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30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft – mein Trainingsplan

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Jetzt habe ich es geschafft! Ich bin 30 Minuten am Stück gelaufen. Mit Buggy. Laufen nach der Schwangerschaft und Geburt. Ohne Gehpausen. Ich habe nach der Schwangerschaft lange gewartet bis ich wieder in die Laufschuhe schlüpfte. Und ich habe mir dabei Zeit gelassen. Viel Zeit. Sehr viel Zeit sogar. Zum einen habe ich recht spät wieder angefangen (etwa 10 Monate nach der Geburt) und mir viel Raum für die Rückbildung und den Beckenboden gegeben (Rückbildungskurse, Yoga, Pilates und Buggyfit). Auch wollte ich Minime nicht in den Buggy setzen, bevor sie von selbst sitzen konnte. Und das war etwa, als sie sieben Monate jung war. Da waren wir gerade auf unserem Roadtrip durch Europa und hatten keinen Buggy dabei. Wieder daheim schlich sich der Alltag mit Baby ohne Laufen wieder ein und so brauchte ich den Jahresanfang, um den 10-Wochen-Trainingsplan für „blutige Anfänger“ tatsächlich zu starten. Aus den geplanten 10 Wochen sind nun 17 Wochen geworden, da ich zwischendrin durch Urlaub und Krankheit(en) ein paar (Zwangs-)Pausen einlegen musste. Aber jetzt ist es geschafft. Ich bin heute 30 Minuten am Stück gelaufen und fühlte mich sauwohl dabei.

Laufen nach der Schwangerschaft: So ging es los

Am 1. Januar war es so weit. Meine erste Lauf-Geh-Einheit aus dem Runnersworld-Trainingsplan stand mir bevor. Mir war schon etwas mulmig zumute. Wie groß würde meine Enttäuschung darüber sein, dass meine Kondition auf dem Tiefpunkt ist? Seit meinem Halbmarathon 2015 ging es verletzungsbedingt bergab mit dem Laufen. Ich kam nie wieder so richtig in den Tritt und habe mich auch deswegen für den Trainingsplan für „blutige Anfänger“ entschieden. Fünf Mal zwei Minuten Laufen mit zwei Minuten Gehpause dazwischen. So sollte es beginnen. Die zwei Minuten waren jeweils schnell vorbei, aber das war auch ganz gut so. Die wöchentlichen Steigerungen sind bei diesem Trainingsplan minimal gestaltet, so dass man wirklich eine Grundkondition aufbauen kann (zumindest habe ich das Gefühl) und Überlastungsverletzungen vorbeugt. Mit dem Plan läuft man drei Mal in der Woche. Dazu war ich zu Beginn noch jeweils ein Mal bei Buggyfit und im Pilates. Zuletzt hatte ich aber für beides keine Zeit mehr, was ich aber wieder ändern möchte.

Mit Buggy laufen nach der Schwangerschaft

Laufen mit einem Buggy ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Zumindest fiel mir das Laufen mit dem Buggy leicht, denn unser Bumbleride Indie ließ sich super lenken und fuhr fast von allein. So brauchte ich immer nur eine Hand am Lenker halten.

30 Minuten Laufen nach der Schwangerschaft

Nach 17 Wochen war es nun soweit. Ich habe es geschafft und bin 30 Minuten mit dem Buggy vorweg gelaufen. Es fühlte sich verdammt gut an. Der Plan ist zwar recht lang (es gibt auch Pläne über vier Wochen für einen Laufstart nach der Schwangerschaft, aber dafür fühlte ich mich konditionell nicht gut genug aufgestellt. Und so schlimm war das Gehen zwischendurch gar nicht. Der Buggy ist die beste Entschuldigung, zwischendurch auch mal zu gehen, dachte ich mir 😉 Die 30 Minuten durchzulaufen fühlten sich aber noch besser an 😀

Ich bin in den 30 Minuten etwas mehr als 3 km gelaufen. Die Pace lassen wir mal ganz beiseite, denn die war natürlich sehr sehr langsam. Aber für mich ist das ok. Erst einmal langsam Anfang und die Grundkondition aufbauen und dann sehen wir weiter. Und wie geht es jetzt weiter? Vielleicht sollte ich erst einmal auf 5 km steigern. Ein mögliches Ziel wäre der 10 km Lauf beim Marathon München am 14. Oktober. Ohne Zeitziel. Einfach nur ankommen. Irgendwie brauche ich jetzt so ein „greifbares“ Ziel, um weiter zu machen. Weisst du was ich meine?

*Rezension: Mein kompetentes Baby | Nora Imlau

Rezension kompetentes baby

In den ersten Wochen, nein Monaten, nach der Geburt zweifelte ich an allem. Vor allem an mir. Alles, was ich mir in der Schwangerschaft vorgestellt hatte, fühlte sich in der Umsetzung auf einmal falsch an. Das fing schon im Krankenhaus an. Minime lag nachts strampelnd, zappelnd und wimmernd neben mir im Beistellbett. So ein Beistellbett ist natürlich prima und auch klasse, dass es das im Krankenhaus gibt, aber trotz allem konnte Minime darin nicht schlafen. Und ich neben ihr auch nicht. Zögernd nahm ich sie in der zweiten Nacht zu mir ins Bett. Endlich beruhigte sie sich und schlief tief und fest an mir gekuschelt ein. In meinem Kopf herrschte Chaos. Darf ich das? Was ist, wenn ich einschlafe und sie aus meinem Bett fällt? Was werden die anderen sagen? Bin ich zu weich? Verwöhne ich sie?  Mein Kopf ließ nicht zu, was mein Bauch wollte. Ich war hin und her gerissen. Zwischen dem, was sich gut anfühlte – für mich und für Minime – und dem, was mein Kopf, mein vermeintliches Umfeld mir vorgab. Das betraf fast alle Bereiche: Schlaf(en im Familienbett), Stillen (nach Bedarf), (Stoff-)Windeln, Trage vs. Kinderwagen… Und dann las ich in einem Magazin das allererste Mal von bedürfnisorientierter Erziehung.

Attachment Parenting wie es so schön heisst. (Und dabei hatte ich zu Weihnachten, also zwei Monate VOR der Geburt ein ganz tolles Buch dazu von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. (Asche, Haupt und so…) Ich hatte neben Nestbau und Nähen nur keine Zeit gehabt, auch mal darin zu lesen… das wurde natürlich mittlerweile nachgeholt!) Wo war ich? Ach ja, das erste Mal Attachment Parenting. Das war eine Phase ohne Schlaf. Minime wurde pünktlich zur Primetime hellwach, drehte auf, kreischte, zappelte, weinte und schlief dann gegen Mitternacht ein. Es war, als würde sie Nacht für Nacht die Geburt wieder erleben und nach der Geburt, also 0:09 Uhr, einschlafen. In besagtem Artikel wurde u.a. ein Buch zum Babyschlaf empfohlen (Rezension folgt). Das half mir ungemein. Danach musste ein weiteres Buch her zum Thema Bedürfnisorientierter Erziehung. Es wurde „Mein kompetentes Baby: Wie Kinder zeigen, was sie brauchen“ von Nora Imlau (Kösel Verlag).

Rezension: Mein kompetentes Baby

Dies war mein erstes Buch, das ich zum fernen Thema Attachment Parenting gelesen habe (wie hier schon erwähnt, hätte ich das Buch „Geborgen wachsen“ lieber gelesen als erstes Werk). Nora Imlaus Buch lässt sich schnell lesen (was enorm wichtig ist mit Nachwuchs), und ist gut durchdacht. Die Grundlage dieses Buches ist es, dass Babys heutzutage unterschätzt werden. Für alles gibt es Hilfestellungen und Hilfeleistungen. Dabei können Babys alles allein. Sie können schlafen, essen, kacken, ihre Umgebung erkennen. Dieser Ratgeber appelliert an die jungen Eltern, dies zu akzeptieren und sich entsprechend zu verhalten (aka das Baby einfach mal machen lassen). Und nebenbei eine bessere Eltern-Kind-Bindung aufzubauen.

Der Ratgeber führt durch das erste Lebensjahr und die vermeintlichen „schwierigen“ Bereiche Schlaf etc. Die Kernaussage des Buches ist, dass die Babys nicht komplett hilflos auf die Welt kommen. Sie sind kompetent in ALLEM. Wir müssen nur hinsehen und sie verstehen. Das entlastete mich ungemein. Ich muss nicht alles „beibringen“. Wir brauchen nicht xbeliebige „Lern-„Spielzeuge. Ein Baby macht jeden Schritt, wenn es so weit ist und nicht früher oder später.
Alles in allem finde ich diese Aussage toll und sie hat mich auch in meinem Bauchgefühl unterstützt. Man hätte das Buch jedoch auch kürzen können (vielleicht zählt hier aber auch die Wiederholung… das Baby ist kompetent, das Baby ist kompetent…?). Vielleicht las ich das Buch aber auch in einer (für mich) zu stressigen Phase. Genau wie das Buch „Geborgen Wachsen“ sollte ich es einfach mal wieder zur Hand nehmen und darin blättern. Insbesondere in schwierigen Phasen… Mein Bauchgefühl war auf jeden Fall nach diesem Buch schon besänftigt, wobei ich erst nach anderen Büchern so wirklich im Einklang mit ihm war. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch allen empfehlen, die sich fragen, was ihr frisch geborenes Baby eigentlich alles schon kann.

Zur Autorin: Nora Imlau ist dreifache Mutter und Fachjournalistin für Familienthemen.

*Rezension: Geborgen Wachsen | Susanne Mierau

Rezension Geborgen Wachsen

Und plötzlich ist alles anders. Von einer Sekunde auf die nächste sind zwei völlig neue Menschen da: der kleine Wurm und die Mama. Und dazwischen: bedingungslose Liebe. Ich hätte mir das vorher nicht vorstellen können. Mir platzt jetzt noch jedes Mal mein Herz, wenn ich unsere Tochter schlafen sehe, ihr Lachen höre, ihre Fortschritte erlebe. Und die neue Frau, die Mama, die man auf einmal ist (und man manchmal das Gefühl hat, nichts anderes mehr zu sein)? Die muss (s)ich selbst erst einmal noch kennenlernen… ich hätte vorher beispielsweise nie gedacht, eine Tragemama zu werden. Oder in einem Familienbett zu schlafen. Und jetzt könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

Als sich diese neue Person, diese Mama, bei uns Zuhause einschlich, nach und nach überall ausbreitete, kamen immer mehr Fragen auf, bzw. hinterfragte ich mich immer wieder. Mache ich das hier richtig? Warum machen es die anderen anders? Was fühlt sich für unsere kleine Familie gut an? Ich informierte mich also parallel mehr und mehr über alternative Erziehungsstile. Bedürfnisorientiert. Bindungsorientiert. Attachment Parenting. Begriffe, die mir vorher nichts sagten. Einstellungen, mit denen ich mich nicht beschäftigt habe. Aber je näher Minime, die Mama und ich uns kamen, desto häufiger fragte ich mich, ob mir der konventionelle Weg gefällt, oder ob wir nicht etwas anders machen wollen. Ein Beispiel: Minime hasste den Kinderwagen. Sie schrie wie am Spieß darin. Also trugen wir sie. Und dann fiel mir das Buch Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden und Eltern entspannt bleiben von Susanne Mierau (Kösel Verlag) in die Hände. Leider erst recht spät – ich wünschte, ich hätte das Buch bereits in der Schwangerschaft gefunden!

Rezension Geborgen Wachsen

Rezension zum Buch „Geborgen Wachsen“

Das Buch begleitet einen eigentlich schon durch die Schwangerschaft und wie man dabei bereits eine Bindung zum Nachwuchs aufbauen kann (auch für Väter). Darauf folgt ein Kapitel zur Geburt und zu Babysignalen (aka, wie man das frisch geborene Baby verstehen kann). Das Buch bietet für jedes wichtige Thema eine Hilfestellung – Schlaf, Essen, Erziehen – ganz ohne dogmatisch zu sein und ohne zu belehren. Susanne Mierau schreibt beispielsweise, dass Stillen prima ist für die Bindung zwischen Mutter und Kind, aber dass auch eine Mutter, die vielleicht aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen kann, ebenso eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen kann. Das Buch ist wunderbar geschrieben und liest sich schnell weg. Ich habe es geradezu verschlungen. Und ich habe immer wieder einmal reingeschaut, wenn eine neue Frage aufkam oder es zum Beispiel mit der Beikost für Minime los ging.

Rezension Geborgen wachsen

Die Autorin Susanne Mierau ist dreifache Mutter und schreibt schon seit Jahren den Blog https://geborgen-wachsen.de.

Rezension geborgen wachsen

Babyled Weaning & breifreie Beikost

Babyled Weaning und breifreie Beikost. Fremdwörter für mich, als ich noch schwanger war. Vor der Geburt hatte ich mir ja einiges ganz anders vorgestellt. Ein Familienbett war beispielsweise undenkbar für mich… Von Babyled Weaning oder einem Beikoststart ohne Brei hatte ich bis dato nichts gehört. Aber wie das so ist, je mehr man die Augen öffnet und sich umhört, neue gleichgesinnte Leute kennenlernt, desto mehr Neues erfährt man auch. So war es auch mit dem Babyled Weaning (kurz BLW). Die liebe Munichslady hat mir davon berichtet, also informierte ich mich.  Online und in Büchern: Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost und Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg (die beiden Bücher werde ich auch noch hier rezensieren, wenn Minime mir Zeit lässt).

Babyled Weaning – was ist das überhaupt?

Kurz erklärt: Baby-led Weaning bedeutet das vom Baby selbstbestimmte Abstillen von der Muttermilch (bzw. der Flasche) und die ebenfalls selbstbestimmte Einführung der Beikost. Das Baby darf selbst bestimmen was es isst, wieviel und wieviel (Mutter-)Milch es eben noch braucht. Das Baby füttert sich sozusagen selbst, es entscheidet selbst was es wann möchte. BLW ist eine Alternative zum klassischen Beikostfahrplan (den ich in Krabbelgruppen und von meiner Hebamme zur Genüge gepredigt bekommen habe). Groß angelegte Studien haben bewiesen, dass Babys instinktiv wissen, was sie wann brauchen und wenn man ihnen reichlich Auswahl an gesunden Lebensmitteln lässt, holen sie sich die Nährstoffe, die sie benötigen. Einige warnen nun vor diesem „Trend“ (dabei gibt es BLW schon seit Jahrhunderten – nur ist diese Beikosteinführung in der westlichen Welt abhanden gekommen, vielleicht, weil das Abstillen mit dem Brei planbar und schneller funktioniert und ein geringeres Chaos auf dem Fussboden produziert?), die Babys würden nicht genügend Nährstoffe erhalten oder die Gefahr des Verschluckens sei größer. Aber wenn man erst beginnt, wenn das Baby auch richtige Anzeigen dafür macht (beispielsweise von selbst sitzen kann und an dem Essen von Mama und Papa interessiert ist), dann ist letztere Sorge unbegründet. Und wenn man gleichzeitig stillt, erhält das Baby weiterhin alle Nährstoffe aus der (Mutter-)Milch. Trotzdem sollte man eine gesunde Auswahl an Nahrungsmitteln anbieten und natürlich keine „gefährlichen“ (wie Erdnüsse).

Breifreie Beikost

Beim BLW spielt eine breifreie Beikost eine große Rolle, denn Babys können ja meist am Anfang noch nicht so gut mit Löffel, Messer und Gabel umgehen. Also wird eine Auswahl an Fingerfood gereicht, die das Baby gut greifen kann. Was für mich den Ausschlag für diesen Weg gegeben hat war der Fakt, dass ein selbstbestimmtes Essen dem Baby auch später die Essgewohnheiten erleichtert.

Ein Vorteil an BLW / breifreier Beikost: Das Baby isst, was die Eltern essen bzw. umgekehrt. Hier gab es Ofengemüse mit Hummus.

Ein Vorteil an BLW / breifreier Beikost: Das Baby isst, was die Eltern essen bzw. umgekehrt. Hier gab es Ofengemüse mit Hummus.

Die Vorteile von Babyled Weaning und breifreier Beikost

Auf der anderen Seite der Kritik an breifreiem BLW stehen so viele Vorteile: Das Baby hat mehr Spaß am Essen, weil es das Essen selbst entdecken, damit spielen darf. Es lernt auf diese Weise viel mehr verschiedene Nahrungsmittel kennen (und soll entsprechend weniger mäkelig später sein), es trainiert beim Essen ganz spielerisch die Hand-Auge-Mund-Koordination, man muss nicht extra Brei kochen, sondern das Baby kann am Familienessen teilnehmen (und lernt so gleich das gemeinsame Familienmahl kennen)… Nun, long Story short: Wir haben uns für diesen Weg entschieden. Eine von Minime selbst bestimmte Beikosteinführung mit breifreier Ernährung. Nach nun vier Monaten breifrei (und zwischenzeitlichen Versuchen, Minime Brei zu füttern) sind wir immer noch glücklich mit diesem Weg. Minime isst zwar noch wenig (vor allem im Vergleich zu Brei-gefütterten Babys), aber das ist okay. Zwischendurch habe ich immer mal wieder Momente, in denen ich zweifle. Vor allem aber an mir. Hinterfrage den Weg, den wir gehen. Schließlich möchte man immer das Beste für sein Kind (und Schlaf). Isst sie wirklich genug? Wächst sie genug? Aber Minime macht es uns immer wieder deutlich: Sie liegt genau auf ihrer Gewichtskurve, ist agil und aktiv, entwickelt sich prima. Und vor allem: sie verweigert partout Brei, wenn wir ihr welchen geben möchten. Sie zeigt uns einfach, was sie möchte. Und wir wollen versuchen, das zu erfüllen.

Mehr Informationen

Da ich natürlich kein Experte in diesem Bereich bin, empfehle ich die bereits genannten Bücher (Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost und Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg) und Websites wie breifreibaby oder baby-led-weaning.

Manchmal (okay, immer) landet bei BLW etwas auf dem Boden...

Manchmal (okay, immer) landet bei BLW etwas auf dem Boden…

Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft Vol. 2

Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Jaaaaaa, das war wohl nix, mit meinem Vorhaben, relativ bald nach der Schwangerschaft, wieder mit dem Laufen zu beginnen… Meinen ersten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft hatte ich während unseres Elternzeit-Roadtrips begonnen und nach drei Wochen wieder aufgehört, da sich der Herzmann erkältete (long story). Vorher tönte ich ja noch groß herum, mit welchem Plan ich wieder ins Laufen finden möchte und was war? Ich bekam meinen Hintern nicht mehr hoch, nachdem wir aus der Elternzeit zurück waren. Irgendetwas war immer – Minime mochte den Buggy nicht, es regnete, ich hatte anderweitige Dates… So war ich wieder bei Punkt Null angelangt. Und zunehmend frustriert. (Und zunehmend zunehmend… die Kilos der Schwangerschaft hatte ich schnell wieder47 runter, aber es ist halt doch ein Unterschied ob Muskelmasse dabei ist oder eben nicht. Stichwort #afterbabybody …)

Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Mein erster Laufeinstieg nach der Schwangerschaft, hier am Strand der Ile d’Oleron.

Wie dem auch sei, jetzt juckte mir der Schuh. Ich überlegte hin und her. Jetzt, im Winter anfangen? Und was ist wenn Schnee liegt? Mit Buggy? Und Gehen und Laufen? Und mit welchem Plan? Beim ersten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft kam ich in den Genuss, am Strand zu laufen, an der Küste entlang. Und auch ein Stück auf dem Jacobsweg – da hatte ich in der zweiten Woche Knieschmerzen (was auch am Asphalt auf dem ich lief, gelegen haben könnte). Jetzt also einfach im Park laufen? Aber wann, wenn nicht während des Heimaturlaubs beginnen? Minime kann durch den Herzmann oder die Großeltern betreut werden – geballte Power, damit Mama mal 20 Minuten laufen gehen kann (länger sind die ersten Einheiten in den Anfänger-Plänen ja nicht)! Also wurde ein neuer Laufplan raus gesucht, der mich langsam eine Grundkondition aufbauen lassen soll. Nach einiger Suche entschied ich mich für den 12-Wochen-Plan von Runnersworld. Und dann schlüpfte ich spontan in die Laufschuhe. Die ersten zwei Wochen übersprang ich – die tägliche Runde Spaziergang mit Minime in der Babytrage sollten als „Ersatz“ dafür ausreichen. Der Plan sieht vor, in 12 Wochen 30 Minuten am Stück zu laufen und beginnt mit Lauf-Geh-Einheiten. Das klingt für mich nach einem vernünftigen Laufeinstieg nach der Schwangerschaft – für (m)einen zweiten Versuch.

Und nun habe ich die erste Woche, also die ersten drei Einheiten meines zweiten Laufeinstieg nach der Schwangerschaft hinter mir. 5 x 2 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause (bei 2°C und eisigem Wind), 4 x 3 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause (6°C, Nieselregen und Matschweg) und nochmal 5 x 2 Minuten Laufen mit 2 Minuten Gehpause. Kinners, und was fühlte ich mich gut! Kann man bei 3 Minuten Laufen schon ins Runnershigh kommen?

Nun gehts zurück nach München und der Herzmann muss wieder arbeiten. Die Babybetreuung ist vorbei. Jetzt gilt es, den Plan weiter zu verfolgen – mit Minime im Buggy. Um mich zu motivieren brauche ich ein Ziel, glaube ich. Erst dachte ich an neue Laufschuhe. Aber meine sind eigentlich noch gut. Dann dachte ich an eine neue Pulsuhr. Aber auch hier ist meine Garmin noch voll funktionsfähig. Neues Outfit? Ich bin eigentlich für Wind und Wetter (und auch Regen) gut ausgestattet seit meinem Training für den Rennsteig-Halbmarathon). Also muss ein Wettkampf her als Ziel. Bei welchem Lauf 2018 sollte ich mich anmelden? Habt ihr Vorschläge? Es sollte eher ein 5- oder 10-km- „Fun-Lauf“ sein – am liebsten mit Medaille für alle Finisher 🙂 Vorschläge sind sehr willkommen.

Veganes Weihnachtsmenü von Surdham Göb

Maronen Prosecco Suppe

Surdham’s fettes fünf-Gänge Weihnachtsmenü

Hier brauche ich keine vielen Worte, denn das Menü spricht für sich selbst. Wer mag, kann sich hier die einzelnen Rezepte für dieses schmackofatzmenü downloaden und zu Weihnachten oder an jedem anderem herrlichen Tag genießen. Viel Spaß beim Nachkochen!

Die Rezepte stammen alle aus den Kochbüchern von Surdham: Meine vegane Küche, Vegane Superfoods, Vegan Daily: Vegane Küche für jeden Tag

Maronen-Champagner-Suppe
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Mizuna-Salat
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Minzuna-Salat-Shiitake

Minzuna-Salat-Shiitake

Avocado-Gurkenkaltschale
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Avocado-Gurken-Kaltschale

Avocado-Gurken-Kaltschale

Tempeh-Braten
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Tempeh-Braten

Tempeh-Braten

Panna Coco
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Panna-Coco

Panna-Coco

„Vegan macht dich zur Pussy“

surdham goeb

München, August 2014, Interview mit Surdham Göb:

Der Linoleumboden ist quietschgrün. Rechts neben der blauen, schweren Eingangstür thront ein schwarzer Smeg-Kühlschrank. Die blankgeputzte Edelstahl-Kochinsel in der Mitte des Raumes ist das Herzstück der Küche. Hier passiert die Magie, wenn Surdham Göb kocht. Und wenn er kocht, dann ohne Ei, ohne Milch, ohne Fleisch, ohne Fisch.
Vor der modernen Fensterfront brausen im Minutentakt die Züge vorbei. Surdham sitzt mir gegenüber an einem großen, hellen Holztisch in der Ecke seiner „Büro-Küche“. Sein braun gebranntes Gesicht beginnt zu strahlen, wenn er von seinen veganen Reisen spricht. Surdham Göb ist kein Unbekannter in der veganen Kochszene. Obwohl oder gerade weil er kein eigenes Restaurant führt, ist er quasi das Geheimrezept unter den Vegan-Köchen. Nach Stationen in Indien, New York, San Francisco und Hawaii, wo er die Kultur der Länder und Wellen erforschte und natürlich kochte, betreibt er in seiner Heimatstadt München eine Catering-Firma, gibt vegane Kochkurse, hält Vorträge und berät Gastronomiebetriebe bei der Umstellung auf eine vegane oder biologische Küche.
Damit liegt er voll im Trend. Schätzungen des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) zufolge leben derzeit über acht Millionen Vegetarier in Deutschland, rund 1,3 Millionen davon ernähren sich vegan – das sind mehr Menschen als in Frankfurt am Main leben.

Im August 2014 ist Surdham’s drittes Kochbuch erschienen. Seine Küche ist geprägt von seinen Weltreisen, fremden Kulturen, West und Ost. Ein Lieblingsrezept habe er nicht.
Er zeigt mir dafür sein allererstes Kochbuch. Es ist ein einfaches Ringbuch mit rotem Cover. „Das Revolutionäre Kochbuch“, welches er in den 80er Jahren als junger, veganer Punk für drei Mark erstand, beginnt mit „Eine Schlachtszene“.
Damals war Surdham ein Exot – von der Familie aber gut akzeptiert. Er kochte für Freunde und die Familie vegan, nur unterwegs erfuhr er Widerstand. „Da waren die Leute einfach so »du Spinner« und so. Wobei ich mich auch viel in den Punkrock-Szenen bewegt hab und da waren die Leute einfach happy und sagten »saugeil, der Surdham hat gekocht.«“
Fleisch und Fisch habe Surdham schon als Kleinkind verweigert. Ohne wirklich zu wissen warum. „Ich war immer ein komplizierter Esser. Milch, Butter, Käse und das Zeug hab ich eh nie gegessen, das fand ich immer eklig.“ Seine Mutter, die aus Indonesien stammt, versuchte ihm püriertes Fleisch unter das Essen zu mischen. „Damals galt ja noch vegan – du bist tot. Auf jeden Fall wollten meine Eltern nicht, dass ich tot gehe und haben mir Fleisch unters Essen püriert.“ Aber diesen Trick durchschaute er schnell. Als er mit elf Jahren während eines Familienurlaub über einen bunten, zauberhaften arabischen Markt in Tunesien lief, die unzähligen Gewürze bestaunte, Datteln und andere exotische Früchte probierte und plötzlich vor einem Stück Rind, welches von Fliegen umschwärmt abhang, stand und seine Mutter ein Stück davon abschneiden ließ, begriff er, woher Fleisch stammt. Und entschied sich dagegen. „So lang ich nicht wusste, diese Kuh, die da hängt, das ist die, die ich ess, hab ich’s gegessen. Als ich gecheckt habe, das ist DIE Kuh, hab ich sie nicht mehr gegessen. Weil dann ist es mutwillig. Davor war es halt einfach ignorance is bliss“.
„Meine Mutter hatte alleine hatte nicht mehr die Kraft sich gegen den kleinen elfjährigen aufzubäumen.“ Ein Jahr später traf er auf die ersten veganen Punks. Und wurde mit 13 Jahren selbst zu einem. Er lehnt sich zurück und verschränkt die Arme hinter dem Kopf. „Früher warst du Veganer und hast deine Tüte Studentenfutter im Rucksack oder selbstgebackene Kekse und aus so einer Zeit komme ich halt, wo man einfach selbst kochen muss und das fand ich das tolle am Veganen. Das industriell produzierte Essen ist das wahre Problem.“
Seine hellblauen Augen lachen verschmitzt, als er sich daran erinnert und darüber berichtet, wie er als 18-jähriger klinkenputzend bei den Münchner Restaurants um eine Stelle in der Küche bat. Ohne Ausbildung, aber dafür mit umso mehr Kocherfahrung aus dem Cateringbetrieb seiner Mutter. Fündig wurde er im Meditationszentrum Osho Tao, wo er bereits nach zwei Monaten vom Salatputzer zum Küchenchef aufstieg. Von dort ging es in die Welt. Immer mit dabei: Ein Messer zum Kochen. „Ich war viel auf der Welt unterwegs und hab immer meine Messer dabei. Und immer wenn das Geld ausgegangen ist, hab ich mich zur Verfügung gestellt.“

Weihnachten vegan?

Weihnachten war für Surdham früher der schlimmste Tag im Jahr: „Wir haben uns alle gestritten und es war ein Riesendrama und am Abend haben wir uns wieder alle vertragen und waren ein Herz und eine Seele.“
Bei Surdham Zuhause gab es kein traditionelles Essen. Erst, seit er selbst vegan kocht, begann er sein eigenes Weihnachtsritual einzuführen. „Ich geh einfach geil einkaufen. Ich schau nicht auf die Preise und ich kaufe mir alles, was ich sonst das ganze Jahr nicht kaufe. Meistens war es so: Die Mama hat gezahlt und ich hab gekocht.“ Surdham hat dann ein „Fünfgang-Menü Deluxe aufgefahren“. „Wir feiern in den Tagen ja Geburtstag und ich find’s geil, wenn man dann einfach fett auftischt.“ Dabei vergisst Surdham aber den japanischen Zen-Spruch nicht, keine Spuren zu hinterlassen. Die Zahlen der veganen Ernährung für Wasser und CO2 sprechen schließlich für sich. „Ich glaub es ist wichtig, die Sachen so zu machen, dass du damit fine bist und, dass du keine Absicht dahinter hast, jemanden zu schaden oder jemandem wehzutun.“ Danach lebt und kocht Surdham. Auf die Frage, warum Menschen vegan leben, lehnt sich Surdham nach vorn und schaut mir in die Augen. „Damit du leichter im Körper bist. Damit dein Körper fit genug ist, um dich aufrecht zu halten. Dass dein Magen nicht nur mit Verdauung beschäftigt ist. Dass dein Verstand zart wird, sag ich jetzt mal und dein Herz weich wird.“ Er lehnt sich wieder zurück. „Ich mein, es ist auch blöd vegan zu sein irgendwie, weil du bist dann nicht mehr tough. Du isst nicht Angst, du isst nicht Blut. Das macht dich auch zur Pussy eigentlich.“
In Surdham’s Idealvorstellung sollte ein Veganer vor allem eins: Happy durch’s Leben gehen. Und gesund. Und Weihnachten vor allem mit einem fetten 5-Gänge-Menü feiern.

Als ich ihn um einen Tipp für Neuveganer bitte, lacht er und sagt: „Kauf dir ein gescheites Buch.“ Beim Lachen blitzt seine sympathische Zahnlücke immer wieder hervor. Und Surdham lacht viel, wenn er mit seinem leicht bayrischen Akzent und dem rollenden „R“ erzählt. „Hab Spaß beim Kochen. Leg dir lustige, gute Musik auf. Mach’s dir nicht zu schwer. Versuch nicht aufzutrumpfen mit etwas, was du nicht kannst, sondern mach lieber das, was du kannst gut.“ In seinen Kochbüchern, die erst aufgrund der hohen Nachfrage nach seinen Rezepten entstanden, verrät Surdham alles, was er weiß und auf seinen Reisen gelernt hat. „Ich habe keine Geheimnisse.“ Denn von einer Chinesin in einem seiner Kochkurse lernte er ein Sprichwort: »Erst wenn du es weitergibst, hast du Platz für was Neues.«

>>Hier kannst du Surdhams fettes Weihnachtsmenü nachkochen. 

Seine Kochbücher sind übrigens durchweg alle toll und absolute Kaufempfehlungen (ob nun für Weihnachten, Geburtstage oder einfach auch mal für sich selbst):

Meine vegane Küche

Vegane Superfoods

Vegan Daily: Vegane Küche für jeden Tag

Vegane Powerdrinks

Stoffwindeln – unser Erfahrungsbericht von der Wickelfront

Ich weiß gar nicht, wie ich das erste Mal auf Stoffwindeln gestoßen bin. Wahrscheinlich habe ich auf instagram ein Foto von stylischen Stoffwindeln gesehen und danach blieben sie in meinem Kopf hängen während der Schwangerschaft – das wäre jedenfalls typisch für mich. 🙈😂 Doch auch obwohl sie niedlich gemustert sind, war ich (und alle die ich dazu ansprach) skeptisch. Viel zu großer Aufwand. Viel zu viel Wäsche. Viel zu ekelig. Heutzutage nutzt man schließlich pflegeleichte Wegwerf-Windeln, Wegwerf-Feuchttücher, Einmalunterlagen und parfümierte Wegwerf-Windelbeutel. Absurd also, wenn man scheinbar einen Schritt zurück geht und wie die eigenen Eltern und Großeltern, arbeitsintensive Stoffwindeln nutzt. Wie oft hörte ich „Mensch Kind, damals mussten wir täglich die Mullwindeln auskochen – was für eine Arbeit!“.
Aber irgendwie blieb ich dran (vielleicht wegen diesen tollen Mustern!?) informierte mich, suchte im Internet nach Erfahrungsberichten und siehe da: Es gibt Menschen, die heutzutage trotz des vermeintlichen Luxus an Werfwerfwindeln ihre Kinder mit oldschool Stoffwindeln wickeln (und mittlerweile kann man Stoffwindeln ja sogar bei dm kaufen…). Es fanden sich sogar in meinem Freundeskreis zwei junge Mamis, die von ihren Stoffwindeln überzeugt waren. Der Herzmann ließ sich letzten Endes auch überzeugen, dass wir ganz undogmatisch einen Stoffwindelversuch wagen. Und nun wickeln wir unsere Tochter, die aktuell ein halbes Jahr jung ist, mit Stoffwindeln und sind bisher sehr zufrieden. Hier nun also unser kurzer Erfahrungsbericht über unseren absurden Schritt zurück:

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Newborn Stoffwindel Culla di Teby

Die unterschiedlichen Systeme bei Stoffwindeln

Kurz vor der Geburt ließen der Herzmann und ich uns bei der lieben und kompetenten Leen von Fratzhosen, einem Stoffwindel-Shop bei Augsburg, beraten und die unterschiedlichsten Systeme vorstellen. Denn bei der ganzen Recherche wird man erst einmal überrollt von Fachbegriffen. PUL, AIO, Hybridwindeln, Prefolds, Onesize, Pocketwindeln, Überhosen… Bei den ganzen Abkürzungen und Fachbegriffen sah ich die Windel vor lauter Systemen nicht mehr.
Aber um es kurz und verständlich zu machen – letzten Endes gibt es zwei grundsätzliche Systeme:
Das sogenannte All-in-One (AiO), quasi die Pampers aus Stoff – außen eine wasserdichte, atmungsaktive PUL-Schicht (Polyurethan laminated) und innen ein fest eingenähter Saugkern. Dieser Saugkern kann je nach Marke aus Baumwolle, (Mikro-)Fleece, Bambus oder Hanf bestehen (sie unterscheiden sich in ihrer Saugfähigkeit, Geschwindigkeit beim Trocknen und dem „Komfort“ am Babypopo). Die AiO ist auch ähnlich leicht in der Anwendung wie eine stinknormale Pampers: Windel auf, Baby rein, Windel zu, fertig. Bis auf den Unterschied, dass die AiO natürlich nach Gebrauch gewaschen werden kann / muss und sie nicht direkt im Müll landet. Apropos Müll: Im Krankenhaus benutzten wir zwangsläufig die dort zur Verfügung gestellten Produkte und das sind neben Feuchttüchern eben auch Pampers und wir waren über die Unmenge an Müll echt schockiert. Was da allein an einem Tag für ein Haufen zusammen kommt!
Beim zweiten System setzt sich die Stoffwindel aus mehreren variablen Bausteinen zusammen: Einer Überhose, die ebenfalls aus PUL besteht (es gibt aber auch welche aus Wolle, die sind dann natürliche nicht vegan), und saugfähigen Einlagen, die nicht wie in der AiO fest vernäht sind, sondern die man selbst einlegen oder auch einknöpfen (damit sie nicht verrutschen) kann. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten – vom Ikea-Waschlappen (nicht gerade nachhaltig und meiner Meinung nach nicht sehr saugstark) über sogenannte Prefolds (vorgefaltete Einlagen) bis zu selbstgenähten Einlagen aus alten Textilien ist alles erlaubt. Zudem kann man natürlich völlig old-school mit Mullwindeln wickeln oder eine Höschenwindel (komplett aus saugfähigem Stoff) und dann eine Überhose drüber ziehen, damit die Babykleidung trocken bleibt.
Übrigens: Ein großer Vorteil von Stoffwindeln gegenüber Wegwerfwindeln sind die festsitzenden Beinbündchen bei den Überhosen – diese lassen im seltensten Fall etwas durch, so dass es kaum zu Unfällen kommt.
Wir haben direkt bei unserem Beratungstermin bei Fratzhosen für den Anfang ein kleines Testpaket mit unterschiedlichen Systemen gekauft, da wir nach der Beratung nicht sicher waren, welches System sich im Alltag für uns am praktischsten anbietet. Die AiO’s schienen einfach in der Anwendung, aber hier muss immer die gesamte Windel gewaschen werden und sie brauchen dadurch sehr viel länger beim trocknen, da der Saugkern mit der Überhose vernäht ist. Und die Baukasten-Systeme unterschieden sich natürlich im Material, der Saugfähigkeit und der Passform (und den Designs…)… Qual der Wahl also…

Nach einer etwa einmonatigen Testphase entschieden wir uns für ein Baukastensytem: Die Pop-in der britischen Marke Close. Es ist ein Stoffwindelsystem, bei dem die Einlage (Bambus oder Mikrofleece) in die Überhose (mit doppeltem Beinbündchen!) eingeknöpft wird. Wenn die Einlage nicht komplett durchnässt ist, muss man nur die Einlage wechseln und kann die Überhose noch einmal verwenden. Die Pop-in gibt es in Newborn und Onesize: Durch Knöpfe an der Überhose kann man die Größe dieser einstellen und so soll die Windel von Geburt bis zum Töpfchen passen – das bedeutet One-Size. Und sie haben sich mittlerweile auch schon bei Magen-Darm-Durchfall bewährt – nix quoll aus der Windel raus (man hört ja manchmal Horrorgeschichten bei denen der Windelinhalt bis zum Hals hoch quillt…), puh!

Pop-in von Close

Pop-in von Close

Ein kleiner Nachteil der Stoffwindeln: sie machen nicht gerade einen schlanken Babypopo und Leggins oder Skinnyjeans passen dem Nachwuchs dann „leider“ nicht. Dafür gibt es aber ganz coole Pumphosen – sie sind auch für Nähanfänger leicht zu nähen oder man kann sie in vielen Designs zum Beispiel bei dawanda kaufen.

Das Waschen von Stoffwindeln – kein Hexenwerk

Wir haben mittlerweile 22 Pop-in’s von Close: zwei Close Pop-in 5er Box Sparpakete á fünf Stoffwindeln und die restlichen zwölf sind gemustert einige davon haben wir von unseren Freunden und Eltern geschenkt bekommen und von unserem Testpaket noch eine Totsbots Bamboozle Höschenwindel, zwei PUL-Überhosen (Milovia und Flip) und drei totsbots PeeNut Einlagen. Dazu haben wir zwei AiO’s: die anavy und eine Bambino Mio, die wir von einer lieben Freundin geschenkt bekamen (die es eben mittlerweile auch bei dm zu kaufen gibt).
Mit dieser Menge müssen wir nur ein Mal die Woche waschen. Die verschmutzten Stoffwindeln lagern wir so lange in einer Einkaufskiste. Anfangs hatten wir weniger Pop-Ins und mussten öfter waschen. Wenn dann Waschtag war, wurden die Windeln in der Maschine zuerst einmal nur gespült, wenn die Windeln stark verschmutzt waren mit Muttermilchstuhl. Dann füllte ich die Maschine mit Handtüchern, Mulltüchern und allem, was bei 60° gewaschen werden kann auf, und startete die Buntwäsche bei 60°. Mittlerweile machen unsere Windeln die Maschine ganz voll, so dass nichts anderes mehr rein passt. Deswegen starte ich auch gleich die Buntwäsche ohne Vorspülen.
Die gelben, hartnäckigen Muttermilchstuhl-Flecken gehen beim Waschen meist nicht raus, aber wenn man alles in der Sonne zum Trocknen aufhängt, verschwinden auch diese Flecken wie auf magische Weise und alles ist wieder strahlend weiß. Und das wars auch schon!

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Stoffwindeln waschen in Frankreich

Jede Windel zählt

Wer jetzt denkt „alles schön und gut, wenn man Zuhause mit Stoffwindeln wickelt, aber was mache ich mit der vollen Stoffwindel unterwegs?“, dem sei gesagt, dass man nicht gezwungen wird, Vollzeit mit Stoffwindeln zu wickeln. Es gibt Menschen, die nachts und/oder unterwegs mit Wegwerfwindeln wickeln, oder nur im Urlaub Stoffwindeln nutzen. Für unterwegs gibt es übrigens sogenannte Wetbags aka wasserdichte Windeltasche, in denen die vollen Stoffwindeln luftdicht zurück nach Hause transportiert werden können und die auch richtig chic aussehen 😉.
Auch wir wollten es anfangs undogmatisch halten und verwendeten so oft wie möglich Stoffwindeln. Wenn es aber mal nicht geht, dann reißen wir uns kein Bein aus. Bei einem verlängerten Wochenende in einem schönen Familienhotel im Allgäu, als unser Nachwuchs neun Wochen alt war, stiegen wir auf Wegwerfwindeln um, da wir dort keine Waschmöglichkeit hatten. Auch haben wir die ersten zwei Monate nachts Wegwerfwindeln genutzt, weil wir dachten, die seien auslaufsicherer (bis wir eines besseren belehrt wurden). Bei einem längeren Urlaub bei meinen Eltern entschieden wir uns dann, komplett nur noch Stoffwindeln zu nutzen.
Bei unserem mehrwöchigen Elternzeit-Roadtrip durch Frankreich und Spanien haben wir nun also unsere Pop-ins dabei und werden sie unterwegs auch weiterhin waschen. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Minime auf Wegwerfwindeln reagiert – nach 30 Minuten in einer Wegwerf-Schwimmwindel war sie feuerrot. Aber: Egal wie oft oder weniger oft man mit Stoffwindeln wickelt – jede Windel zählt.

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Stoffwindeln an der Wäscheleine

Mein Zwischenstand nach sechs Monaten

Das Wickeln mit Stoffwindeln ist für mich persönlich kein größerer Aufwand. Klar müssen die Windeln ein wenig „vorbereitet“ werden und können nicht einfach aus der Packung entnommen werden, aber ganz ehrlich – Windel auffalten, Einlage reinschieben, evtl. Windelvlies drauf, fertig. Das mache ich meist schnell, wenn unsere Tochter frisch gesäubert (natürlich einfach mit Wasser und Waschlappen) auf dem Wickeltisch fröhlich „unten ohne“ strampelt. So kommt auch gleichzeitig frische Luft an den Po – der bisher übrigens nur ein einziges Mal ein klein wenig wund war.
Mittlerweile ist der „Schritt zurück“ zu den Stoffwindeln gar nicht mehr absurd, bzw. gar nicht aufwendig für uns, sondern stinknormaler Alltag geworden. Vielmehr ist für uns der Wegwerf- und Konsumwahn in der Babyindustrie zur Absurdität geworden. Wenn wir einmal eine normale Wegwerfwindel nutzen (wie beim verlängerten Wochenende oder beim Kinderarzt), dann bin ich immer über die Parfümbombe erstaunt, die beim Eintreffen der Ausscheidungen in der Windel explodiert… apropos Ausscheidungen. Durch die Stoffwindeln bin ich auf das Thema Windelfrei gestoßen und das praktizieren wir so oft es geht. Aber das ist ein anderer Beitrag irgendwann…
Die Stoffwindeln haben in der Anschaffung natürlich einiges gekostet – eine einfache Wegwerfwindel kostet 15 bis 20 Cent, eine Stoffwindel etwa 20 bis 30 Euro, je nach System. Schaut man sich aber die gesamte Wickelzeit eines Babys bzw. Kleinkindes an, benötigt man etwa 6.000 Wegwerfwindeln für insgesamt 1.500-2.000 Euro oder eben 30 Stoffwindeln für 900 Euro.
Wir haben uns aber nicht aus den finanziellen Gründen für Stoffwindeln entschieden, sondern weil wir unserem Baby etwas Gutes tun möchten: Wir hinterlassen keinen Müllberg an Windeln und halten so gut wie möglich Chemie und Parfüm von ihrem Po fern. Ausserdem kann man die Stoffwindeln gebraucht wieder gut verkaufen oder auch bei einem zweiten und dritten Kind noch einmal nutzen, wenn man sie gut pflegt. Unser Testpaket an Neugeborenenwindeln haben wir lieben Freunden verliehen, die demnächst ihren ersten Nachwuchs erwarten und vielleicht auch Stoffwindeln nutzen werden…
Und mal abgesehen davon: eine Wegwerfwindel braucht über 500 Jahre, bis sie verrottet. Ach ja, und es gibt ziemlich stylische Designs – auch mit Einhörnern und Regenbögen… 🙃

Stoffwindeln kann man übrigens überall gut kaufen – es gibt sie gebraucht im Internet und in diversen Onlineshops, beispielsweise:
Fratzhosen
Stoffywelt
dm
Close Pop-in bei amazon

Vegan in Paris – mit Baby

Vegan in Paris - Louvre

Nun sind wir also unterwegs. Acht Wochen haben wir (vielmehr der Herzmann, weil ich ja Elternzeit habe) uns Zeit genommen. Zeit, um als Familie zusammen zu wachsen. Zeit, unseren Nachwuchs ganz intensiv kennenzulernen (vor allem der Papa) und Zeit, gemeinsam den Weg in ihre Beikost zu starten (das wird aber ein anderer Beitrag). Anderthalb Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon einiges gesehen und gemeinsam erlebt.
Den Startschuss machte eine wunderschöne, entspannte Hochzeit in einem kleinen Dorf südlich von Berlin (das Haus am Bauernsee ist eine absolute Empfehlung für feiern!). Von dort ging es für zwei Tage ins Ruhrgebiet, wo wir Essen vegan kulinarisch näher kennenlernten (auch dazu folgt ein anderer Beitrag irgendwann…).
Und dann ging es für drei Tage nach Paris. Vegan in Paris? Mit sechs Monate altem Baby? Ja, das geht. Und zwar ganz wunderbar, wie ich erleichtert feststellte 🙂
Vorher war ich wirklich nervös. Wie würde es in Paris sein? Wie voll wird es dort? Und dann hat Paris ja leider schon einige Anschläge erleben müssen. Aber es leben ja dort auch Menschen. Menschen mit Familie und Babys, dachte ich mir. Unsere kleine Airbnb-Wohnung war etwas außerhalb, aber mit der nahe gelegenen Ubahn waren wir ruckzuck in der Innenstadt. Ich habe vorher viel recherchiert, wie das mit Baby funktionieren kann. Und natürlich Reiseführer gekauft (zB: MARCO POLO Reiseführer Paris). Überall steht ja, dass die Ubahn keine Rolltreppen haben und alles sehr eng ist, also dass man am besten nen kleinen, leichten Buggy nutzen sollt. Da wir Little M sowieso nur tragen, war das für uns kein Problem. So erkundschafteten wir die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und der Herzmann trug den Nachwuchs die gesamte Zeit, so dass sie sich immer zurück ziehen oder auch schlafen konnte, aber auch aus der Trage heraus gucken und alles beobachten wenn sie wollte. Mit der Trage waren wir irgendwie echt Exoten unterwegs. Wir hatten die manduca Babytrage und die Ruckeli Babytrage dabei. Während man in Deutschland mittlerweile immer wieder Babys im Tuch oder einer Trage sieht, habe ich in Paris nur ein einziges anderes Baby gesehen. An unserem ersten Abend in Paris stieß ich auf diesen Artikel über die (für mich) erschütternden Erziehungsmassnahmen der Französinnen: Mütterlichkeit auf Französisch. Der erklärt vielleicht die wenigen getragenen Babys…
Drei Tage sind viel Zeit für Paris, finde ich. Wir konnten shoppen, sightseeing machen, aber auch gemütliche Runden in Parks drehen, picknicken und lecker vegan essen gehen. Und mit Little M in der Trage war auch alles gangbar. Ich habe sie in schattigen Parkplätzen gestillt, sie wurde in einer Ecke des Innenhofs im Louvre gewickelt und schlief recht viel. Riesige Menschenmassen, laute Straßen und lange Schlangen haben wir aber auch gemieden. Und bei der Essenswahl haben wir einerseits auf unseren Appetit gehört und andererseits geschaut, ein wir unseren Nachwuchs gut mitnehmen und idealer weise auch hinlegen können.

Vegan in Paris

Comptoir Veggie
Den Anfang machten wir mit einem Frühstück im neuen veganen Café Comptoir Veggie. Der Herzmann genoss Müsli und Kaffee und ich eine Açai-Bowl mit frischem Saft. Beides sehr sättigend und nicht zu schwer – genau das richtige für einen langen Tag Sightseeing.

Açai-Bowl

Açai-Bowl

Super Vegan
Nach etwa 16km Sightseeing quer durch die Straßen von Paris waren wir echt hungrig und brauchten ganz viele Kohlenhydrate. Uns zog er zum Super Vegan und verschlangen dort Döner mit Seitan (er) und Burrito mit Soja (ich) nebst herrlich fettigen, heißen Pommes. Für den Moment war es genau das richtige, aber anschließend sagten wir uns, dass wir uns ab jetzt eher gesund ernähren wollen 😉

Burrito mit Frites

Café Ginger
Und so ging es am nächsten Tag zum lunch ins Café Ginger. Herrlich süß und mit einer gemütlichen Bank auf die wir Little M ablegen konnten bis sie mitessen wollte. Der Herzmann genoss die Plate du joir mit Lasagne und ich mit Sommerrollen. Diese waren frisch und lecker gefüllt mit Nudeln, Mango, Koriander und Minze. Als Nachtisch gönnte ich mir das Trio aus Keks, Mousse au Chocolat und Cashewcreme und der Herzmann genoss ein Stück saftigen Schokokuchen mit Ingwer.

Primeur Cantine
An unserem letzten Tag machten wir uns auf ins Viertel Belleville, um dort im Primeur Cantine Mittag zu essen. Vorweg teilten wir uns göttlichen Hummus und als Hauptgang hatte ich eine sehr leckere Lasagne (die fast so gut wie die eigene war) mit Salat, während der Herzmann die Plate du Jour bestellte. Als wir beide noch Rhabarber Crumble als Dessert bestellten war der Kellner etwas überrascht – die Franzosen scheinen weniger zu essen als wir 😀

  • Vegan in Paris

Alles in allem war Paris toll – die Stadt fühlt sich an wie New York. Nur eben auf französisch. Vegan in Paris wird viel geboten. Viele Locations die ich gern besucht hätte, waren laut Happy Cow aber „temporarily closed“ – wahrscheinlich wegen der Sommerferien.

Auf gehts – Mein Laufeinstieg nach der Schwangerschaft

Laufeinstieg nach Schwangerschaft

Inkontinenz. Wer hätte gedacht, dass ich mich mit meinen 33 Jahren mit diesem Thema beschäftige. Und vor allem, dass meine Gedanken zum Thema Laufeinstieg nach der Schwangerschaft damit beginnen! Dabei kreisen die Gedanken natürlich auch um meinen #afterbabybody, wie der Trend so schön auf Instagram in die Albträume der jungen Mütter kriecht. Manchmal verfluche ich das Social Media dafür. Da  vergleicht man sich. Wie war ihre Geburt? Wie viel hat die andere zugenommen? Wie, der Bauch ist schon wieder flach? Ich versuche, mich komplett aus solchen Fragen raus zu nehmen. Klar nervt mich mein schwabbeliger Bauch. Klar möchte ich gern wieder auf mein Fitnesslevel von vor der Schwangerschaft kommen. Aber um welchen Preis?

Ich habe lange darüber gegrübelt, wann ich das erste Mal nach der Geburt die Laufschuhe wieder (zum Laufen) schnüre. Überall auf Instagram sieht man ja die total fitten Mamas, die ein paar Tage nach der Geburt schon wieder in ihre Laufroutine einsteigen (vor allem in Nordamerika). Natürlich ist das abhängig von der eigenen Kondition und wie stark die Laufroutine vorher ausgeprägt war, aber gut für den Beckenboden kann das nicht sein, dachte ich mir… Schwabbelbauch hin oder her. Und oft genug liest man ein paar Monate später bei eben diesen Mamas, dass sie auf einmal Probleme mit Inkontinenz beim laufen haben. Die einen ignorieren es und legen sich Oma-Binden in die Hose, die anderen wundern sich, aber laufen einfach weiter und einige wenige treten ein paar Schritte zurück, unterbrechen ihr Training wieder und beginnen noch einmal mit der Rückbildung. Denn sonst bleibt der Langzeitschäden Inkontinenz. Uh, da ist dieses böse Wort schon wieder. Aber während und/oder nach einer Schwangerschaft muss frau sich mit diesem Thema meist beschäftigen. Wusste ich vorher auch nicht. (Die meisten „schwierigen“ Sachen einer Schwangerschaft erfährt man ja erst mitten drin…, wie beispielsweise auch die Surfbrett-Großen Binden für den Wochenfluss im Krankenhaus…).

Nun, ich hatte zwar das Glück, dass ich während der Schwangerschaft keine Probleme mit dem Beckenboden und somit auch keine Inkontinenz hatte und auch die natürliche Geburt war ein noch größeres Glück mit sehr schmerzhaften und anstrengenden fünfeinhalb Stunden (wer hat da schon Zeit für eine PDA?!) und keinen größeren Verletzungen. Und auch nach der Geburt habe ich bisher keine Probleme damit, Stuhl, Urin oder Wind (diese medizinischen Fachbegriffe sind einfach toll) zu halten. Trotzdem möchte ich mein Glück mit meinem Laufeinstieg nach der Schwangerschaft nicht überstrapazieren… Ich habe hier und da nachgefragt – sehr oft hörte ich, dass man mindestens ein halbes Jahr warten sollte, bevor man wieder mit dem Laufen beginnt. Auch hörte ich, dass man warten solle, bis man zwei Stillmahlzeiten ersetzt hat, da die Hormone, die durch das Stillen entstehen, die Sehnen und Bänder weich machen und dadurch eine höhere Verletzungsgefahr beim Laufen entsteht.

Zwischen all diesen Meinungen (Sprichwort, fragt man drei Ärzte hat man fünf Meinungen…) habe ich mich nun entschlossen, nach dem vollendeten 6. Monat wieder ganz leicht mit dem Laufen zu beginnen. Denn mir reicht die Bewegung langsam nicht mehr aus. Ich habe Hummeln im Hintern. Die wollen mir zwar keinen #beachbody2017 machen. Und auch mein Ziel, in diesem Jahr wieder einen Halbmarathon zu laufen, habe ich ad Acta gelegt. Und da ich dieses Mal eine ordentliche Grundkondition aufbauen möchte, soll auch der Wiedereinstieg langsam und ruhig sein. Eine liebe Freundin hat einen passenden Trainingsplan online gefunden und den werde ich mir vornehmen. Und darüber berichten!

Ziel des Plans ist es, mit drei Laufeinheiten in der Woche, in einem Monat 30 Minuten durchzulaufen. Ich bin gespannt und die Laufschuhe stehen auch schon bereit. Die tägliche Spazierrunde (wenn es denn nicht in Strömen regnet) wird bestimmt helfen…

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