Kategorie: momlife

Stoffwindeln – unser Erfahrungsbericht von der Wickelfront

Ich weiß gar nicht, wie ich das erste Mal auf Stoffwindeln gestoßen bin. Wahrscheinlich habe ich auf instagram ein Foto von stylischen Stoffwindeln gesehen und danach blieben sie in meinem Kopf hängen während der Schwangerschaft – das wäre jedenfalls typisch für mich. 🙈😂 Doch auch obwohl sie niedlich gemustert sind, war ich (und alle die ich dazu ansprach) skeptisch. Viel zu großer Aufwand. Viel zu viel Wäsche. Viel zu ekelig. Heutzutage nutzt man schließlich pflegeleichte Wegwerf-Windeln, Wegwerf-Feuchttücher, Einmalunterlagen und parfümierte Wegwerf-Windelbeutel. Absurd also, wenn man scheinbar einen Schritt zurück geht und wie die eigenen Eltern und Großeltern, arbeitsintensive Stoffwindeln nutzt. Wie oft hörte ich „Mensch Kind, damals mussten wir täglich die Mullwindeln auskochen – was für eine Arbeit!“.
Aber irgendwie blieb ich dran (vielleicht wegen diesen tollen Mustern!?) informierte mich, suchte im Internet nach Erfahrungsberichten und siehe da: Es gibt Menschen, die heutzutage trotz des vermeintlichen Luxus an Werfwerfwindeln ihre Kinder mit oldschool Stoffwindeln wickeln (und mittlerweile kann man Stoffwindeln ja sogar bei dm kaufen…). Es fanden sich sogar in meinem Freundeskreis zwei junge Mamis, die von ihren Stoffwindeln überzeugt waren. Der Herzmann ließ sich letzten Endes auch überzeugen, dass wir ganz undogmatisch einen Stoffwindelversuch wagen. Und nun wickeln wir unsere Tochter, die aktuell ein halbes Jahr jung ist, mit Stoffwindeln und sind bisher sehr zufrieden. Hier nun also unser kurzer Erfahrungsbericht über unseren absurden Schritt zurück:

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Die unterschiedlichen Systeme bei Stoffwindeln

Kurz vor der Geburt ließen der Herzmann und ich uns bei der lieben und kompetenten Leen von Fratzhosen, einem Stoffwindel-Shop bei Augsburg, beraten und die unterschiedlichsten Systeme vorstellen. Denn bei der ganzen Recherche wird man erst einmal überrollt von Fachbegriffen. PUL, AIO, Hybridwindeln, Prefolds, Onesize, Pocketwindeln, Überhosen… Bei den ganzen Abkürzungen und Fachbegriffen sah ich die Windel vor lauter Systemen nicht mehr.
Aber um es kurz und verständlich zu machen – letzten Endes gibt es zwei grundsätzliche Systeme:
Das sogenannte All-in-One (AiO), quasi die Pampers aus Stoff – außen eine wasserdichte, atmungsaktive PUL-Schicht (Polyurethan laminated) und innen ein fest eingenähter Saugkern. Dieser Saugkern kann je nach Marke aus Baumwolle, (Mikro-)Fleece, Bambus oder Hanf bestehen (sie unterscheiden sich in ihrer Saugfähigkeit, Geschwindigkeit beim Trocknen und dem „Komfort“ am Babypopo). Die AiO ist auch ähnlich leicht in der Anwendung wie eine stinknormale Pampers: Windel auf, Baby rein, Windel zu, fertig. Bis auf den Unterschied, dass die AiO natürlich nach Gebrauch gewaschen werden kann / muss und sie nicht direkt im Müll landet. Apropos Müll: Im Krankenhaus benutzten wir zwangsläufig die dort zur Verfügung gestellten Produkte und das sind neben Feuchttüchern eben auch Pampers und wir waren über die Unmenge an Müll echt schockiert. Was da allein an einem Tag für ein Haufen zusammen kommt!
Beim zweiten System setzt sich die Stoffwindel aus mehreren variablen Bausteinen zusammen: Einer Überhose, die ebenfalls aus PUL besteht (es gibt aber auch welche aus Wolle, die sind dann natürliche nicht vegan), und saugfähigen Einlagen, die nicht wie in der AiO fest vernäht sind, sondern die man selbst einlegen oder auch einknöpfen (damit sie nicht verrutschen) kann. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten – vom Ikea-Waschlappen (nicht gerade nachhaltig und meiner Meinung nach nicht sehr saugstark) über sogenannte Prefolds (vorgefaltete Einlagen) bis zu selbstgenähten Einlagen aus alten Textilien ist alles erlaubt. Zudem kann man natürlich völlig old-school mit Mullwindeln wickeln oder eine Höschenwindel (komplett aus saugfähigem Stoff) und dann eine Überhose drüber ziehen, damit die Babykleidung trocken bleibt.
Übrigens: Ein großer Vorteil von Stoffwindeln gegenüber Wegwerfwindeln sind die festsitzenden Beinbündchen bei den Überhosen – diese lassen im seltensten Fall etwas durch, so dass es kaum zu Unfällen kommt.
Wir haben direkt bei unserem Beratungstermin bei Fratzhosen für den Anfang ein kleines Testpaket mit unterschiedlichen Systemen gekauft, da wir nach der Beratung nicht sicher waren, welches System sich im Alltag für uns am praktischsten anbietet. Die AiO’s schienen einfach in der Anwendung, aber hier muss immer die gesamte Windel gewaschen werden und sie brauchen dadurch sehr viel länger beim trocknen, da der Saugkern mit der Überhose vernäht ist. Und die Baukasten-Systeme unterschieden sich natürlich im Material, der Saugfähigkeit und der Passform (und den Designs…)… Qual der Wahl also…

Nach einer etwa einmonatigen Testphase entschieden wir uns für ein Baukastensytem: Die Pop-in der britischen Marke Close. Es ist ein Stoffwindelsystem, bei dem die Einlage (Bambus oder Mikrofleece) in die Überhose (mit doppeltem Beinbündchen!) eingeknöpft wird. Wenn die Einlage nicht komplett durchnässt ist, muss man nur die Einlage wechseln und kann die Überhose noch einmal verwenden. Die Pop-in gibt es in Newborn und Onesize: Durch Knöpfe an der Überhose kann man die Größe dieser einstellen und so soll die Windel von Geburt bis zum Töpfchen passen – das bedeutet One-Size. Und sie haben sich mittlerweile auch schon bei Magen-Darm-Durchfall bewährt – nix quoll aus der Windel raus (man hört ja manchmal Horrorgeschichten bei denen der Windelinhalt bis zum Hals hoch quillt…), puh!

Pop-in von Close

Pop-in von Close

Ein kleiner Nachteil der Stoffwindeln: sie machen nicht gerade einen schlanken Babypopo und Leggins oder Skinnyjeans passen dem Nachwuchs dann „leider“ nicht. Dafür gibt es aber ganz coole Pumphosen – sie sind auch für Nähanfänger leicht zu nähen oder man kann sie in vielen Designs zum Beispiel bei dawanda kaufen.

Das Waschen von Stoffwindeln – kein Hexenwerk

Wir haben mittlerweile 22 Pop-in’s von Close: zwei Close Pop-in 5er Box Sparpakete á fünf Stoffwindeln und die restlichen zwölf sind gemustert einige davon haben wir von unseren Freunden und Eltern geschenkt bekommen und von unserem Testpaket noch eine Totsbots Bamboozle Höschenwindel, zwei PUL-Überhosen (Milovia und Flip) und drei totsbots PeeNut Einlagen. Dazu haben wir zwei AiO’s: die anavy und eine Bambino Mio, die wir von einer lieben Freundin geschenkt bekamen (die es eben mittlerweile auch bei dm zu kaufen gibt).
Mit dieser Menge müssen wir nur ein Mal die Woche waschen. Die verschmutzten Stoffwindeln lagern wir so lange in einer Einkaufskiste. Anfangs hatten wir weniger Pop-Ins und mussten öfter waschen. Wenn dann Waschtag war, wurden die Windeln in der Maschine zuerst einmal nur gespült, wenn die Windeln stark verschmutzt waren mit Muttermilchstuhl. Dann füllte ich die Maschine mit Handtüchern, Mulltüchern und allem, was bei 60° gewaschen werden kann auf, und startete die Buntwäsche bei 60°. Mittlerweile machen unsere Windeln die Maschine ganz voll, so dass nichts anderes mehr rein passt. Deswegen starte ich auch gleich die Buntwäsche ohne Vorspülen.
Die gelben, hartnäckigen Muttermilchstuhl-Flecken gehen beim Waschen meist nicht raus, aber wenn man alles in der Sonne zum Trocknen aufhängt, verschwinden auch diese Flecken wie auf magische Weise und alles ist wieder strahlend weiß. Und das wars auch schon!

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Jede Windel zählt

Wer jetzt denkt „alles schön und gut, wenn man Zuhause mit Stoffwindeln wickelt, aber was mache ich mit der vollen Stoffwindel unterwegs?“, dem sei gesagt, dass man nicht gezwungen wird, Vollzeit mit Stoffwindeln zu wickeln. Es gibt Menschen, die nachts und/oder unterwegs mit Wegwerfwindeln wickeln, oder nur im Urlaub Stoffwindeln nutzen. Für unterwegs gibt es übrigens sogenannte Wetbags aka wasserdichte Windeltasche, in denen die vollen Stoffwindeln luftdicht zurück nach Hause transportiert werden können und die auch richtig chic aussehen 😉.
Auch wir wollten es anfangs undogmatisch halten und verwendeten so oft wie möglich Stoffwindeln. Wenn es aber mal nicht geht, dann reißen wir uns kein Bein aus. Bei einem verlängerten Wochenende in einem schönen Familienhotel im Allgäu, als unser Nachwuchs neun Wochen alt war, stiegen wir auf Wegwerfwindeln um, da wir dort keine Waschmöglichkeit hatten. Auch haben wir die ersten zwei Monate nachts Wegwerfwindeln genutzt, weil wir dachten, die seien auslaufsicherer (bis wir eines besseren belehrt wurden). Bei einem längeren Urlaub bei meinen Eltern entschieden wir uns dann, komplett nur noch Stoffwindeln zu nutzen.
Bei unserem mehrwöchigen Elternzeit-Roadtrip durch Frankreich und Spanien haben wir nun also unsere Pop-ins dabei und werden sie unterwegs auch weiterhin waschen. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Minime auf Wegwerfwindeln reagiert – nach 30 Minuten in einer Wegwerf-Schwimmwindel war sie feuerrot. Aber: Egal wie oft oder weniger oft man mit Stoffwindeln wickelt – jede Windel zählt.

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Mein Zwischenstand nach sechs Monaten

Das Wickeln mit Stoffwindeln ist für mich persönlich kein größerer Aufwand. Klar müssen die Windeln ein wenig „vorbereitet“ werden und können nicht einfach aus der Packung entnommen werden, aber ganz ehrlich – Windel auffalten, Einlage reinschieben, evtl. Windelvlies drauf, fertig. Das mache ich meist schnell, wenn unsere Tochter frisch gesäubert (natürlich einfach mit Wasser und Waschlappen) auf dem Wickeltisch fröhlich „unten ohne“ strampelt. So kommt auch gleichzeitig frische Luft an den Po – der bisher übrigens nur ein einziges Mal ein klein wenig wund war.
Mittlerweile ist der „Schritt zurück“ zu den Stoffwindeln gar nicht mehr absurd, bzw. gar nicht aufwendig für uns, sondern stinknormaler Alltag geworden. Vielmehr ist für uns der Wegwerf- und Konsumwahn in der Babyindustrie zur Absurdität geworden. Wenn wir einmal eine normale Wegwerfwindel nutzen (wie beim verlängerten Wochenende oder beim Kinderarzt), dann bin ich immer über die Parfümbombe erstaunt, die beim Eintreffen der Ausscheidungen in der Windel explodiert… apropos Ausscheidungen. Durch die Stoffwindeln bin ich auf das Thema Windelfrei gestoßen und das praktizieren wir so oft es geht. Aber das ist ein anderer Beitrag irgendwann…
Die Stoffwindeln haben in der Anschaffung natürlich einiges gekostet – eine einfache Wegwerfwindel kostet 15 bis 20 Cent, eine Stoffwindel etwa 20 bis 30 Euro, je nach System. Schaut man sich aber die gesamte Wickelzeit eines Babys bzw. Kleinkindes an, benötigt man etwa 6.000 Wegwerfwindeln für insgesamt 1.500-2.000 Euro oder eben 30 Stoffwindeln für 900 Euro.
Wir haben uns aber nicht aus den finanziellen Gründen für Stoffwindeln entschieden, sondern weil wir unserem Baby etwas Gutes tun möchten: Wir hinterlassen keinen Müllberg an Windeln und halten so gut wie möglich Chemie und Parfüm von ihrem Po fern. Ausserdem kann man die Stoffwindeln gebraucht wieder gut verkaufen oder auch bei einem zweiten und dritten Kind noch einmal nutzen, wenn man sie gut pflegt. Unser Testpaket an Neugeborenenwindeln haben wir lieben Freunden verliehen, die demnächst ihren ersten Nachwuchs erwarten und vielleicht auch Stoffwindeln nutzen werden…
Und mal abgesehen davon: eine Wegwerfwindel braucht über 500 Jahre, bis sie verrottet. Ach ja, und es gibt ziemlich stylische Designs – auch mit Einhörnern und Regenbögen… 🙃

Stoffwindeln kann man übrigens überall gut kaufen – es gibt sie gebraucht im Internet und in diversen Onlineshops, beispielsweise:
Fratzhosen
Stoffywelt
dm
Close Pop-in bei amazon

Vegan in Paris – mit Baby

Vegan in Paris - Louvre

Nun sind wir also unterwegs. Acht Wochen haben wir (vielmehr der Herzmann, weil ich ja Elternzeit habe) uns Zeit genommen. Zeit, um als Familie zusammen zu wachsen. Zeit, unseren Nachwuchs ganz intensiv kennenzulernen (vor allem der Papa) und Zeit, gemeinsam den Weg in ihre Beikost zu starten (das wird aber ein anderer Beitrag). Anderthalb Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon einiges gesehen und gemeinsam erlebt.
Den Startschuss machte eine wunderschöne, entspannte Hochzeit in einem kleinen Dorf südlich von Berlin (das Haus am Bauernsee ist eine absolute Empfehlung für feiern!). Von dort ging es für zwei Tage ins Ruhrgebiet, wo wir Essen vegan kulinarisch näher kennenlernten (auch dazu folgt ein anderer Beitrag irgendwann…).
Und dann ging es für drei Tage nach Paris. Vegan in Paris? Mit sechs Monate altem Baby? Ja, das geht. Und zwar ganz wunderbar, wie ich erleichtert feststellte 🙂
Vorher war ich wirklich nervös. Wie würde es in Paris sein? Wie voll wird es dort? Und dann hat Paris ja leider schon einige Anschläge erleben müssen. Aber es leben ja dort auch Menschen. Menschen mit Familie und Babys, dachte ich mir. Unsere kleine Airbnb-Wohnung war etwas außerhalb, aber mit der nahe gelegenen Ubahn waren wir ruckzuck in der Innenstadt. Ich habe vorher viel recherchiert, wie das mit Baby funktionieren kann. Und natürlich Reiseführer gekauft (zB: MARCO POLO Reiseführer Paris). Überall steht ja, dass die Ubahn keine Rolltreppen haben und alles sehr eng ist, also dass man am besten nen kleinen, leichten Buggy nutzen sollt. Da wir Little M sowieso nur tragen, war das für uns kein Problem. So erkundschafteten wir die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und der Herzmann trug den Nachwuchs die gesamte Zeit, so dass sie sich immer zurück ziehen oder auch schlafen konnte, aber auch aus der Trage heraus gucken und alles beobachten wenn sie wollte. Mit der Trage waren wir irgendwie echt Exoten unterwegs. Wir hatten die manduca Babytrage und die Ruckeli Babytrage dabei. Während man in Deutschland mittlerweile immer wieder Babys im Tuch oder einer Trage sieht, habe ich in Paris nur ein einziges anderes Baby gesehen. An unserem ersten Abend in Paris stieß ich auf diesen Artikel über die (für mich) erschütternden Erziehungsmassnahmen der Französinnen: Mütterlichkeit auf Französisch. Der erklärt vielleicht die wenigen getragenen Babys…
Drei Tage sind viel Zeit für Paris, finde ich. Wir konnten shoppen, sightseeing machen, aber auch gemütliche Runden in Parks drehen, picknicken und lecker vegan essen gehen. Und mit Little M in der Trage war auch alles gangbar. Ich habe sie in schattigen Parkplätzen gestillt, sie wurde in einer Ecke des Innenhofs im Louvre gewickelt und schlief recht viel. Riesige Menschenmassen, laute Straßen und lange Schlangen haben wir aber auch gemieden. Und bei der Essenswahl haben wir einerseits auf unseren Appetit gehört und andererseits geschaut, ein wir unseren Nachwuchs gut mitnehmen und idealer weise auch hinlegen können.

Vegan in Paris

Comptoir Veggie
Den Anfang machten wir mit einem Frühstück im neuen veganen Café Comptoir Veggie. Der Herzmann genoss Müsli und Kaffee und ich eine Açai-Bowl mit frischem Saft. Beides sehr sättigend und nicht zu schwer – genau das richtige für einen langen Tag Sightseeing.

Açai-Bowl

Açai-Bowl

Super Vegan
Nach etwa 16km Sightseeing quer durch die Straßen von Paris waren wir echt hungrig und brauchten ganz viele Kohlenhydrate. Uns zog er zum Super Vegan und verschlangen dort Döner mit Seitan (er) und Burrito mit Soja (ich) nebst herrlich fettigen, heißen Pommes. Für den Moment war es genau das richtige, aber anschließend sagten wir uns, dass wir uns ab jetzt eher gesund ernähren wollen 😉

Burrito mit Frites

Café Ginger
Und so ging es am nächsten Tag zum lunch ins Café Ginger. Herrlich süß und mit einer gemütlichen Bank auf die wir Little M ablegen konnten bis sie mitessen wollte. Der Herzmann genoss die Plate du joir mit Lasagne und ich mit Sommerrollen. Diese waren frisch und lecker gefüllt mit Nudeln, Mango, Koriander und Minze. Als Nachtisch gönnte ich mir das Trio aus Keks, Mousse au Chocolat und Cashewcreme und der Herzmann genoss ein Stück saftigen Schokokuchen mit Ingwer.

Primeur Cantine
An unserem letzten Tag machten wir uns auf ins Viertel Belleville, um dort im Primeur Cantine Mittag zu essen. Vorweg teilten wir uns göttlichen Hummus und als Hauptgang hatte ich eine sehr leckere Lasagne (die fast so gut wie die eigene war) mit Salat, während der Herzmann die Plate du Jour bestellte. Als wir beide noch Rhabarber Crumble als Dessert bestellten war der Kellner etwas überrascht – die Franzosen scheinen weniger zu essen als wir 😀

  • Vegan in Paris

Alles in allem war Paris toll – die Stadt fühlt sich an wie New York. Nur eben auf französisch. Vegan in Paris wird viel geboten. Viele Locations die ich gern besucht hätte, waren laut Happy Cow aber „temporarily closed“ – wahrscheinlich wegen der Sommerferien.

Auf gehts – Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Laufeinstieg nach Schwangerschaft

Inkontinenz. Wer hätte gedacht, dass ich mich mit meinen 33 Jahren mit diesem Thema beschäftige. Und vor allem, dass meine Gedanken zum Thema Laufeinstieg nach der Schwangerschaft damit beginnen! Dabei kreisen die Gedanken natürlich auch um meinen #afterbabybody, wie der Trend so schön auf Instagram in die Albträume der jungen Mütter kriecht. Manchmal verfluche ich das Social Media dafür. Da  vergleicht man sich. Wie war ihre Geburt? Wie viel hat die andere zugenommen? Wie, der Bauch ist schon wieder flach? Ich versuche, mich komplett aus solchen Fragen raus zu nehmen. Klar nervt mich mein schwabbeliger Bauch. Klar möchte ich gern wieder auf mein Fitnesslevel von vor der Schwangerschaft kommen. Aber um welchen Preis?

Ich habe lange darüber gegrübelt, wann ich das erste Mal nach der Geburt die Laufschuhe wieder (zum Laufen) schnüre. Überall auf Instagram sieht man ja die total fitten Mamas, die ein paar Tage nach der Geburt schon wieder in ihre Laufroutine einsteigen (vor allem in Nordamerika). Natürlich ist das abhängig von der eigenen Kondition und wie stark die Laufroutine vorher ausgeprägt war, aber gut für den Beckenboden kann das nicht sein, dachte ich mir… Schwabbelbauch hin oder her. Und oft genug liest man ein paar Monate später bei eben diesen Mamas, dass sie auf einmal Probleme mit Inkontinenz beim laufen haben. Die einen ignorieren es und legen sich Oma-Binden in die Hose, die anderen wundern sich, aber laufen einfach weiter und einige wenige treten ein paar Schritte zurück, unterbrechen ihr Training wieder und beginnen noch einmal mit der Rückbildung. Denn sonst bleibt der Langzeitschäden Inkontinenz. Uh, da ist dieses böse Wort schon wieder. Aber während und/oder nach einer Schwangerschaft muss frau sich mit diesem Thema meist beschäftigen. Wusste ich vorher auch nicht. (Die meisten „schwierigen“ Sachen einer Schwangerschaft erfährt man ja erst mitten drin…, wie beispielsweise auch die Surfbrett-Großen Binden für den Wochenfluss im Krankenhaus…).

Nun, ich hatte zwar das Glück, dass ich während der Schwangerschaft keine Probleme mit dem Beckenboden und somit auch keine Inkontinenz hatte und auch die natürliche Geburt war ein noch größeres Glück mit sehr schmerzhaften und anstrengenden fünfeinhalb Stunden (wer hat da schon Zeit für eine PDA?!) und keinen größeren Verletzungen. Und auch nach der Geburt habe ich bisher keine Probleme damit, Stuhl, Urin oder Wind (diese medizinischen Fachbegriffe sind einfach toll) zu halten. Trotzdem möchte ich mein Glück mit meinem Laufeinstieg nach der Schwangerschaft nicht überstrapazieren… Ich habe hier und da nachgefragt – sehr oft hörte ich, dass man mindestens ein halbes Jahr warten sollte, bevor man wieder mit dem Laufen beginnt. Auch hörte ich, dass man warten solle, bis man zwei Stillmahlzeiten ersetzt hat, da die Hormone, die durch das Stillen entstehen, die Sehnen und Bänder weich machen und dadurch eine höhere Verletzungsgefahr beim Laufen entsteht.

Zwischen all diesen Meinungen (Sprichwort, fragt man drei Ärzte hat man fünf Meinungen…) habe ich mich nun entschlossen, nach dem vollendeten 6. Monat wieder ganz leicht mit dem Laufen zu beginnen. Denn mir reicht die Bewegung langsam nicht mehr aus. Ich habe Hummeln im Hintern. Die wollen mir zwar keinen #beachbody2017 machen. Und auch mein Ziel, in diesem Jahr wieder einen Halbmarathon zu laufen, habe ich ad Acta gelegt. Und da ich dieses Mal eine ordentliche Grundkondition aufbauen möchte, soll auch der Wiedereinstieg langsam und ruhig sein. Eine liebe Freundin hat einen passenden Trainingsplan online gefunden und den werde ich mir vornehmen. Und darüber berichten!

Ziel des Plans ist es, mit drei Laufeinheiten in der Woche, in einem Monat 30 Minuten durchzulaufen. Ich bin gespannt und die Laufschuhe stehen auch schon bereit. Die tägliche Spazierrunde (wenn es denn nicht in Strömen regnet) wird bestimmt helfen…

» Zum Trainingsplan bei Runnersworld

Sport in der Schwangerschaft – Teil 2

Sport in der Schwangerschaft

Wie im ersten Teil über Sport in der Schwangerschaft bereits berichtet, habe ich mit positivem Schwangerschaftstest meine Sportschuhe nicht an den Nagel gehangen. Zwar habe ich meinen Plan, im Jahr 2016 meinen zweiten Halbmarathon zu absolvieren, auf später verschoben, aber: Sport in der Schwangerschaft geht! Denn trotz Schwangerschaft und wachsendem Kugelbauch kann man sportlich gut aktiv bleiben und tut dadurch auch etwas für sich. Und davon möchte ich dir heute weiter berichten.

Die ersten 13 Wochen war bei mir allerdings kaum an Sport zu denken – da hatte mich die Schwangerschaftsübelkeit gut im Griff. Und leider bleib sie nicht nur morgens… Ab SSW 14 ging es mir aber schlagartig besser und so habe ich bis SSW 33 zwei bis drei Mal die Woche Sport machen können: Zum Schluss vor allem Cardio und Barre Workouts. Anschließend wäre Barre zwar körperlich noch möglich gewesen, aber ich habe meine Mitgliedschaft im Studio dann pausiert und hatte vor, ab dann regelmäßig zu Schwimmen und zum Schwangerschaftsyoga zu gehen – schließlich begann dann auch der Mutterschutz, so dass ich Zeit hätte, tagsüber das leere Hallenbad zu genießen…

Cardio Workout in der Schwangerschaft

Klar, mit den gängigen Cardio-Kursen, die viele Burpees und Jumpingjacks enthalten, war relativ schnell Schicht im Schacht für mich. Aber ich fand einen fordernden, aber nicht zu intensiven Kurs (Step), den ich noch gut mitmachen konnte. Wenn gehüpft oder gesprungen wurde, machte ich die Übung einfach „gehend“ oder wenn es zu intensiv wurde reduzierte ich die Intensität oder die Wiederholungen der Übungen. Endgültig Schluss war dann Mitte Dezember – aber nicht, weil ich nicht mehr mithalten konnte, sondern weil ich in der Umkleide extreme Probleme hatte, meine Turnschuhe zuzuschnüren. Da dachte ich mir, dass dies wohl meine letzte Cardio-Einheit sein würde und habe sie entsprechend genossen.

Schwimmen in der Schwangerschaft

Schwimmen in der SchwangerschaftMit dem Mutterschutz wollte ich eigentlich regelmäßig schwimmen gehen – schließlich wird das Becken ja tagsüber schön leer sein, dachte ich mir. Aber da hatte ich falsch gedacht. Die Rentner besiedeln tagsüber die Schwimmbecken der Stadt und machen sich dort ordentlich breit (ich sag nur schwatzend nebeneinander schwimmen und keinen Platz machen – Dankeschön!). Aber da Schwimmen tatsächlich gut tut, fand ich ein kurzes Zeitloch am Tag (in meinem Hallenbad war das 11 Uhr), an dem ich meist eine Bahn fast komplett für mich allein hatte. Vor allem genoss ich die Schwerelosigkeit im Wasser. Wirklich hart ist dann nur, wenn dich nach dieser Schwerelosigkeit mit jedem Schritt aus dem Wasser das Gewicht der Kugel wieder einholt und gefühlt doppelt so schwer ist… In der allerletzten Schwangerschaftswoche riet mir meine Ärztin allerdings vom Schwimmen ab, da sie Bedenken hatte, dass mir jemand unter Wasser gegen den Bauch treten könne. Und auch der Herzmann war besorgt (er fürchtete, ich würde auf dem Weg zum Becken ausrutschen – obwohl ich ja tolle Adiletten habe). Mir selbst war es am Ende tatsächlich auch etwas unangenehm schwimmen zu gehen – was passiert, wenn meine Fruchtblase beim Schwimmen platzt?

Yoga in der Schwangerschaft

Ganz zu Beginn der Schwangerschaft besuchte ich einen normalen Yogakurs und merkte dabei ganz schnell, dass mir das gar nicht gut tut. Ein spezieller Schwangerschafts-Yoga-Kurs musste also her. Aber erst einmal war ich noch mit Laufen, Barre und Cardio sowieso gut „versorgt“. Erst mit dem Pausieren meines Studiovertrages zum Ende der Schwangerschaft suchte ich mir Möglichkeiten für Schwangerschaftsyoga. Zuhause konnte ich den Vinyasa Flow für Schwangere bei yogaeasy sehr gut mitmachen. Dazu gibt es hier in München einige Studios, die spezielle Kurse für Schwangere anbieten. Ich besuchte dann einige Kurse bei Yoga Mami & Me. Bei Beginn des ersten Kurses dachte ich mir zunächst „Das ist doch hier kein Sport“ – aber ziemlich schnell ging mir dann doch die Puste aus und ich war froh über die sanften Dehnungen und langsamen Kräftigungsübungen. Und tatsächlich genoss ich auch die Entspannung und die Ruhe. Zudem gibt es viele Übungen im Yoga, die bei der Geburt hilfreich sein sollen – um das Becken zu öffnen beispielsweise.

Sport in der Schwangerschaft – mein Fazit

Heute, sechs Wochen nach Geburt kann ich euch endlich mein Fazit mitteilen: Nämlich, dass mir der Sport in der Schwangerschaft insgesamt sehr gut getan hat. Ich fühlte mich fast die gesamte Zeit über recht fit und konnte mobil sein. Ich hatte keine Rückenschmerzen, kein Ischias, kein Schwangerschaftsdiabetes, keine größeren Verdauungsprobleme, keine Schwangerschaftsstreifen und erst ganz am Ende etwas Wasser in den Beinen. Dazu soll es ja auch heißen, dass die Geburt leichter fallen soll. Nun, ich habe ja keinen Vergleichswert, aber ich bin „zufrieden“ mit der Geburt (wenn man so etwas sagen kann…). Nach fünfeinhalb Stunden war das Würmchen da – das ist doch eine passable Marathonzeit oder? 😉 Ob das alles nun am Sport liegt, an meinen Genen oder der veganen Ernährung kann ich natürlich nicht sagen, aber ich denke, dass Sport bzw. eine aktive Schwangerschaft jedenfalls nicht schaden kann. Es war zwar etwas nervig, einige Kommentare immer mal wieder zu hören – so sagte beispielsweise eine (ältere) Nachbarin, dass das Kind ein Schreikind werden würde, als ich vom Laufen nach Hause kam. Ähm ja, nee is klar. Den Zusammenhang muss mir mal noch einer erklären… Auf solche Kommentare habe ich eigentlich immer nur so reagiert, dass es mit meinem Frauenarzt abgesprochen ist und ich natürlich nur so lange Sport mache, wie es mir und dem Baby gut geht. Fertig. Keine Diskussionen an die Backe nageln lassen 😉

Jetzt geht es weiter für mich mit der Rückbildungsgymnastik und dann schaue ich mal, wie weit ich sportlich mit Baby aktiv bleiben kann… Ich werde auf jeden Fall berichten 🙂

Bitte beachte: Dies sind meine persönlichen Erfahrungen. Solltest du schwanger sein und sportlich aktiv bleiben oder werden, spreche bitte zuerst mit deinen Ärzten! 

Sport in der Schwangerschaft – Teil 1

Sport in der Schwangerschaft

Eigentlich sollte das vergangene Jahr 2016 ganz im Ziel *zweiter Halbmarathon* stehen – die Anmeldung für den Tegernsee Halbmarathon war schon gemacht. Doch stattdessen durfte ich mich mit Sport in der Schwangerschaft beschäftigen. Zunächst dachte ich noch, dass ich ja auch einen Halbmarathon schwanger absolvieren könne, aber da ich das komplette Training noch vor mit hatte, habe ich dieses Vorhaben dann doch relativ schnell wieder verworfen. Wenn man richtig im Training ist und kein Zeitziel hat, ist ein Halbmarathon bestimmt machbar, aber ich musste wollte ja noch einmal ganz von vorn beginnen und eine ordentliche Grundkondition aufbauen.

Anstatt mich also darüber zu ärgern, habe ich also angefangen, über Sport in der Schwangerschaft zu recherchieren. Da gibt es natürlich schon einiges – die meisten gängigen Websites für Schwangere (Urbia, Eltern & Co.) enthalten ein paar Informationen zum Sport – in den meisten steht, dass Bewegung natürlich gut tut – auch in der Schwangerschaft, aber dass man es langsam angehen solle. Vor allem werden Gehen, Schwimmen und Schwangerschaftsyoga empfohlen. Nun ja, eigentlich wollte ich weiter Laufen (und nicht nur Gehen) und auch mit Pilates wollte ich noch nicht direkt aufhören. Bei weiterer Recherche las ich häufig, dass man auch als Schwangere gut im Lauftraining bleiben kann, dass man aber darauf achten solle, dass der Puls dauerhaft nicht höher als 130-140 sein soll. Mmmh, das ist ja nun langsamer als mein Schneckentempo und ich fragte mich, wie effektiv das dann noch sein soll. Also recherchierte ich weiter und befragte einige Experten – wie beispielsweise die echt aktive Sportlerin Jana von Family & Finish Lines, die übrigens fast bis zur Geburt noch auf der Rolle saß, andere sportliche aktive Freundinnen die ebenfalls schwanger waren zu dem Zeitpunkt, sowie die Trainerinnen (die schon eine Schwangerschaft hinter sich hatten) in meinem Fitnessstudio und natürlich auch meine Ärztin und meine Hebamme. Ein Konsens aus all diesen Gesprächen: Man darf als Schwangere sportlich so aktiv bleiben, wie es einem gut tut. Ausserdem positiv: Wenn man sportlich fit ist, hätte man während der Schwangerschaft weniger körperliche Probleme (Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen etc.) und die Geburt soll komplikationsfreier verlaufen (schließlich ist die wohl wie ein Marathon… na das werde ich noch testen „dürfen“…). Man muss sich nicht verrückt machen und beispielsweise den Puls nicht dauerhaft unter 130 halten (sowieso: was bedeutet „dauerhaft“ denn genau? Wie definiert sich das?)

Wichtig beim Sport in der Schwangerschaft ist, dass man sehr in sich hinein hört beim Sport: Geht es mir gut? Fühle ich mich ausreichend fit? Und man sollte natürlich nicht über seine Grenzen gehen. Auch sollte man keine „gefährlichen“ Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr absolvieren (z.B. Kampfsport) oder komplett neue Sportarten beginnen. So bald einem zu heiß (also Achtung vor allem im Sommer oder in überheizten Trainingsräumen) oder gar schummrig wird, sollte man sofort auf die Bremse treten. Also blieb ich weiterhin aktiv mit Laufen, Pilates, Barre & Cardio Workouts, Schwimmen und letzen Endes auch Schwangerschaftsyoga. Hier meine Erfahrungen – bitte beachte aber, dass dies meine persönlichen Eindrücke sind und solltest du schwanger sein und sportlich aktiv bleiben oder werden möchtest spreche bitte zuerst auch mit deinen Ärzten:

Laufen in der Schwangerschaft

Laufen in der SchwangerschaftZunächst habe ich meinen Trainingsplan (Grundkondition aufbauen) für den Halbmarathon weiter beibehalten und habe langsame Läufe im niedrigen Pulsbereich absolviert. Das lief eigentlich auch richtig gut. Ich hatte sogar das Gefühl, dass mich mehr Läufer grüßten, je größer die Kugel wurde. Dann begann aber Mitte November die nasskalte, dunkle Jahreszeit und ich hätte nur noch nach der Arbeit im Dunkeln oder tagsüber am Wochenende laufen gehen können. Allein im Dunkeln wollte ich nicht auf meine Laufrunde gehen, also verschob ich meine Sportaktivitäten auf andere Konditionssportarten: Barre und Cardio Workouts.

Pilates in der Schwangerschaft

Schon vor der Schwangerschaft bin ich ja regelmäßig zum Pilates gegangen und da ich daran große Freude hatte, wollte ich natürlich nicht damit aufhören. Die gute Nachricht: Man muss das auch nicht. Allerdings gibt es ab SSW 20 einiges zu beachten: Denn da sollte man mit dem Training der geraden Bauchmuskeln pausieren. Grund ist: Die geraden Bauchmuskeln verschieben sich mit wachsender Babybauchkugel zur Seite, um dem Baby Platz zu machen. Ein weiteres fokussiertes Training dieser Muskelgruppe würde ein zu weites Auseinandergehen zusätzlich provozieren und dann kann es wohl dazu kommen, dass die Organe durch diese vergrößerte Öffnung rutschen. Die seitlichen / schrägen Bauchmuskeln sowie die Rückenmuskulatur kann man aber weiterhin trainieren und sogar davon profitieren – schließlich tragen sie den stetig wachsenden Bauch und man hat weniger Rückenschmerzen! Bis zur SSW 20 ging ich also weiterhin regelmäßig zum Pilates, machte alle Übungen mit und pausierte seitdem. Die seitlichen Bauchmuskeln habe ich aber weiterhin in anderen Kursen trainiert.

Barre Workout in der Schwangerschaft

Barre in der SchwangerschaftDa ab SSW 20 reines Pilatestraining nicht mehr so gut ist, habe ich mich nach einer neuen Sportart umgeschaut. In meinem Studio wurde mir von einer Trainerin, die bereits eine Schwangerschaft sportlich hinter sich gebracht hatte, Barre Workout empfohlen. Ich hatte mir bis dahin darunter vor allem Ballett, Tütü und Spitzentanz vorgestellt und war etwas zögerlich beim Test. Aber direkt beim ersten Workout war ich begeistert. Barre Workout ist ein konditionsförderndes Cardio-Workout mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen für Beine, Po und Arme. Die sehr intensiven Cardioabschnitte während des Workouts habe ich meinem Umstand entsprechend etwas abgeschwächt und nicht mit Vollgas mitgemacht, aber ich kam trotzdem ins Schwitzen und bei einem Test mit meiner Pulsuhr war ich auch „beruhigt“, da mein Puls nicht unnötig lange in die Höhe stieg. Ein weiterer Pluspunkt vom Barre: Man muss keine Schuhe anziehen 😉 Barre Workout in der Schwangerschaft kann ich wärmstens empfehlen – für alle Münchner die gute Nachricht: es gibt ab März ein neues Programm „Go Mama“ – spezielle Prä- und Post-Natale Barre Kurse im neuen Schwabinger SYPC Boutique Studio.

Herzfrequenz beim Barre-Workout

Herzfrequenz beim Barre-Workout

Soweit zunächst einmal von meinen Erfahrungen. Im nächsten Beitrag folgen dann noch ein paar Informationen zu Cardio-Workouts, Schwimmen und Yoga in der Schwangerschaft.

Bitte beachte: Dies sind meine persönlichen Erfahrungen.Solltest du schwanger sein und sportlich aktiv bleiben oder werden, spreche bitte zuerst mit deinen Ärzten!