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Vegan in Vancouver | Heirloom

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Da wir heute #throwbacktuesday haben und ich gerade in Erinnerungen an Kanada schwelge, möchte ich dir den weltallerbesten Caesar Salad – natürlich vegan – vorstellen. Den aß ich zufälliger weise im Heirloom Restaurant in Vancouver. Da sind wir mehr oder weniger „notgedrungen“ eingekehrt, weil wir nach einer Wanderung bei Nieselregen ziellos durch die Gegend fuhren und dann von einer Sekunde auf die nächste sooo einen Hunger hatten, dass wir sofort etwas essen mussten. Das Heirloom war das am nächsten gelegene vegane Restaurant und so kamen wir in den Genuss des Caesar Salads und auch unseren allerersten frittierten Avocados…

Das Heirloom Restaurant liegt im Stadtteil Kitsilano. Es ist ein stylisches, vegetarisch-veganes Restaurant mit hoher Decke und angenehmer Atmosphäre. Bei unserem ersten Besuch waren wir in nasser Regenkleidung dort – das hat uns aber trotz dem zunächst noblen Ambiente, niemand übel genommen 😉 Wir entschieden uns, die Avocado Frites (frittierte Avocadospalten mit cremiger Koriander-Sauce) als Vorspeise zu teilen. Das war der H-A-M-M-E-R. Während der Herzmann im Anschluss einen Burger mit Süßkartoffelpommes genoss, verlor ich mein Herz an einen Klassiker -– den Heirloom Kale Caesar. Ein MEGA leckerer, knackiger Salat aus Grünkohl (da ist das Trendgemüse wieder), Romana-salat, hausgemachten Maisbrotcroutons, Cashew Parmesan, Caesar Dressing und Rote Bete Chips sowie knusprigen Kapern. Kapern? Ja wohl. Ich hasse ja eigentlich Kapern – aber diese frittierten Kapern haben mir tatsächlich geschmeckt! In diesen Salat hätte ich mich reinlegen können…  Genau deswegen besuchten wir das Heirloom auch ein zweites Mal – natürlich wieder mit den Avocado Frites, dem Kale Caesar für mich und der Herzmann bestellte sich ein Beet Avo Sandwich mit Rote Bete Chips, Avocado, Sprossen, Tomate, Knoblauch auf Vollkornbrot.

Hach, wer fährt jetzt mit mir dorthin oder kann mir hier einen solchen Caesar Salad machen?

vegan in vancouver heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Beet Avo Sandwich

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Kale Caesar

Vegan in Vancouver Heirloom

Vegan in Vancouver | Heirloom | Avocado Frites

Hochbeet-Theorie: Beetplanung

hocbeet beetplanung

Da der Platz in so einem Hochbeet auf dem Balkon ja dann doch begrenzt ist und man nicht so einfach neu anfangen kann (bzw. ja dann bis nächstes Jahr warten müsste für einen Neuanfang), wollte ich mein Hochbeet auch gescheit planen. Beetplanung fürs Hochbeet also. Zum Bepflanzen stehen mir 0,66 m² zur (fast freien) Verfügung. Nur „fast frei“, weil das angebaute Gemüse natürlich auch dem Herzmann schmecken sollten.

Hochbeet: Beetplanung

Für die Beetplanung half mir das Buch „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ ziemlich gut. Schritt für Schritt wird darin alles Wichtige erklärt. Zudem gibt es drei Beispielbeete mit konkreten Anleitungen. Erst wollte ich das Beet für Starkzehrer einfach nachpflanzen, aber dabei ist Zucchini die Hauptkultur und Kohlrabi die Nebenkultur und beides mag der Herzmann nicht… also musste ein eigener Plan her. Mit der theoretischen Hilfe aus dem Buch und ratsamen Tipps meiner Eltern erstellte ich mir meinen eigenen Beetplan für’s Hochbeet.

Die Hauptkulturen sollen Hokkaido und Gurke sein. Bevor jetzt alle „Oh nein“ rufen – ich weiß, dass Kürbis viel Raum einnimmt. Mein Plan ist es, den Hokkaido in eine Ecke zu pflanzen und darauf zu achten, dass er über den Rand hinauswächst. Und außerdem: Aus Fehlern kann man ja auch lernen 😉 Bevor Kürbis und Gurke die Ecken im Beet einnehmen, möchte ich Möhren, Radieschen, Pflücksalat und Spinat pflanzen (und hoffentlich ernten). Im Juni/Juli kommt ein Brokkoli ins Beet und im August gesellt sich dann Grünkohl in die Mitte zum Brokkoli mit der Hoffnung, dass ich dann davon im Winter reichlich ernten kann.

hochbeet beetplanung

Beetplanung fürs Hochbeet: theoretisch hat alles Platz…

hochbeet beetplanung

Mit etwas Hirnschmalz nimmt so ein Beetplan schnell Form an. Wie viel Platz die einzelnen Pflanzen brauchen, ist jetzt erst einmal nicht berücksichtigt…

Nun galt es also, die Zeichnung ins Beet zu verwandeln. Also kauften wir beim Bio-Gartenbau Samen für Möhren und Radieschen und sechs Jungpflanzen Pflücksalat (je drei Lollo Bionda und Lollo Rosso) sowie fünf Spinat-Pflänzchen (ich hoffe mal, dass ich sie bei Erntezeit auch wieder vertrage – Histamin lässt grüßen…). Da sie dort auch schon Brokkoli als Jungpflanzen hatten, nahm ich auch gleich eine davon mit – dann hat die Gurke später mehr Platz, dachte ich mir… Jetzt steht erst einmal alles im Beet und ich bin gespannt wie sich das Gemüse entwickelt. Ich werde hier natürlich weiter darüber berichten :-)

hochbeet beetplanung

Von der Skizze ins Beet

Hochbett beetplanung Brokkoli

Brokkoli Jungpflanze im Hochbeet

Hochbett beetplanung spinat

Spinat in da Row – ist das jetzt schon babyspinat?

Nach nicht nur sechs Tagen ist unser Gemüse schon deutlich gewachsen und die ersten Blätter von den Radieschen zeigten sich:

Hochbett beetplanung erste radieschenglätter

Die ersten Radieschenblätter nach nur sechs Tagen.

Hochbett beetplanung spinat

Der Spinat breitet sich aus – hier die Größe nach einer Woche.

Hochbeet beetplanung Brokkoli

Der Brokkoli schießt „wie versprochen“ von der Bio-Gärtnerei echt gut in die Höhe!

Veganer Käse darf kein Käse sein

veganer käse

„So ein Käse“ dachte ich mir, als ich erstmals überhaupt von der Klage zu veganem Käse las. Da fühlt sich wohl jemand ziemlich bedrängt durch die vielen neuen (leckeren) veganen Produkte… Ist es wirklich notwendig, dass für solche Streitigkeiten Geld investiert wird? Jetzt mal ehrlich…

Jetzt darf veganer Käse also nicht mehr Käse heißen. Warum eigentlich? „Wo Käse drauf steht muss Milch tierischen Ursprungs drin sein“ – was ist mit dem ganzen analog Käse der auf Billigpizza drauf ist? Heißt der jetzt auch nicht mehr Käse? Und heißen die Schweineohren beim Bäcker künftig auch anders? Und warum soll Käse überhaupt Käse heißen, aber andere Sachen dürfen so heißen wie man möchte? Wenn alles so hieße, wie, was drin ist, dann sollten Gummibärchen auch Schweinehautknochenbärchen heißen müssen, finde ich. So.

Und warum klagte der Käseverband? Weil er der Verbraucher schützen möchte, damit der nicht aus versehen ein veganes Produkt kauft… oh oh … das ist ja auch so gefährlich… Also wenn ihr mich fragt – ich finde, dass ist alles Käse… pardon alles Quark… ach mist… na mir ist es eigentlich Wurst, wie ein veganes Produkt genannt wird, so lange es gut schmeckt und gut (sprich: ökologisch) hergestellt wird. Ich sage jetzt einfach immer Chäse 😉 Diese ganze Klage ist einfach nur lächerlich. Da gibt es echt wichtigeres… oder wie siehst du das?

Vegan in Vancouver | Meet on Main

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Unsere Reise brachte uns letzten Herbst zum Abschluss auch nach Vancouver. Vegan in Vancouver geht total easypeasy. Dank Instagram und Google war meine Liste an „to-visit“-Lokalen ziemlich lang und die Entscheidung für oder gegen ein Lokal fiel entsprechend schwer. Aber das Meet on Main wurde uns wärmstens von einem anderen Restaurant empfohlen und das imponierte mir ganz schön, ehrlich gesagt. Immer noch auf der Suche nach den perfekten Mac’n’Cheese fand ich sie dort. Dummer weise hatte nicht ich sie bestellt, sondern mein Herzmann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich auf Grünkohl fokussiert und bestellte entsprechend Grünkohlsalat mit „Kokos-Schinken“, so dass ich endneidisch war auf seine Speise…

vegan in vancouver meet on main

Links: Die leckersten veganen Mac’n’Cheese (meiner Meinung nach) in Nordamerika; Rechts: Organic Kale & Romaine Cesear

vegan in vancouver meet on main

Meet on Main: Hocus Pocus im Hintergrund und Caesar Salat vorn

Wiederholungstäter

Das Lokal ist entspannt eingerichtet und lädt zum Leute-begucken ein :-) Entsprechend besuchten wir das Lokal ein zweites Mal vor unserer Heimreise. Beim zweiten Besuch bestellten wir „Hocus Pocus“ (megaleckere frittierte Zwiebelringe) als Vorspeise zum Teilen. Leider hatten wir es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht kapiert, dass man etwas expliziert als Vorspeise bestellen und dazu sagen muss, dann man den Hauptgang DANACH serviert bekommen möchte. Und so hatten wir dann wieder ein Foodfest auf unserem kleinen Tisch…Die Zwiebelringe waren nichtsdestotrotz köstlich und wir leckten uns die Finger danach…
Ich selbst hatte mich für das Tagesgericht – Caesar Salad, da ich zwischenzeitlich „dank“ eines Besuchs im Heirloom süchtig nach dem Caesar Salat war… – entschieden und der Herzmann genoss einen Sunshine Salad (Mögt ihr es eigentlich auch nicht, wenn euer männlicher Begleiter „nur“ einen Salat bestellt???).

Meet on Main
4288 Main Street between 27th & 28th
www.meetonmain.com

Vegan in Vancouver Meet on Main

Meet on Main: auch stylisch von aussen

vegan in vancouver meet on main menu

Meet on Main: (fast) Alles auf der Karte ist vegan – jippie

Mein eigenes Hochbeet

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Bei dem veganen Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien im letzten Herbst habe ich mich ja in Hochbeete verliebt… Leider habe ich keinen Garten, aber zum Glück einen Balkon. Dem Herzmann schwärmte ich dann ein paar Wochen von so einem Hochbeet vor und schwuppdiwupp baute der fleißige Schwiegerpapa eins für uns – maßgeschneidert für unseren Balkon also: mein eigenes Hochbeet für den Balkon. An dieser Stelle geht ein dickes Dankeschön an den Bauherren – ich hoffe die erste Ernte wird als Dankeschön reichlich ausfallen! :-)

Auf das Beet, fertig, los!

Letztes Wochenende war es dann soweit. Bei den frühlingshaften Temperaturen konnte das Hochbeet endlich befüllt und bepflanzt werden. Im Kochkurs bei Sebastian hatte ich gelernt, wie ein Hochbeet Schichtweise befüllt werden muss. Es gibt dazu auch viele Informationen im Internet, zum Beispiel hier. Ich entschied mich für drei Schichten – so wie es Sebastian Copien auch erklärt hatte. Mit Ästen und Gestrüpp als Grundlage, darüber Rasenschnitt, Laubabfall und Kompost und oben eine Schicht aus Humus bzw. Gemüse-/Schwarzerde.

Bevor wir aber mit unserem Hochbeet starten konnte, habe ich mich natürlich noch weiter informiert über Gemüseanbau und etwas Theoriewissen aufgebaut. Schließlich muss der Quadratmeter auch komplett genutzt werden. Also vertiefte ich mich in Lektüre über Beetplanung, Fruchtfolge, Stark- und Schwachzehrern, Haupt-, Vor- und Nachkulturen und natürlich Gemüsepartner. Mein Hochbeet hat die Maße 119 cm x 56 cm x 50 cm – also ist es nicht so groß wie manch andere. Erst habe ich mir eine Liste mit Gemüsesorten gemacht, die ich irgendwann einmal gern anpflanzen würde. Dann habe ich versucht, das Gemüse in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und mich für eine (bzw. zwei) Hauptkulturen zu entscheiden und schließlich entstand dabei mein erster kleiner Beetplan. Bestimmt plane ich viel zu wenig Platz für die einzelnen Gemüsesorten ein, aber ich will es einfach mal ausprobieren 😀 Da der Plan nun stand und die Temperaturen es zuließen, ging es also daran, das Hochbeet zu befüllen…

Das Hochbeet befüllen

Wir haben uns die „Zutaten“ der einzelnen Schichten für die Füllung des Hochbeetes an verschiedensten Stellen in München zusammen gesucht. Da unser Hochbeet auf dem Balkon steht (und wir ja keinen Garten haben), mussten wir uns das Füllmaterial zusammen sammeln… Das war teilweise ziemlich witzig und ich bin positiv überrascht wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind. Hier zeige ich dir, wie unser Hochbeet befüllt wurde:

hochbeet balkon

Mein Hochbeet hat die Maße 119cm x 56cm x 50cm und ist aus Holz. Es steht auf Rollen, damit ich es auf dem Balkon auch bewegen kann. :-)

hochbeet balkon

Die unterste Schicht bildeten grobe Äste und kleine Baumstämme, die wir von einer sehr netten Baumschule erhalten haben.

hochbeet balkon

Zwischen die Stämme kamen weitere kleine Äste und Gestrüpp – das haben wir von einem netten Herren beim Wertstoffhof erhalten.

hochbeet balkon

Die Zwischenräume beim Geäst haben wir mit einfacher Erde aufgefüllt und anschließend mit einer Laubschicht bedeckt.

hochbeet balkon

Darauf kam dann ganz wertvoller Kompost – bei uns um die Ecke ist ein Kleingartenverein und ein sehr liebenswertes Paar gab uns eine Kiste von ihrem selbstgemachten Kompost – da muss das Gemüse ja stark werden!

hochbeet balkon

Die letzte Schicht bildete Bioerde – OHNE TORF! Falls du auch etwas anbauen möchtest, achte bitte darauf, dass die Erde ohne Torf ist. Diese Erde wurde uns von einer kleinen Biogärtnerei in München/Haar empfohlen.

hochbeet balkon

Das Hochbeet mit der ersten Bepflanzung – die Bioerde ohne Torf sowie die ersten Jungpflanzen und Samen haben wir bei dem kleinen Biogartenbau Anton Seidl in Haar bekommen – inklusive wertvoller Beratung!

Veganer Kochkurs bei Sebastian Copien

veganer kochkurs in München mit sebastian copien

Da draussen nun endlich der Frühling beginnt und alle wie wild in die Gärtnereien rennen, um Balkon und Garten aufzuhübschen, ist für mich auch endlich der Zeitpunkt gekommen für einen Bericht aus dem letzten Jahr. Für diesen muss ich zeitlich ein wenig zurück gehen… Im September 2015 besuchte ich mit einer sehr lieben Freundin einen veganen Kochkurs in München bei Sebastian Copien: Den veganen Gartenkochkurs. Ich hatte schon vorher sein beeindruckendes Kochbuch „Meine vegane Kochschule“ kennenlernen dürfen und war nur ein bisschen gehandicapt durch meine Fibulaköpfchen-Fraktur… Liebenswerter Weise nahm Sebastian einen Gartenstuhl für mich mit, damit ich mich trotz meiner Krücken bei den äusserst interessanten Erklärungen zum Hochbeet-Garten weitestgehend entspannen konnte.

Der Hochbeet-Garten

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Der Kochschule-Hochbeet-Garten von Sebastian Copien.

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Veganer Garten-Kochkurs in München mit Ernte

Ich lernte bei dem Garten-Kochkurs vieles über Hochbeete und freue mich aktuell wie ein Veggieschnitzel darauf, mein eigenes Hochbeet auf unserem Balkon  endlich einzuweihen – mehr dazu ganz bald hier auf dem Blog… Aber zurück zu dem Garten-Kochkurs bei Sebastian Copien!

Zu Beginn des Kochkurses erfuhren wir vieles Wissenswerte über Hochbeete – wie sie aufgebaut sind, was sie ausmacht, wie viel (bzw. wie wenig) Pflege sie tatsächlich beanspruchen und wie man sie am besten bepflanzt (als Anfänger). Damit wir nicht nur Theorie über Hochbeete erfuhren, nahm Sebastian uns mit in seinen Hochbeet-Garten, der mitten in München in einem Hinterhof idyllisch versteckt angelegt ist, und zeigte uns alles.

veganer kochkurs in München ernte Hochbett

Veganer Garten-Kochkurs in München: Ernte trotz Handicap

Vor Ort erzählte Sebastian uns viel über die Fruchtfolge und natürlich den Aufbau von Hochbeeten sowie das Bepflanzen. Dann ging es daran, für unseren Kochkurs auch etwas essbares zu ernten. Sebastian erklärte von Beet zu Beet, was bei der Bepflanzung beachtet wurde, welche Nachbarn gut zusammen passen (und welche man besser weit auseinander setzt) und natürlich wie man das unterschiedliche Gemüse am besten erntet. Nebenbei durften wir auch schon ein bisschen Naschen – deswegen kann ich sagen, frische Gurke mit etwas Fenchelkraut schmeckt unglaublich lecker!
Trotz leichtem Handicap konnte ich erfreulicher Weise auch ein wenig mithelfen bei der Ernte :-)

Der vegane Kochkurs

Zurück in der Kochschule erhielten wir einen erfrischenden grünen Smoothie, der aus unserer Ernte fix gemixt wurde. Direkt im Anschluss ging es dann los mit dem Kochen: Die Vorspeise – eine Glücksrolle gefüllt mit Gemüse und Tofu und dazu Koriander-Mango-Sauce und Erdnusskaramell. Wir wurden in Teams aufgeteilt und jedes Team bereitete einen anderen Part der Vorspeise zu – die einen schnippelten etwas für die Füllung, andere machten den Erdnusskaramell und Sebastian mixte die Sauce zurecht. Dann durfte jeder seine eigene Glücksrolle rollen. Sebastian zeigte uns, wie man sie am schönsten anrichtet und dann wurde natürlich fotografiert, ähm gegessen!

veganer kochkurs in München glücksrolle

veganer kochkurs in münchen sebastian copien glücksrolle

veganer kochkurs in München - hauptspeiseUnd ich sage euch: Die waren sooo lecker! Der Tofu war ganz kross angebraten, dazu das knackicke Kohlgemüse und diese Koriander-Sauce… ein Traum! Nachdem wir die Glückrollen hergestellt und natürlich auch genossen hatten, ging es an das Hauptgericht: Rote Linsen Humus mit Zucchinispiess, Aprikosenchermoula, Paprikasauce und Rote Bete.

veganer kochkurs in München - hauptspeise

Veganer Kochkurs: Hauptgang mit Rote Linsen Hummus, Zucchinispieß, Rote Bete und Aprikosenchermoula

Auch für den Hauptgang erhielt jeder der zehn Teilnehmer (die kleine Gruppe war wirklich angenehm) eine eigene Aufgabe. Immer wieder erklärte Sebastian aber etwas für alle, so dass jeder eigentlich jeden Schritt miterleben konnte. Apropos erklären – was wirklich wirklich angenehm war ist, dass Sebastian komplett undogmatisch ist. Er erklärt das vegane Essen und Leben einfach so, ohne Druck, ohne Zeigefinger. Und das Beste: Alles was wir kochten schmeckte einfach genial!
Es gehören zwar recht viele Komponenten und entsprechend viele Kochschritte zum Erstellen eines Gerichtes, aber dafür werden auch alle Geschmacksknospen bedient und das Genießen eines Gerichtes von Sebastian Copien wird zum Erlebnis.

Das Dessert haben wir eigentlich gleich zu Beginn vorbereitet, denn es sollte Eis geben und das muss natürlich kalt werden <3 Den Abschluss des 6-stündigen Kochkurses bildete also dieses köstliche Dunkle Nougat-eis mit Früchten und Mandel-Karamell. Wir entschieden uns gleich vor Ort, dass wir unbedingt noch einen veganen Kochkurs bei Sebastian Copien miterleben wollen und mittlerweile haben wir uns auch für einen angemeldet und werden im Sommer mit Sebastian Copien intuitiv kochen lernen :-)

veganer kochkurs in München - Dessert

Vegan in München | Fei Scho

vegan in München fei scho karte

Fei scho Guad – als Zugezogene versuche ich gar nicht erst, das zu übersetzen. Aber nach etwas Recherche und Nachfragen weiß ich, dass es viel mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun haben soll. Fei Scho, das ist ein kleines Eckrestaurant im Glockenbachviertel: Zwei Glaswände, viele kleine Holztische und Holzstühle und ganz viele pinke Lampions an der Decke. Seit 2011 gibt es das kleine Lokal bereits – ich habe allerdings erst jetzt davon erfahren, bzw. bemerkt, dass einige Gerichte auch als vegan gekennzeichnet werden (8 von 14 insgesamt – eine ziemlich gute Quote, wie ich finde). Also hieß es, austesten, denn alle Restaurants, die vegan in München etwas bieten, sollen schließlich getestet werden.

vegan in München fei scho vegan deklariert

Fei Scho: Bunte Lampions an der Deke

Der Zufall wollte es, dass wir im Büro über foodora etwas für die Mittagspause bestellen wollten und wählten fei scho. Zusammen mit zwei Kolleginnen bestellten wir – jeweils für jede von uns einen Reisnudelsalat (meiner war mit Süßkartoffel und Kichererbsen) für ca. 10 Euro (3 Euro Liefergebühr). Das Essen kam blitzschnell in einer typischen asiatischen Box und war wie angekündigt lauwarm. Die Box war prall gefüllt mit dem Salat und ließ mich bis zum Abend pappsatt zurück. Der Reisnudelsalat schmeckte uns allen auch ausgezeichnet, so dass wir durch unser Schwärmen die lieben Kollegen etwas neidisch machten, glaube ich.

Einen Tag später traf ich mich mit einer lieben Freundin zum Klatsch und Tratsch im Fei Scho und war ganz gespannt, wie das restliche Essen schmecken würde. Es war knackevoll (man muss eindeutig rechtzeitig reservieren) und recht warm. Wirklich gemütlich fand ich den kleinen, harten Holzstuhl auch irgendwie nicht recht. Aber es muss ja auch nicht gemütlich sein, denn schließlich galt unsere Reservierung nur für zwei Stunden – danach sollten schließlich neue Gäste bedient werden (irgendwie finde ich das ja eine Unart, die sich in einigen Münchner Restaurants gerade etabliert…).
Wie dem auch sei… wir entschieden uns für die Glücksrollen als Vorspeise und sie war wie auch schon der Reisnudelsalat total lecker und gut gefüllt. Als Hauptgang hatte ich mich für das vegane Curry entschieden. Erwartungsvoll schielte ich auf die großen Schüsseln der Nachbartische und war ehrlich gesagt etwas verwundert, als nur zwei kleine Schälchen kamen – eine mit Reis und die andere mit dem Curry. Das Curry war natürlich wunderbar aromatisch und lecker, aber ich finde für den Preis ist die Portion (vor allem im Vergleich zum Reisnudelsalat) zu klein. Beim nächsten Mal gibts also wieder den köstlichen Reisnudelsalat…

Apropos „nächstes Mal“… Ein paar Wochen später wollten wir erneut bei fei scho für die Mittagspause bestellen, aber seltsamer weise liefert foodora von fei scho nicht mehr in unser Büro? Habt ihr das auch schon erlebt? :-(

vegan in München fei scho glücksrolle

Fei Scho: Vegane Glücksrolle mit Gemüse, Reisnudeln und Süsskartoffel

vegan in München fei scho veganes curry

Fei Scho: Veganes Curry mit Süsskartoffel, Brokkoli, Zucchini, Kichererbsen und Reis

vegan in München fei scho karte

Fei Scho: Vegane Kennzeichnung

Hallo du!

blog macbook mucveg

Schön, dass du hier vorbei schaust. Herzlich willkommen auf meinem neuen Blog. Lange Zeit Monatelang Fast ein Jahr lang habe darüber gegrübelt, wie es mit meinem „alten“ Blog (den findest du hier *klick*) weitergehen soll. Im letzten Jahr war ich, was den Blog und auch meine Aktivität beim Vegan Wednesday betraf, sehr sehr träge. Irgendwie war einfach die Luft raus. Zu viel in der „realen“ Welt stand bevor: Viele neue aufregende Dinge, neue Hobbies und ein spannender und auch zeitaufwendiger Vollzeitjob, der mir (gottseidank) Spaß macht und Freude bereitet. Da blieb bleibt eigentlich nicht mehr viel Zeit für einen Blog. Da war tatsächlich nicht mal mehr viel Zeit für aufwendiges Kochen übrig, worüber ich hätte bloggen können! Auf der anderen Seite hatte ich auch einige gesundheitliche Tiefschläge zu verarbeiten, was mir die letzte Motivation raubte… Gleichzeitig passierte in der (veganen) Foodblogszene so viel im letzten Jahr. Viele Blogs haben sich professionalisiert und wollen durch Kooperationen mit Unternehmen von ihrem Blog leben. Das geht so weit, das tolle Blogs wie Mandelmilchcashewmus ganz schnell auch schon wieder verschwinden wollen (ein sehr aufrichtiges, traurigstimmendes, aber auch interessantes Statement von Lina liest du hier *klick*). Und dazwischen will ich meinen Blog relaunchen? Vor allem soll mein Blog für mich Freizeit und Entspannung bedeuten und kein Wettbewerb. Ursprünglich wollte ich mit meinem Blog all denen helfen, die vegan oder vegetarisch mit ihren Freunden auswärts essen gehen wollen, aber nicht wissen wohin. Mittlerweile gibt es zum Glück weitaus mehr vegane Optionen in der Gastroszene, was mich tierisch freut. Und mit großer Freude teste ich die veganen Möglichkeiten überall und berichte gern darüber.

Auch jetzt noch, wo die Entscheidung eigentlich gefallen ist, zögere ich. Wie viel Arbeit will ich in den Blog stecken? Was ist das Ziel von meinem Blog? Worüber möchte ich berichten? Dazu kam mal wieder eine „tolle“ Diagnose: Histamin-Intoleranz. Juchu. Aber: Ich bin bestimmt nicht die einzige. Und deswegen möchte ich dies jetzt mal als Motivation nutzen: Vegan und histaminarm essen und vor allem auch genießen – so soll es hier in der nächsten Zeit erst einmal weitergehen. In welchem Rythmus es hier weitergeht, darüber habe ich noch nicht viel nachgedacht. Ich möchte mir aber auch kein konkretes Ziel stecken, damit ich nachher nicht frustriert bin, wenn es zeitlich doch nicht klappt. Ich hoffe, ihr könnt mir eine gewisse Unregelmäßigkeit hier verzeihen 😉 Denn das bloggen soll mir weiterhin vor allem Spaß machen und ich möchte weiter so viele tolle und sympathische Leser und Blogger kennenlernen wie bisher.

Mein alter Blog bleibt weiterhin bestehen – dort findest du neben den veganen Rezepten auch die vegetarischen aus meiner Bloggeranfangszeit.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen und freue mich auf deine Anregungen!

Viele Grüße
mucveg

Einfacher Zucchinihummus *histaminarm*

Zucchinihummus histaminarm

Als ich die Liste an „verbotenen“ Lebensmitteln bei Histaminintoleranz das erste Mal durchgelesen habe, wurde ich echt traurig. Meine Lieblingslebensmittel standen alle auf der roten, also auf der „bösen“ Seite. :-( Darunter: Kichererbsen, Tomaten, Avocado… Dazu muss ich gestehen, dass ich fast täglich Hummus verspeist habe. Da hieß es erst einmal ersatzlos gestrichen…

Als ich dann den Zucchinihummus im Dancing Shiva Superfoods in Wien auf der Karte entdeckte und bei Nachfragen herausfand, dass da tatsächlich keine Kichererbsen drin enthalten sind, war ich überglücklich. Und als der Hummus auch noch so sagenhaft lecker schmeckte, war der Gedanke geboren, dass ich den Zucchinihummus Zuhause selbst auch zubereiten müsse.

Gesagt getan und bereits nach zwei Versuchen habe ich ein histaminarmes Rezept für Zucchinihummus für euch – ohne Kichererbsen, ohne Zitrone, ohne Histamin! Aber das Beste an dem Rezept: Es ist so unsagbar einfach und vielseitig einsetzbar – wir haben den Hummus bereits ganz normal auf Brot genossen oder aber auch als histaminarmen Tomatensaucen-Ersatz für die Pizza.

Zucchinihummus histaminarm

Zucchinihummus

Zutaten (für etwa 500g):

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL weißes Tahin
  • 3-4 EL Wasser
  • 3 TL Kumin
  • frischer Koriander (oder 2 TL getrockneter)

Zubereitung: 

Die Zucchini nach dem Waschen in grobe Stücke schneiden, die Knoblauchzehen geschält und gepresst zusammen mit den restlichen Zutaten in einen guten Mixer geben und zu einer homogenen Masse pürieren. Mit frischem Paprika bestreut servieren oder einfach auf Brot oder Pizza genießen…

Dazu passt: Histaminarme Pizza, Histaminarmes schnelles Brot

Grüner Smoothie – ein histaminarmer Baukasten

Baukasten grüne Smoothies histaminarm vegan

Es gab eine Zeit, da habe ich fast täglich grüne Smoothies getrunken – vor allem im Sommer sind sie ein ideales Frühstück oder einfach zwischendurch sehr lecker und nährhaft. Im Mixer landeten bei mir oft Babyspinat, Ananas, Nussmus oder Cashews und natürlich Bananen. Für einen histaminarmen Smoothie stehen aber genau diese Zutaten auf der Tabuliste. Aber einfach auf einen grünen Smoothie ab und zu verzichten möchte ich auch nicht – denn wir alle wissen ja „A green smoothie a day keeps the doctor away.“ 😉 Damit ich selbst auch künftig nicht mehr so viel nachdenken und nachschauen muss, habe ich diesen kleinen Baukasten für einen histaminarmen, veganen grünen Smoothie gemacht (bitte beachte aber, dass es auch sein kann, dass du einige dieser Lebensmittel nicht gut verträgst):

Baukasten für einen histaminarmen grünen Smoothie

Als Formel für deinen grünen Smoothie musst du nur folgendes wissen:

Grünes Blattgemüse + Obst + Flüssigkeit + Optionale Extras = Grüner Smoothie

Bei dem Verhältnis kannst du am Anfang Gemüse und Obst zu gleichen Teilen hinzufügen und später nach belieben und persönlichem Geschmack den Gemüseanteil erhöhen. Wie viel Flüssigkeit du hinzufügst, hängt eigentlich auch von deinem persönlichem Empfinden ab – soll der Smoothie eher flüssig sein? Dann gib mehr Flüssigkeit hinzu. Wenn er aber eher cremig und für eine Smoothie-Bowl zum Löffeln sein soll, dann fange lieber mit weniger Flüssigkeit an.

Die grüne Basis:

Spinat ist zwar die liebste Zutat bei grünen Smoothies, aber bei Histaminintoleranz leider nicht verträglich. Deswegen habe ich ein bisschen experimentiert. Was die grüne Basis, also das grüne Blattgemüse betrifft, ist vor allem in der Winterzeit natürlich der ideale Ersatz: Grünkohl. Grünkohl ist unfassbar gesund: er enthält mehr Vitamin A, Vitamin C und Vitamin K als andere Gemüsesorten. Ist reich an Folsäure, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Omega-3-Fettsäuren – und deswegen super entzündungshemmend. Ausserdem enthält Grünkohl viele antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe – ein wahres Superfood also und das aus Deutschland! Also gilt es, reichlich davon kaufen wenn es draussen frostet (oder wer kann selbst anbauen) und im Gefrierfach ordentlich Vorrat bunkern! Auch anderes grüne, histaminarme Blattgemüse ist geeignet: grüner Salat, Mangold (ich vertrage Babymangold ganz gut), das Karottengrün, das Grün von Radieschen oder Kohlrabi und Kräuter. Oder du nimmst einfach Gemüse, welches sich auch gut zum Entsaften eignet, beispielsweise Karotten oder Rote Bete.

Obst

An Obst sind natürlich alle histaminarme Obstsorten geeignet, hier einmal meine persönlichen Lieblinge: Mango, Apfel, Heidelbeeren, Granatapfel, helle Weintrauben, Johannisbeeren, Kaki oder Melone.

Damit der Smoothie cremig und sättigend wird, kann statt Banane oder Avocado auch andere Zutaten einbauen: Kokosmus, feine Hafer- oder Dinkelflocken, Erdmandelpulver oder Macadamianüsse. Damit der Körper die Vitaminballung auch gescheit aufnimmt, kann manchmal auch noch ein Esslöffel gutes Öl in den Smoothie fließen: Leinöl oder Macadamianussöl.

Flüssigkeit

Als Flüssigkeit kann entweder Wasser, kalter Kräutertee, Dinkel-, Reis oder Haferdrink oder Kokoswasser hinzugefügt werden.

Optionale Extras aka. Superfoods

Als Superfood-Topping sollte man sich Granatapfelkerne, Hanfnüsse oder geraspelte Erdmandeln bunkern. Auch Chiasamen sind meist gut verträglich.

Und jetzt: Viel Spaß beim Mixen!