben. Falls euch jetzt das Fernweh packt, auf Ihrem Blog kann man sich ganz wunderbar inspirieren lassen!

ChoengThale-1

Eine vegane Garküche – irgendwo auf Phuket

vegan in thailand

Die Küche einer veganen Garküche in Patong

vegan in thailand

„Kleine“ Lunchpause vegan-thai-style

vegan in thailand

Veganer „Fisch“ mit ganz viel Chili…

vegan in thailand

Zur Erfrischung zwischendurch – in einer Garküche an der Ostküste Paukest

vegan in Thailand

Veganes Pad Thai und anschließend der beste Rohkostkuchen im Supernatural auf Phuket

vegan in thailand

Vegane Garküche

vegan in thailand

Auch so kann eine vegane Garküche aussehen…

Vegan Fashion in New York | Vaute Couture

vegan fashion vaute couture

Während unseres Besuchs in New York City hatten wir das Glück, direkt zum Eröffnungswochenende des neuen Pop-up-Shops von dem veganen Fashionlabel VAUTE Couture dort zu sein – eine ideale Gelegenheit, sich vegane Mode anzuschauen, bei der Eröffnung dabei zu sein und anschließend nur ein paar Blocks weiter einen weiteren veganen hot spot von Manhattan zu testen: „by CHLOE.“ (ebenfalls nur ein paar Wochen zuvor eröffnet).

Vegan Fashion: VAUTE Couture

vaute couture mäntelVAUTE ist laut eigenen Angaben das erste komplett vegane Modelabel – die erste Linie kam 2009 mit ganz viel Tamtam auf den Markt (ich glaube bleed war etwas früher am Start). VAUTE war jedenfalls das erste vegane Label, das auf der New York Fashion Week auftrat und prompt war der Hype (zum Glück) geboren.

Gegründet wurde das Label von Leanne Mai-ly Hilgart (ursprünglich aus Chicago) – ihr erstes Ziel war es, vegane, warme Mäntel für den kalten Winter in Chicago zu entwerfen, die komplett Tierleidfrei sind (eben auch nicht „nur“ mit fairen Daunen sondern komplett ohne).

Ursprünglich in Brooklyn angesiedelt, eröffnete das vegan fashion-Label im Herbst 2015 einen Pop-Up-Store in Manhattan (250 Mott Street) – und wir hatten das Glück dabei zu sein und die Euphorie mitzuerleben (und es gab leckere vegane cookies). Da wir noch draussen saßen, wurden wir von Hilgart und Partnern gebeten, ein groupy zu machen :-) Und schon ein mal vor Ort musste ich natürlich auch etwas kaufen. Die Mäntel sehen zwar echt chic aus, aber waren wir mit 450$ und aufwärts dann doch etwas zu teuer… und so kalt wie in Chicago wird es in Deutschland schon nicht werden, dachte ich mir … (übrigens gibt es aktuell 50% auf alle Mäntel im Onlineshop!) Also wurde es „nur“ ein Statement-Shirt.

Vaute Couture
35 Meadow Street, Suite 101, Brooklyn. Off the Montrose L Stop
WALK-INS: Mondays + Tuesdays + Thursdays from 3pm-6pm. Fridays & Saturdays by appointment only.
www.vautecouture.com

vaute couture opening manhattan street sign

vaute couture opening hilgart

vaute-label-1601

vaute couture eats her veggies shirt

Vegan in Wien | Habe die Ehre!

wiener prater

Ich war noch niemals in Wien und damit lag ich dem Herzmann ziemlich oft in den Ohren. In der Adventszeit überraschte er mich dann mit einem Kurztrip – anstelle des obligatorischen Adventskalenders. Dazu muss ich sagen, dass ich ihm IMMER einen Adventskalender gebastelt habe und von ihm aber nie einen bekam. Um sich für dieses Ungleichgewicht zu revanchieren, hatte er sich den Kurztrip überlegt. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit und wir entflohen dem deutschen Weihnachtsstress, um uns dem wienerischen Weihnachtsmärkten zu widmen und ein entspanntes langes Wochenende dort zu verbringen. Und natürlich haben wir köstlich geschlemmt, denn vegan in Wien ist supereasy. Und das, obwohl ich durch die derzeitige Histaminintoleranz ja doch etwas eingeschränkt bin, was auswärts essen betrifft. Leider hat die Zeit auch nicht gereicht, einige Bloggerfreunde zu treffen, aber da Wien so wundervoll ist, werden wir auf jeden Fall wieder kommen, denn es gibt noch so viele vegane Spots zu entdecken (hoffentlich dann nicht ganz so eingeschränkt)!

Vegan in Wien: yamm!

Gefrühstückt haben wir zwei Mal im Yamm an der Universität. Die haben nämlich ein großes Büffet bei dem man zwischen vegetarischen und veganen Speisen wählen kann. Dazu gibt es auch noch eine Karte mit einer kleinen aber feinen Auswahl. Und auch für den Reiseproviant der Rückfahrt, war das yamm super geeignet. Da alle Zutaten ausgezeichnet werden, konnte ich sogar recht histaminarme Gerichte auswählen.

www.yamm.at

Dancing Shiva Superfoods

In das Dancing Shiva Superfoods sind wir eigentlich zufällig geraten. Wir wollten eigentlich am ersten Abend in die vegane Sushi-Bar gehen, aber die war leider geschlossen. Und auf dem Weg dorthin sind wir an dem rohköstlichen Laden mit Restaurant-Bistro vorbei gegangen. Also ging es dort hinein. Im Dancing Shiva Superfoods kann man sich mit allen möglichen Superfoods eindecken, aber auch sehr lecker vegan (und wer mag auch rohköstlich) speisen.

Als Vorspeise entschieden wir uns für Zucchini-Hummus. Und der war mega. Ich hätte am liebsten noch einen Teller davon gegessen. Dazu gab es rohes Brot, welches auch sehr lecker und schön aromatisch war. Da man in Wien ja Gulasch isst (und Kürbis histaminarm ist), entschied ich mich als Hauptgang für den rohveganen Kürbisgulasch und der Herzmann für Nussbraten an Rotkohl. Mein Gulasch war … mal etwas neues. Den Geschmack (etwas bitter irgendwie) konnte ich irgendwie die ganze Zeit über nicht wirklich in lecker oder nichtsolecker einordnen. Und auch die getrockneten Zwiebeln waren recht viel. Es war auf jeden Fall extrem würzig und aromatisch, aber für mich etwas too much. Der Nussbraten hingegen war wohl überaus lecker und auch die ganze Atmosphäre im Dancing Shiva war überaus angenehm – so macht vegan in Wien Freude!

www.dancingshiva.at

wien dancing shiva superfoods

wien dancing shiva

wien dancing shiva

Hollerei

Da Weihnachten kurz bevor stand, wollten wir natürlich auch ein mal „fein“ essen gehen. Nachdem wir das Schloss Schönbrunn besichtigt hatten, spazierten wir von dort zur Hohlere. Die Hollerei ist kein rein veganes Restaurant, sondern vereint vegan und vegetarisch auf der Karte.

Da wir ziemlich ausgehungert waren von dem langen Spaziergang (und uns stärken wollten für unseren Weg zurück zu unserem wimdu-Apartment), entschieden wir uns für einen gemischten Vorspeisenteller. Wir haben ihn extra als „vegan“ bestellt und ich war zugegebenermaßen dann ganz schön irritiert, als unser Teller kam und ich mich fragte, ob das (vor allem die Quiche) wirklich alles vegan ist… Also beim Kellner nachgefragt. Der versicherte uns erst, dass alles vegan sei, sich aber noch einmal in der Küche erkundigen wollte. Dann kam er ganz aufgeregt zurück und rief fast „nicht die Quiche essen!“. Nun, diese und noch einiges anderes war leider nicht vegan. fail. Da war ich schon etwas enttäuscht und meine Erwartungen an den Hauptgang sanken ziemlich.

Aber ich muss sagen, der Hauptgang – ich hatte veganes Kürbisgulasch mit Knödel bestellt – holte alles wieder raus. Das Gulasch war echt megalecker. Auch der Herzmann war von seinem Gericht (Rotkohl mit Rouladen) ganz angetan, wobei ihm am Schluss dann doch zu viel Rotkohl auf dem Teller war. Alles in allem ist die Hollerei aber ein sehr feines Lokal.

www.hollerei.at

wien hollerei

wien hollerei

wien hollerei

wien-prater

Vegan in Brooklyn | Smorgasburg

smorgasburg prospect park

Natürlich darf bei einem Besuch im Big Apple Brooklyn nicht fehlen – und auch aus veganer Sicht hat das Viertel einiges zu bieten. Ein weiterer Pluspunkt von Brooklyn: Von dort ist es gar nicht mehr weit zum Strand von Coney Island, wo wir uns zwischen russischen Rentnern die Sonne auf’s Haupt haben scheinen lassen. Wir hatten dieses Mal ein Zimmer in Brooklyn gemietet und deswegen verbrachten wir sowieso recht viel Zeit dort. Unser Apartment lag direkt am Prospect Park. Eigentlich hatte ich ja vor, dort laufen zu gehen, aber mein Wadenbeinköpfchen hatte mir ja einen Strich durch die Rechnung gemacht… Nichtsdestotrotz hat der Park ein Wochenendliches Highlight zu bieten: Smorgasburg.

smorgasburg prospect park

Smorgasburg

Ganz viel Rauch, es duftet nach gebratenem, überall schlemmen Menschen auf Decken und an Picknick-Tischen: Das ist Smorgasburg, ein „Flea Food Market“ (Essens-Flohmarkt), der jedes Wochenende stattfindet. Im Sommer 2015 fand man diesen Fressmarkt Samstags in Williamsburg und Sonntags im Prospect Park. Ich hatte vorher recherchiert, dass die beste vegane Eisdiele New Yorks – Alchemy Creamery – dort einen Stand hat. Also stand der Fressmarkt natürlich auf unserer to-visit-Liste.

Als wir vor Ort ankamen war ich von der Menschenmasse überrascht. Es war Sonntag Nachmittag und die Rasenfläche im Schatten in der Mitte der Fressstände war total besetzt. Von jedem zweiten Essensstand zog Rauch auf – hier wurde Gemüse gebraten, an mehreren Ständen gab es natürlich die besten Burger der Stadt und überall gab es natürlich auch was zu Trinken. Alles Local und Organic. Inmitten der Stände fanden wir dann auch den Eisstand von Alchemy Creamery und mussten das natürlich auch verkosten.

 

smorgasburg prospect park

alchemy creamery

smorgasburg prospect park