Kategorie: diy

Hochbeet-Theorie: Beetplanung

hocbeet beetplanung

Da der Platz in so einem Hochbeet auf dem Balkon ja dann doch begrenzt ist und man nicht so einfach neu anfangen kann (bzw. ja dann bis nächstes Jahr warten müsste für einen Neuanfang), wollte ich mein Hochbeet auch gescheit planen. Beetplanung fürs Hochbeet also. Zum Bepflanzen stehen mir 0,66 m² zur (fast freien) Verfügung. Nur „fast frei“, weil das angebaute Gemüse natürlich auch dem Herzmann schmecken sollten.

Hochbeet: Beetplanung

Für die Beetplanung half mir das Buch „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ ziemlich gut. Schritt für Schritt wird darin alles Wichtige erklärt. Zudem gibt es drei Beispielbeete mit konkreten Anleitungen. Erst wollte ich das Beet für Starkzehrer einfach nachpflanzen, aber dabei ist Zucchini die Hauptkultur und Kohlrabi die Nebenkultur und beides mag der Herzmann nicht… also musste ein eigener Plan her. Mit der theoretischen Hilfe aus dem Buch und ratsamen Tipps meiner Eltern erstellte ich mir meinen eigenen Beetplan für’s Hochbeet.

Die Hauptkulturen sollen Hokkaido und Gurke sein. Bevor jetzt alle „Oh nein“ rufen – ich weiß, dass Kürbis viel Raum einnimmt. Mein Plan ist es, den Hokkaido in eine Ecke zu pflanzen und darauf zu achten, dass er über den Rand hinauswächst. Und außerdem: Aus Fehlern kann man ja auch lernen 😉 Bevor Kürbis und Gurke die Ecken im Beet einnehmen, möchte ich Möhren, Radieschen, Pflücksalat und Spinat pflanzen (und hoffentlich ernten). Im Juni/Juli kommt ein Brokkoli ins Beet und im August gesellt sich dann Grünkohl in die Mitte zum Brokkoli mit der Hoffnung, dass ich dann davon im Winter reichlich ernten kann.

hochbeet beetplanung

Beetplanung fürs Hochbeet: theoretisch hat alles Platz…

hochbeet beetplanung

Mit etwas Hirnschmalz nimmt so ein Beetplan schnell Form an. Wie viel Platz die einzelnen Pflanzen brauchen, ist jetzt erst einmal nicht berücksichtigt…

Nun galt es also, die Zeichnung ins Beet zu verwandeln. Also kauften wir beim Bio-Gartenbau Samen für Möhren und Radieschen und sechs Jungpflanzen Pflücksalat (je drei Lollo Bionda und Lollo Rosso) sowie fünf Spinat-Pflänzchen (ich hoffe mal, dass ich sie bei Erntezeit auch wieder vertrage – Histamin lässt grüßen…). Da sie dort auch schon Brokkoli als Jungpflanzen hatten, nahm ich auch gleich eine davon mit – dann hat die Gurke später mehr Platz, dachte ich mir… Jetzt steht erst einmal alles im Beet und ich bin gespannt wie sich das Gemüse entwickelt. Ich werde hier natürlich weiter darüber berichten :-)

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Von der Skizze ins Beet

Hochbett beetplanung Brokkoli

Brokkoli Jungpflanze im Hochbeet

Hochbett beetplanung spinat

Spinat in da Row – ist das jetzt schon babyspinat?

Nach nicht nur sechs Tagen ist unser Gemüse schon deutlich gewachsen und die ersten Blätter von den Radieschen zeigten sich:

Hochbett beetplanung erste radieschenglätter

Die ersten Radieschenblätter nach nur sechs Tagen.

Hochbett beetplanung spinat

Der Spinat breitet sich aus – hier die Größe nach einer Woche.

Hochbeet beetplanung Brokkoli

Der Brokkoli schießt „wie versprochen“ von der Bio-Gärtnerei echt gut in die Höhe!

Mein eigenes Hochbeet

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Bei dem veganen Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien im letzten Herbst habe ich mich ja in Hochbeete verliebt… Leider habe ich keinen Garten, aber zum Glück einen Balkon. Dem Herzmann schwärmte ich dann ein paar Wochen von so einem Hochbeet vor und schwuppdiwupp baute der fleißige Schwiegerpapa eins für uns – maßgeschneidert für unseren Balkon also: mein eigenes Hochbeet für den Balkon. An dieser Stelle geht ein dickes Dankeschön an den Bauherren – ich hoffe die erste Ernte wird als Dankeschön reichlich ausfallen! :-)

Auf das Beet, fertig, los!

Letztes Wochenende war es dann soweit. Bei den frühlingshaften Temperaturen konnte das Hochbeet endlich befüllt und bepflanzt werden. Im Kochkurs bei Sebastian hatte ich gelernt, wie ein Hochbeet Schichtweise befüllt werden muss. Es gibt dazu auch viele Informationen im Internet, zum Beispiel hier. Ich entschied mich für drei Schichten – so wie es Sebastian Copien auch erklärt hatte. Mit Ästen und Gestrüpp als Grundlage, darüber Rasenschnitt, Laubabfall und Kompost und oben eine Schicht aus Humus bzw. Gemüse-/Schwarzerde.

Bevor wir aber mit unserem Hochbeet starten konnte, habe ich mich natürlich noch weiter informiert über Gemüseanbau und etwas Theoriewissen aufgebaut. Schließlich muss der Quadratmeter auch komplett genutzt werden. Also vertiefte ich mich in Lektüre über Beetplanung, Fruchtfolge, Stark- und Schwachzehrern, Haupt-, Vor- und Nachkulturen und natürlich Gemüsepartner. Mein Hochbeet hat die Maße 119 cm x 56 cm x 50 cm – also ist es nicht so groß wie manch andere. Erst habe ich mir eine Liste mit Gemüsesorten gemacht, die ich irgendwann einmal gern anpflanzen würde. Dann habe ich versucht, das Gemüse in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und mich für eine (bzw. zwei) Hauptkulturen zu entscheiden und schließlich entstand dabei mein erster kleiner Beetplan. Bestimmt plane ich viel zu wenig Platz für die einzelnen Gemüsesorten ein, aber ich will es einfach mal ausprobieren 😀 Da der Plan nun stand und die Temperaturen es zuließen, ging es also daran, das Hochbeet zu befüllen…

Das Hochbeet befüllen

Wir haben uns die „Zutaten“ der einzelnen Schichten für die Füllung des Hochbeetes an verschiedensten Stellen in München zusammen gesucht. Da unser Hochbeet auf dem Balkon steht (und wir ja keinen Garten haben), mussten wir uns das Füllmaterial zusammen sammeln… Das war teilweise ziemlich witzig und ich bin positiv überrascht wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind. Hier zeige ich dir, wie unser Hochbeet befüllt wurde:

hochbeet balkon

Mein Hochbeet hat die Maße 119cm x 56cm x 50cm und ist aus Holz. Es steht auf Rollen, damit ich es auf dem Balkon auch bewegen kann. :-)

hochbeet balkon

Die unterste Schicht bildeten grobe Äste und kleine Baumstämme, die wir von einer sehr netten Baumschule erhalten haben.

hochbeet balkon

Zwischen die Stämme kamen weitere kleine Äste und Gestrüpp – das haben wir von einem netten Herren beim Wertstoffhof erhalten.

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Die Zwischenräume beim Geäst haben wir mit einfacher Erde aufgefüllt und anschließend mit einer Laubschicht bedeckt.

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Darauf kam dann ganz wertvoller Kompost – bei uns um die Ecke ist ein Kleingartenverein und ein sehr liebenswertes Paar gab uns eine Kiste von ihrem selbstgemachten Kompost – da muss das Gemüse ja stark werden!

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Die letzte Schicht bildete Bioerde – OHNE TORF! Falls du auch etwas anbauen möchtest, achte bitte darauf, dass die Erde ohne Torf ist. Diese Erde wurde uns von einer kleinen Biogärtnerei in München/Haar empfohlen.

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Das Hochbeet mit der ersten Bepflanzung – die Bioerde ohne Torf sowie die ersten Jungpflanzen und Samen haben wir bei dem kleinen Biogartenbau Anton Seidl in Haar bekommen – inklusive wertvoller Beratung!