Kategorie: run, mat & om

So war es: Mein erster Lauf nach der Schwangerschaft

generali München marathon medaille

Jetzt hab ich es endlich geschafft! Mein erster Lauf nach der Schwangerschaft liegt hinter mir – genau genommen war das mein erster (Wettkampf-)Lauf seit drei Jahren! Und es war: beängstigend, gigantisch, euphorisch, erschöpfend, traurig, motivierend… so viele Gefühle auf nur zehn Kilometern mitten durch München. Man läuft durch einen Tunnel mit Nebel, Blitzlichtern und Musik ins Olympiastadion ein und läuft dann noch eine Dreiviertel Runde über die Tartanbahn in den Zielbogen – ein unglaubliches Erlebnis!

Nachdem die letzten beiden Trainingsläufe mehr als miserabel waren – ich fühlte mich einfach schlapp, hatte einen viel zu hohen Puls für eine viel zu langsame Pace – hatte ich keine großen Hoffnungen, auf eine gute Zeit beim 10-km-Lauf beim diesjährigen München Marathon. Diesen Lauf hatte ich mir im Frühjahr als großes Ziel gesetzt, dass es mein erster Lauf nach der Schwangerschaft sein soll – nicht zu kurz und nicht zu lang, mit genügend Zeitabstand, so dass ich in Ruhe meinen Trainingsplan ablaufen kann. Dieser Plan sah vor, dass ich am Ende eine Zielzeit von 1:05:00h schaffen soll. Daran habe ich nie und nimmer geglaubt. Bei einem 10-km-Trainingslauf eine Woche vor dem Wettkampf schaffte ich die Strecke in 1:14:00 und hoffte, ich würde es beim Wettkampftag etwas schneller schaffen. Aber dann kamen besagte schlechte Trainingsläufe und ich hoffte, dass ich zumindest die 1:14h noch einmal schaffen würde.

Doch dann kam der Sonntag. Die Sonne schien am blauen Himmel. Überall sah man Läufer und Läuferinnen mit den roten Marathon-Rucksäcken und ich traf die liebe Jana @doradiamant2, mit der ich gemeinsam starten (und ins Ziel laufen) wollte, auf dem Weg zum Olympiastadion. Die Laune stieg. Da Jana gerade durch halb Portugal und Spanien auf dem Camino Portugues gewandert ist, waren auch ihre Beine schwer. So witzelten wir, dass wir vor allem vor dem Besenwagen ins Ziel einlaufen wollen und sortierten uns am Ende des überraschend kurzen Startblocks ein. Dann fiel der Startschuss und wir liefen los. Locker, leicht, überholten wir den ein oder anderen Läufer. Ein kurzer Blick auf meine Pulsuhr sagte mir (erstaunlicher weise), dass wir mit einer 6:30er Pace gestartet sind. Hui, dabei wollten wir doch nicht zu schnell loslaufen! Doch die Pace hielten wir fast bis zum Schluß – bis zur Hälfte konnten wir dabei noch locker quatschen. Ab dem 7.km ging mir dann langsam die Puste aus und ich konnte nur erstaunt und grotesk drein blicken, als Jana mich frisch und munter fragte, ob ich auch einen Kaugummi möchte. Ich blickte sie nur wie ein Fisch an und keuchte irgendeine verneinende Antwort. Und dann – endlich – kam das Stadion in den Blick und DER Tunnel. Die Schritte auf der Tartanbahn versetzten mich ruckartig in meine Grundschulzeit, als ich dort noch im Leichtathletikverein meine Wettkampfrunden lief. Ein saukomisches Gefühl! Obwohl das Stadion fast leer war (ein trauriger Anblick irgendwie, dabei denkt man ja gerade, man würde die Weltmeisterschaft mitlaufen), gaben wir noch einmal Gas und liefen glückselig bei 01:04:40 ins Ziel ein, bekamen unsere Herzl-Medaille um den Hals gehängt und suchten Wasser und Bananen.

Fazit: Die Herzl-Medaille ist ein Träumchen. Für diese würde ich auch den Halbmarathon laufen. Wenn dann nur mehr Zuschauer und mehr Stimmung an der Strecke wären. Das war echt richtig schade. Nix los unterwegs. Kaum Menschen, kaum Bands. Dabei war das Wetter grandios.

Lauftagebuch | Trainingsplan 10km, noch 4 Wochen bis zum Lauf

8km im laufplan

So langsam hat sich das Laufpensum erhöht und nähert sich den 10 km an. Damit verlängerte sich auch die Laufzeit, die ich (gaaaanz gaaaanz langsam) unterwegs bin. Kann ich Minime so lange im Buggy mitnehmen? Langweilt sie sich nicht auf der Fahrt? Schläft sie nicht mittendrin ein, obwohl wir ja jetzt schon bei nur noch einmal am Tag schlafen sind?
Nun, ich könnte entweder schneller laufen (ha ha), damit ich nicht so lange laufe (aber in meinem Trainingsplan für den 10 km Lauf beim München Marathon ist auch eine Pace vorgegeben …

Mittlerweile bin ich regelmäßig bei 8 km angekommen. Nach ein paar Wochen Pause (wie sich die eingeschlichen hatten, weiß ich auch nicht…), konnte ich wieder regelmäßig laufen. Aber mit Buggy fällt es mir zunehmend schwerer – nicht, weil es sich schwer läuft, sondern weil ich merke, dass Minime meist so gar keinen Spaß daran hat. Hinzu kommt, dass wenn ich zu spät los laufe (also alles später als 9:30 Uhr), dass sie beim Lauf einschläft. Und das ist eine ganz ganz dumme Zeit. Denn dann schläft sie nicht nochmal nach dem Mittagessen und ich hab ein ganz liebenswürdiges (nicht) Kind am Nachmittag. Also direkt früh laufen, am besten so zwischen 7 und 9 Uhr morgens. Aber da hat Minime gerade ihre aktive Phase und möchte sich austoben. Einfach nur im Buggy angeschnallt sitzen und den gelegentlichen Radfahrern, Läufern und Hunden zuwinken? Viel zu langweilig!

Ein paar Mal hat es dennoch geklappt, aber zuletzt musste ich nach 6,5 km einfach aufhören. Seitdem versuche ich, allein zu laufen. Das schaffe ich aber nur noch zwei Mal statt drei Mal die Woche. Mal schauen, wie die letzten vier Wochen bis zum München Marathon laufen…

screenshot laufplan

Lauftagebuch | Trainingsplan 10km, Woche 5+6

laufen mit buggy

Ich bin angemeldet! Ich habe mich am 29. Juni für den 10-km-Lauf beim diesjährigen München Marathon angemeldet. Nun heißt es also, dem Trainingsplan weiter effektiv folgen… Ohne die Anmeldung wären mir die Läufe die letzten beiden Wochen aber auch irgendwie schwer gefallen… Zurück im nasskalten München fühlten sich meine Beine echt schwer an. Lag es daran, dass ich wieder mit Buggy laufe? Oder lag es an der längeren Strecke?

Lauftagebuch Trainingswoche 5, KW 25

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
4 km, 00:36:10, mit Buggy
4 km, 00:35:54, mit Buggy
5 km, 00:42:02, mit Buggy und Herzmann

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Viiiiel zu lang und viiiiiil zu schwer. Mal davon abgesehen dass ich viiiiil zu langsam unterwegs war. Puhhhhhhh

Lauftagebuch Trainingswoche 6, KW 26

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
5 km, 00:44:06, mit Buggy
4 km, 00:35:42, mit Buggy
7 km, 00:

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Keine Änderung zur Vorwoche.

Lauftagebuch | Trainingsplan 10km, Woche 3+4

Laufen im Sommerurlaub

Das waren mal zwei Trainingswochen! Unterschiedlich wie Tag und Nacht. Den Anfang der dritten Woche habe ich irgendwie versäumt, da wir in den Urlaub gefahren sind. Macht nichts, dachte ich mir, läufste halt ein paar Mal direkt hintereinander am Strand entlang. Von wegen! Direkt nach dem ersten Lauf trat ich in eine Wespe (autsch) und damit war der Rest der Woche gestrichen. Aber ich habe sie einfach gedanklich abgehakt und eine liebe Freundin, die auch die 10 km beim München Marathon laufen möchte, ermunterte mich, die Woche als Regeneration anzusehen (was nach dem letzten 3 km-Lauf ja auch dringend benötigt war… hehe).
Nun, voller Elan ging es dann in Trainingswoche vier. Und was soll ich sagen – es lief sich einfach super! Trotz hoher Temperaturen (24-27°C im Schatten) und asphaltierter Strecke fühlte ich mich prima beim Laufen.

Lauftagebuch Trainingswoche 3, KW 23

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
3 km, ausgefallen
3 km, Küstenstraße, ohne Buggy
4 km, ausgefallen

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Mmmh, der eine Lauf fühlte sich gut an und ich war danach richtig euphorisch, weiter in dieser schönen Gegend weiterlaufen zu dürfen. Keine zehn Minuten später saß ich mit schmerzverzerrtem Gesicht und Zähneknirschend im Schatten und hakte diese Laufwoche als Regeneration ab.

Lauftagebuch Trainingswoche 4, KW 24

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
3 km, 00:23:47, ohne Buggy auf der Küstenstraße
3 km, 00:24:36, ohne Buggy auf der Küstenstraße
4 km, 00:31:56, ohne Buggy auf der Küstenstraße

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Herrlich! Es lief sich einfach richtig gut. Ich war nicht schnell und ich lief nicht weit, aber das war egal. insgesamt fühlte ich mich einfach wohl beim Laufen – trotz der Wärme! Eigentlich bin ich eher so der Regenläufer. Einziger Wermutstropfen: Ich musste auf Asphalt laufen und hatte nicht die richtigen Laufschuhe dafür dabei. Ab und an zwickte mein linkes Knie (DAS Knie…), aber nicht langfristig und bisher ist auch alles picobello. Es wird sich beim nächsten Trainingslauf in München wohl zeigen, ob die Knie den Asphalt gut vertragen haben.

Lauftagebuch | Trainingsplan 10 km, Woche 2

Lauftagebuch

Wenn ich daran zurück denke, dass ich vor drei Jahren locker 10 km und mehr im Training für den Halbmarathon gelaufen bin, fühlen sich die 2 km-Einheiten jetzt ganz komisch an… Aber es muss halt sein. Ich möchte nichts überstürzen und eine Knieverletzung oder einen Überlastungsbruch oder was auch immer gefährden und wieder von vorn beginnen müssen. Ich habe Zeit. Der Weg ist das Ziel. Auch wenn der Weg gerade sehr kurz ist… Deswegen ja auch dieses Lauftagebuch über meinen Trainingsplan.
Da ich ein paar Tage eine liebe Freundin besuchen war und wir wichtigeres zu tun hatten als Laufen (quatschen, ausruhen, baden, Kleinkinder betreuen…), habe ich die zweite Einheit dieser Woche ausfallen lassen. Ich habe erst überlegt, ob ich die zweite und dritte Einheit dann kombiniere, aber irgendwie war meine Motivation heute zu laufen zwar groß, aber dann doch nicht so groß, als dass ich die Distanz (fast) verdoppelt hätte. Ausserdem musste ich ja auch noch packen heute für unseren bevorstehenden Urlaub…

Lauftagebuch Trainingswoche 2, KW 22

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
2 km, 00:16:00, Montag, mit Buggy
2 km, ausgefallen
3 km, 00:26:20, Sonntag, ohne Buggy

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Die Laufeinheiten werden schneller und ganz allmählich länger. Die ersten zwei Kilometer am Montag fühlten sich echt gut an, weil sie mal etwas „schneller“ gelaufen wurden. Also „schneller“ als gaaaaaanz gaaaaanz langsam… 😉
Die zweite Einheit (die ja quasi die dritte hätte sein sollen) bin ich zusammen mit dem Herzmann gelaufen. Er schob den Buggy und ich durfte nebenher laufen. Das war mal Qualityfamilytime! Wir konnten so einiges besprechen und Minime hat fröhlich allen entgegen kommenden LäuferInnen zugewunken. Vielleicht bekomme ich den Herzmann ja dazu, dass wir zu dritt die 10 km beim München Marathon laufen…

Lauftagebuch | Trainingsplan 10km, Woche 1

Lauftagebuch laufen mit buggy

Die ersten Schritte sind bekanntlich die schwersten. So fühlte sich mein Start in den neuen Trainingsplan auf jeden Fall an. Damit ich trotzdem weiter motiviert bleibe, möchte ich künftig wöchentlich (oder wenigstens alle zwei Wochen) hier ein kleines Lauftagebuch über meinen Trainingsplan führen. Wer mag, kann mich also auf dem Weg zum 10-km-Lauf hier begleiten 🙂 Der Einfachheit halber, werde ich das Lauftagebuch mit ein paar ganz wenigen Punkten führen: Welche Laufeinheiten ich absolvieren musste und wie sie sich anfühlten.

Lauftagebuch Trainingswoche 1, KW 22

Was (Laufeinheiten lt. Trainingsplan):
2 km, 00:19:00, Dienstag, mit Buggy
2 km, 00:17:30, Donnerstag, mit Buggy
2 km, 00:16:30, Samstag, ohne Buggy

Wie (fühlten sich die Läufe an):
Nachdem ich nun ein paar (wenige) Wochen schon 3km und mehr gelaufen bin, kam ich mir doch recht komisch vor, nur 2km zu laufen. Dafür die Laufschuhe schnüren? Das ist schon recht merkwürdig. Nicht mal 20 Minuten war ich so unterwegs. Ich kam gerade mal auf 25 Minuten, wenn ich lange auf den Satellit-Empfang meiner Pulsuhr warten musste… Da ich aber derzeit sehr schlecht extrem schlecht schlafe (also eigentlich kaum), war ich doch ganz froh, dass es nur so ganz kleine Runden waren. Der erste Lauf war der schwerste – ich war soooo müde. Meine Beine auch. Der zweite Lauf war schon wesentlich besser (da durfte ich mal ein paar Stunden vorher schlafen) und der dritte Lauf war durch die Tatsache, dass ich ohne Buggy lief, wesentlich leichter.

Mein Trainingsplan für 10km

Laufen mit Buggy

Man läuft im Olympiastadion los. Man läuft im Olympiastadion ins Ziel. Es gibt eine Medaille. In Herzform. Die Rede ist vom 10-km-Lauf beim München Marathon. 10 km. Puh. Das sind 6,5km mehr als ich derzeit mehr oder weniger (eher weniger, wenn ich ehrlich bin) regelmäßig laufe. Mit meinem ersten Trainingsplan, um ins Laufen nach der Schwangerschaft und Geburt wieder einzusteigen, war ich sehr zufrieden (hier habe ich ja schon darüber berichtet). Die 30 Minuten am Stück laufen sind nun seit einigen Wochen geschafft. Seitdem ich mit dem Trainingsplan durch bin, laufe ich zwei bis drei Mal die Woche 30 Minuten (oder mehr, wenn mein kleiner Trainingsbuddy aka. Minime noch im Buggy schlief oder meine Mama für ihren Trainingsplan mehr laufen musste). Irgendwann ließ meine Motivation nach, drei Mal die Woche zu laufen. So schnüre ich derzeit nur einmal in der Woche die Laufschuhe… Doch das soll ein Ende haben!  Um mich wieder zu mehr Regelmäßigkeit zu motivieren, habe ich mir nun ein neues Ziel gesetzt. Ich will diese Herz-Medaille. Dafür muss ich am 14. Oktober 10 km laufen. Und dafür brauchte ich natürlich einen neuen Trainingsplan für 10km.

Trainingsplan für 10km

So sieht der Beginn aus, von meinem Trainingsplan für 10km.

Meinen ersten Trainingsplan fand ich online auf der Website eines bekannten Laufsportmagazines. Dort gibt es zwar auch den ein oder anderen Trainingsplan für 10km – als Anfänger oder für Fortgeschrittene mit einem bestimmten Zeitziel, aber die haben mich alle nicht so richtig angesprochen. Nachdem heute die Erinnerungen an mein Halbmarathon-Debüt beim Gutmuths Rennsteiglauf 2015 wieder wach wurden, erinnerte ich mich an den „Sportapp“-Ordner auf meinem Handy. Da war doch was… Also bastelte ich ein wenig rum und habe nun meinen Trainingsplan für 10km bei der Asics App „My Asics“ erstellt. Dieser beginnt in der kommenden Woche und hat das Ziel, mich am 14. Oktober, also in 141 Tagen, nach 10km nicht komplett sterbend ins Ziel zu bringen *lach*… An meine „Bestzeit“ (*hust hust*) beim Nike Women’s Run in Berlin (2015) werde ich wohl bei weitem nicht ran kommen, aber ich möchte vor allem die 10km schaffen – als Mama, die mit Baby Kleinkind trainiert.

Um auch wirklich motiviert zu bleiben in der Zeit bis zum München Marathon möchte ich hier eine Art Tagebuch über meinen Laufprozess mit dem Trainingsplan für 10km schreiben. Vielleicht wöchentlich, vielleicht alle zwei Wochen. Das wird sich noch zeigen. Wer hat sich noch alles für den München Marathon angemeldet? Und mit welchem Trainingsplan läufst du?

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft – mein Trainingsplan

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Jetzt habe ich es geschafft! Ich bin 30 Minuten am Stück gelaufen. Mit Buggy. Laufen nach der Schwangerschaft und Geburt. Ohne Gehpausen. Ich habe nach der Schwangerschaft lange gewartet bis ich wieder in die Laufschuhe schlüpfte. Und ich habe mir dabei Zeit gelassen. Viel Zeit. Sehr viel Zeit sogar. Zum einen habe ich recht spät wieder angefangen (etwa 10 Monate nach der Geburt) und mir viel Raum für die Rückbildung und den Beckenboden gegeben (Rückbildungskurse, Yoga, Pilates und Buggyfit). Auch wollte ich Minime nicht in den Buggy setzen, bevor sie von selbst sitzen konnte. Und das war etwa, als sie sieben Monate jung war. Da waren wir gerade auf unserem Roadtrip durch Europa und hatten keinen Buggy dabei. Wieder daheim schlich sich der Alltag mit Baby ohne Laufen wieder ein und so brauchte ich den Jahresanfang, um den 10-Wochen-Trainingsplan für „blutige Anfänger“ tatsächlich zu starten. Aus den geplanten 10 Wochen sind nun 17 Wochen geworden, da ich zwischendrin durch Urlaub und Krankheit(en) ein paar (Zwangs-)Pausen einlegen musste. Aber jetzt ist es geschafft. Ich bin heute 30 Minuten am Stück gelaufen und fühlte mich sauwohl dabei.

Laufen nach der Schwangerschaft: So ging es los

Am 1. Januar war es so weit. Meine erste Lauf-Geh-Einheit aus dem Runnersworld-Trainingsplan stand mir bevor. Mir war schon etwas mulmig zumute. Wie groß würde meine Enttäuschung darüber sein, dass meine Kondition auf dem Tiefpunkt ist? Seit meinem Halbmarathon 2015 ging es verletzungsbedingt bergab mit dem Laufen. Ich kam nie wieder so richtig in den Tritt und habe mich auch deswegen für den Trainingsplan für „blutige Anfänger“ entschieden. Fünf Mal zwei Minuten Laufen mit zwei Minuten Gehpause dazwischen. So sollte es beginnen. Die zwei Minuten waren jeweils schnell vorbei, aber das war auch ganz gut so. Die wöchentlichen Steigerungen sind bei diesem Trainingsplan minimal gestaltet, so dass man wirklich eine Grundkondition aufbauen kann (zumindest habe ich das Gefühl) und Überlastungsverletzungen vorbeugt. Mit dem Plan läuft man drei Mal in der Woche. Dazu war ich zu Beginn noch jeweils ein Mal bei Buggyfit und im Pilates. Zuletzt hatte ich aber für beides keine Zeit mehr, was ich aber wieder ändern möchte.

Mit Buggy laufen nach der Schwangerschaft

Laufen mit einem Buggy ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Zumindest fiel mir das Laufen mit dem Buggy leicht, denn unser Bumbleride Indie ließ sich super lenken und fuhr fast von allein. So brauchte ich immer nur eine Hand am Lenker halten.

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Nach 17 Wochen war es nun soweit. Ich habe es geschafft und bin 30 Minuten mit dem Buggy vorweg gelaufen. Es fühlte sich verdammt gut an. Der Plan ist zwar recht lang (es gibt auch Pläne über vier Wochen für einen Laufstart nach der Schwangerschaft, aber dafür fühlte ich mich konditionell nicht gut genug aufgestellt. Und so schlimm war das Gehen zwischendurch gar nicht. Der Buggy ist die beste Entschuldigung, zwischendurch auch mal zu gehen, dachte ich mir 😉 Die 30 Minuten durchzulaufen fühlten sich aber noch besser an 😀

Ich bin in den 30 Minuten etwas mehr als 3 km gelaufen. Die Pace lassen wir mal ganz beiseite, denn die war natürlich sehr sehr langsam. Aber für mich ist das ok. Erst einmal langsam Anfang und die Grundkondition aufbauen und dann sehen wir weiter. Und wie geht es jetzt weiter? Vielleicht sollte ich erst einmal auf 5 km steigern. Ein mögliches Ziel wäre der 10 km Lauf beim Marathon München am 14. Oktober. Ohne Zeitziel. Einfach nur ankommen. Irgendwie brauche ich jetzt so ein „greifbares“ Ziel, um weiter zu machen. Weisst du was ich meine?

Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft Vol. 2

Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Jaaaaaa, das war wohl nix, mit meinem Vorhaben, relativ bald nach der Schwangerschaft, wieder mit dem Laufen zu beginnen… Meinen ersten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft hatte ich während unseres Elternzeit-Roadtrips begonnen und nach drei Wochen wieder aufgehört, da sich der Herzmann erkältete (long story). Vorher tönte ich ja noch groß herum, mit welchem Plan ich wieder ins Laufen finden möchte und was war? Ich bekam meinen Hintern nicht mehr hoch, nachdem wir aus der Elternzeit zurück waren. Irgendetwas war immer – Minime mochte den Buggy nicht, es regnete, ich hatte anderweitige Dates… So war ich wieder bei Punkt Null angelangt. Und zunehmend frustriert. (Und zunehmend zunehmend… die Kilos der Schwangerschaft hatte ich schnell wieder47 runter, aber es ist halt doch ein Unterschied ob Muskelmasse dabei ist oder eben nicht. Stichwort #afterbabybody …)

Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Mein erster Laufeinstieg nach der Schwangerschaft, hier am Strand der Ile d’Oleron.

Wie dem auch sei, jetzt juckte mir der Schuh. Ich überlegte hin und her. Jetzt, im Winter anfangen? Und was ist wenn Schnee liegt? Mit Buggy? Und Gehen und Laufen? Und mit welchem Plan? Beim ersten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft kam ich in den Genuss, am Strand zu laufen, an der Küste entlang. Und auch ein Stück auf dem Jacobsweg – da hatte ich in der zweiten Woche Knieschmerzen (was auch am Asphalt auf dem ich lief, gelegen haben könnte). Jetzt also einfach im Park laufen? Aber wann, wenn nicht während des Heimaturlaubs beginnen? Minime kann durch den Herzmann oder die Großeltern betreut werden – geballte Power, damit Mama mal 20 Minuten laufen gehen kann (länger sind die ersten Einheiten in den Anfänger-Plänen ja nicht)! Also wurde ein neuer Laufplan raus gesucht, der mich langsam eine Grundkondition aufbauen lassen soll. Nach einiger Suche entschied ich mich für den 12-Wochen-Plan von Runnersworld. Und dann schlüpfte ich spontan in die Laufschuhe. Die ersten zwei Wochen übersprang ich – die tägliche Runde Spaziergang mit Minime in der Babytrage sollten als „Ersatz“ dafür ausreichen. Der Plan sieht vor, in 12 Wochen 30 Minuten am Stück zu laufen und beginnt mit Lauf-Geh-Einheiten. Das klingt für mich nach einem vernünftigen Laufeinstieg nach der Schwangerschaft – für (m)einen zweiten Versuch.

Und nun habe ich die erste Woche, also die ersten drei Einheiten meines zweiten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft hinter mir. 5 x 2 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause (bei 2°C und eisigem Wind), 4 x 3 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause (6°C, Nieselregen und Matschweg) und nochmal 5 x 2 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause. Kinners, und was fühlte ich mich gut! Kann man bei 3 Minuten Laufen schon ins Runnershigh kommen?

Nun gehts zurück nach München und der Herzmann muss wieder arbeiten. Die Babybetreuung ist vorbei. Jetzt gilt es, den Plan weiter zu verfolgen – mit Minime im Buggy. Um mich zu motivieren brauche ich ein Ziel, glaube ich. Erst dachte ich an neue Laufschuhe. Aber meine sind eigentlich noch gut. Dann dachte ich an eine neue Pulsuhr. Aber auch hier ist meine Garmin noch voll funktionsfähig. Neues Outfit? Ich bin eigentlich für Wind und Wetter (und auch Regen) gut ausgestattet seit meinem Training für den Rennsteig-Halbmarathon). Also muss ein Wettkampf her als Ziel. Bei welchem Lauf 2018 sollte ich mich anmelden? Habt ihr Vorschläge? Es sollte eher ein 5- oder 10-km- „Fun-Lauf“ sein – am liebsten mit Medaille für alle Finisher 🙂 Vorschläge sind sehr willkommen.

Auf gehts – Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Laufeinstieg nach Schwangerschaft

Inkontinenz. Wer hätte gedacht, dass ich mich mit meinen 33 Jahren mit diesem Thema beschäftige. Und vor allem, dass meine Gedanken zum Thema Laufeinstieg nach der Schwangerschaft damit beginnen! Dabei kreisen die Gedanken natürlich auch um meinen #afterbabybody, wie der Trend so schön auf Instagram in die Albträume der jungen Mütter kriecht. Manchmal verfluche ich das Social Media dafür. Da  vergleicht man sich. Wie war ihre Geburt? Wie viel hat die andere zugenommen? Wie, der Bauch ist schon wieder flach? Ich versuche, mich komplett aus solchen Fragen raus zu nehmen. Klar nervt mich mein schwabbeliger Bauch. Klar möchte ich gern wieder auf mein Fitnesslevel von vor der Schwangerschaft kommen. Aber um welchen Preis?

Ich habe lange darüber gegrübelt, wann ich das erste Mal nach der Geburt die Laufschuhe wieder (zum Laufen) schnüre. Überall auf Instagram sieht man ja die total fitten Mamas, die ein paar Tage nach der Geburt schon wieder in ihre Laufroutine einsteigen (vor allem in Nordamerika). Natürlich ist das abhängig von der eigenen Kondition und wie stark die Laufroutine vorher ausgeprägt war, aber gut für den Beckenboden kann das nicht sein, dachte ich mir… Schwabbelbauch hin oder her. Und oft genug liest man ein paar Monate später bei eben diesen Mamas, dass sie auf einmal Probleme mit Inkontinenz beim laufen haben. Die einen ignorieren es und legen sich Oma-Binden in die Hose, die anderen wundern sich, aber laufen einfach weiter und einige wenige treten ein paar Schritte zurück, unterbrechen ihr Training wieder und beginnen noch einmal mit der Rückbildung. Denn sonst bleibt der Langzeitschäden Inkontinenz. Uh, da ist dieses böse Wort schon wieder. Aber während und/oder nach einer Schwangerschaft muss frau sich mit diesem Thema meist beschäftigen. Wusste ich vorher auch nicht. (Die meisten „schwierigen“ Sachen einer Schwangerschaft erfährt man ja erst mitten drin…, wie beispielsweise auch die Surfbrett-Großen Binden für den Wochenfluss im Krankenhaus…).

Nun, ich hatte zwar das Glück, dass ich während der Schwangerschaft keine Probleme mit dem Beckenboden und somit auch keine Inkontinenz hatte und auch die natürliche Geburt war ein noch größeres Glück mit sehr schmerzhaften und anstrengenden fünfeinhalb Stunden (wer hat da schon Zeit für eine PDA?!) und keinen größeren Verletzungen. Und auch nach der Geburt habe ich bisher keine Probleme damit, Stuhl, Urin oder Wind (diese medizinischen Fachbegriffe sind einfach toll) zu halten. Trotzdem möchte ich mein Glück mit meinem Laufeinstieg nach der Schwangerschaft nicht überstrapazieren… Ich habe hier und da nachgefragt – sehr oft hörte ich, dass man mindestens ein halbes Jahr warten sollte, bevor man wieder mit dem Laufen beginnt. Auch hörte ich, dass man warten solle, bis man zwei Stillmahlzeiten ersetzt hat, da die Hormone, die durch das Stillen entstehen, die Sehnen und Bänder weich machen und dadurch eine höhere Verletzungsgefahr beim Laufen entsteht.

Zwischen all diesen Meinungen (Sprichwort, fragt man drei Ärzte hat man fünf Meinungen…) habe ich mich nun entschlossen, nach dem vollendeten 6. Monat wieder ganz leicht mit dem Laufen zu beginnen. Denn mir reicht die Bewegung langsam nicht mehr aus. Ich habe Hummeln im Hintern. Die wollen mir zwar keinen #beachbody2017 machen. Und auch mein Ziel, in diesem Jahr wieder einen Halbmarathon zu laufen, habe ich ad Acta gelegt. Und da ich dieses Mal eine ordentliche Grundkondition aufbauen möchte, soll auch der Wiedereinstieg langsam und ruhig sein. Eine liebe Freundin hat einen passenden Trainingsplan online gefunden und den werde ich mir vornehmen. Und darüber berichten!

Ziel des Plans ist es, mit drei Laufeinheiten in der Woche, in einem Monat 30 Minuten durchzulaufen. Ich bin gespannt und die Laufschuhe stehen auch schon bereit. Die tägliche Spazierrunde (wenn es denn nicht in Strömen regnet) wird bestimmt helfen…

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